In geheimer Mission

eine Spielerezension von Eva Timme - 18.08.2012
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In geheimer Mission von Haba
Lesezeit: ca. 3 Minute

Diese Spielereihe von Haba wirbt mit mehreren Varianten, die den Spielablauf verändern und damit unterschiedliche Anforderungen an das Kind stellen. Schon dadurch, dass sich unterschiedliche Regeln gemerkt werden müssen, die entweder vor dem Spiel abgesprochen werden oder sich über mehrere Runden ändern, werden laut Haba die exekutiven Funktionen des Gehirns trainiert. Der Spieler passt sich an veränderte „Umweltbedingungen" an und reguliert dafür seine Ziele und Handlungsplanungen.

Ich finde das, für ein so einfaches, aber gutes Merkspiel wie dieses hier, recht hoch gegriffen. Es geht bei In geheimer Mission darum, dass ein Spieler sich einen vorgegebenen Code aus Zahlen, Buchstaben und Zeichen, merkt. Je nach Schwierigkeit in einer beliebigen oder einer bestimmten Reihenfolge. Dabei versuchen die anderen Spieler, die nicht am Zug sind, die Aufmerksamkeit und die Konzentration des aktiven Spielers zu lenken und damit zu stören. Durch verschiedene Störkarkten bleibt es abwechslungsreich. Flugzeuggeräusche mit den passenden Bewegungen, lauter Gesang oder wildes Dazwischenrufen, insgesammt gibt es acht verschiedene Störkarten, die entweder zufällig gezogen werden oder aber von den Mitspielern ausgesucht werden dürfen.

Die Kinder hatten vorallem bei den Störkarten viel Spaß. Dabei war aber auch die Motivation des Agenten hoch, sich den Code zu merken, egal wie viel Krach die Mitspieler machen. Die Schwierigkeit, den Code richtig wiederzugeben, kann noch erhöht werden, wenn nach der abgelaufenen Zeit, die per Sanduhr gemessen wird, noch eine Aufgabe (Fex Karte) von dem Kind erfüllt werden muss, ehe es den Code aufsagen darf.  Dabei gibt es Bewegungskarten oder andere Aufgaben, die die Aufmerksamkteit binden. Ebenfalls kann durch die Fex Karten die Reihenfolge, in der der Code aufgesagt werden muss, vorgegeben werden und damit die Schwierigkeit noch zusätzlich erhöht werden.
Das ist auch eine gute Möglichkeit, wie jüngere und ältere Kinder gut gemeinsam spielen können. Die Fex Karten sind unterschiedliche schwer und so können zwei verschiedene Stapel gebildet werden. Je nach Alter wird von dem Stapel mit den leichteren Karten gezogen oder von dem Stapel mit den schwierigeren Karten. Eine weitere Variante ist die veränderte Anzahl der Codekarten, die vom Spieler zu merken sind. Auch die kann variabel gestaltet werden.

Insgesammt hatten die Kinder viel Spaß beim dem Spiel und waren leicht zu motivieren eine zweite Runde zu spielen. Das dabei gleichzeitig noch die Konzentration verbessert wird, haben die Kinder nicht „gemerkt“. Mir hat das Spiel sehr gut gefallen, weil ich Spiele für Kinder sehr gerne mag, die es möglich machen, den Schwierigkeitsgrad gut zu variieren, auch während eines Spiels mit Kindern unterschiedlichen Alters.

Allerdings muss ich noch dazu schreiben, dass dieses Spiel nicht zu Gelegenheiten gespielt werden kann, in denen ein hoher Geräuschpegel störend ist. Denn durch die Störkarten, die die Kinder sehr ernst nehmen, ist ein Geräuschpegel im Raum, der ohrenbedtäubend ist. Lautes Bellen, gepaart mit Flugzeuglärm und Gewittergeräuschen, die Sirene einer Alarmanlage und ein imitieres Radio - und das gleichzeitig und vorallem sehr laut, denn jedes Kind möchte ja, dass es am Besten gehört wird. In einer KInderpraxis oder einer Schule ist es also eher ungeeignet.

Spieleinfo

Verlagsangaben
Spieletitel: 
Verlag: 
Spielerzahl: 
2 - 5
Altersempfehlung (ab bzw. von/bis Jahre): 
8
Spieldauer (Minuten): 
15
Jahrgang: 
2012
Spielkategorisierung
Spielegattung: 
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