Prosperity

eine Spielerezension von Johannes Halbig - 19.08.2014
  Spiel kaufen kommentieren
Brettspiel Prosperity - Foto von Ystari
Lesezeit: ca. 3 Minuten

Der Weg zum Wohlstand ist mit Steinen gepflastert und nicht von heute auf morgen zu bewerkstelligen. Daher gilt es, in langen Zeiträumen zu denken. Im Brettspiel Prosperity von Ystari Games haben die Spieler sieben Jahrzehnte Zeit, ihre Nation zu möglichst hohem Wohlstand zu führen. Dabei reisen die Spieler erst einmal in die Vergangenheit, nämlich ins Jahr 1970 und haben dort die Möglichkeit, einiges besser zu machen als unsere „Altvorderen“. In Zehn-Jahres-Schritten geht es dann bis ins Jahr 2030. Das Startgeld für das ganze Unternehmen beträgt 100 Euro.

So wird Prosperity von Ystari gespielt

Jeder Spieler besitzt sein eigenes Tableau, auf dem er seine Nation entwickeln kann. Zur Entwicklung ist es notwendig, erst einmal ein Technologieplättchen zu ziehen. Die Technologieplättchen sind so aufgebaut, dass auf der Rückseite das Jahrzehnt angegeben wird. Auf der Vorderseite ist der Bereich (Energie oder Ökologie), die Stufe, das Wertungssymbol und der Energie- und Ökologiezuwachs abzulesen. Alle Spieler zählen dann der Reihe nach ihre entsprechenden Symbole zusammen und setzen ihren Zählstein entsprechend.

Auf dem Spielertableau, das eine einfache und eine schwierige Seite besitzt, befindet sich Platz für die unterschiedlichen Plättchen, eine Energie-, eine Ökologie- und eine Umweltschmutzleiste sowie eine Spielübersicht.

Der aktive Spieler hat anschließend zwei Aktionen zur Verfügung. Dafür kann er aus vier Möglichkeiten auswählen und entweder zwei unterschiedliche oder eine Aktion doppelt ausführen.

Man kann sein Vermögen um 100 Euro erhöhen, die oberste Scheibe auf der eigenen Umweltschmutz-Leiste entfernen, Forschung betreiben, indem man seinen Würfel auf der Forschungsleiste ein Feld weiter setzt oder ein Plättchen kaufen. Will der Spieler ein Plättchen kaufen, so steht der Preis in Relation von Position des Plättchens zur Position des Würfels auf der entsprechenden Forschungsleiste. Ein gekauftes Plättchen legt der Spieler auf seinem Plateau ab, dabei können auch schon belegte Felder neu belegt werden, wobei allerdings der farbige Hintergrund berücksichtigt werden muss. Nachdem das Plättchen abgelegt wurde, werden Energie- und Ökoleisten entsprechend der sichtbaren Symbole angepasst.

Sobald das letzte Technologieplättchen gezogen wird, endet das Spiel. Nun gibt es noch eine Schlusswertung für jedes Symbol, um schließlich festzustellen, wer auf der Wohlstandleiste am meisten Punkte errungen hat.

Wie gut ist das Gesellschaftsspiel Prosperity?

Das Spielmaterial von Prosperity ist weitgehend sprachfrei gestaltet, so haben die Gebäude z. B. keine Bezeichnungen, was eigentlich schade ist und dem Brettspiel etwas Atmosphäre nimmt. Verkäufe ins Ausland sind so natürlich leichter zu bewerkstelligen.

Warum das Spiel in Dekaden abläuft ist nicht ganz nachvollziehbar, da die Dekaden sich hauptsächlich durch die Rückseite unterscheiden.

Jeder Spieler spielt auf seinem eigenen Tableau, sodass es wenig Interaktion zwischen den Spielern gibt. Die Reihenfolge der Wertungen ist nicht bekannt aber man weiß, dass jedes Symbol in jeder Dekade einmal gewertet wird, wodurch neben dem Glücksfaktor auch noch ein wenig Strategie möglich ist. Das Spiel an sich ist schnell erklärt, man findet leicht ins Spielgeschehen. Der Funke wollte allerdings in unseren Spielerunden nicht so richtig überspringen. Prosperity funktioniert, keine Frage, aber der Wiederspielreiz hat sich bei uns in engen Grenzen gehalten.

Spieleinfo

Verlagsangaben
Spieletitel: 
Verlag: 
Spielerzahl: 
2-4
Altersempfehlung (ab bzw. von/bis Jahre): 
13+
Spieldauer (Minuten): 
60
Jahrgang: 
2013
Spielkategorisierung
Spielegattung: 
Mehr zum Spiel