Magicus

Abrakadabra und weg damit!

eine Spielerezension von Jürgen Strobel - 04.09.2011
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Magicus von Reich der Spiele
Lesezeit: ca. 4 Minuten

Wie jedes Kind möchte auch Lilly Marie ihre Unordnung in Ihrem Kinderzimmer nicht aufräumen. "Wie toll wäre es, wenn man alles einfach wegzaubern könnte", dachte sie.  Aber leider konnte Sie das nicht und so blieb Ihr nichts anderes übrig, als es selbst zu tun. "Nanu" dachte sie! "Was ist denn das da?" Sie hob eine Spieleschachtel auf. Auf ihr waren Zauberhütte und Hasensteine abgebildet. "Ich glaube das Aufräumen muß noch ein bißchen warten", dachte sie verschmitzt.

Neugierig öffnete sie die Spieleschachtel und darin sah sie sechs Zauberhütte, zwanzig Holzklötzchen in fünf verschiedenen Farben und vier magische Holzkarten. Schnell trommelte Sie noch drei ihrer besten Freundinnen zusammen und schon konnte es losgehen. Nun sitzen sie alle am Tisch und spielen Magicus. Jede von Ihnen bekommt eine Holzkarte und je ein Klötzchen in jeder Farbe. Alle bauen einen Turm mit Ihren Holzklötzchen wie auf Ihrer Magischen Holzkarte angegeben. Diesen gilt es jetzt, so schnell wie möglich verschwinden zu lassen. Aber wie funktioniert das? Nun jetzt kommen die Zauberhütte ins Spiel. Diese werden gemischt und in eine Reihe nebeneinander in die Tischmitte gestellt. Wer nun am Zug ist, nimmt sich einen Zauberhut und schaut darunter, welche Farbe dort zu sehen ist. Stimmt die Farbe mit dem oberstenKlötzchen überein, so verpufft es und verschwindet vom Stapel. Stimmt die Farbe nicht überein, so schiebt man den Zauberhut an eine andere Position in die Reihe wieder ein. Danach ist der nächste Spieler dran. Sollte man den Zauberhut mit dem verhexten orangefarbenem Kreuz erwischen, so muss man den Hut wieder an einen anderen Platz in die Reihe stellen. Leider kann man aber so kein eigenes Klötzchen verschwinden lassen. Der Spieler, der als erstes alle seine Klötzchen seines Turmes verschwinden lassen konnte, hat Magicus gewonnen und darf einen Mitspieler bestimmen, der das Zimmer aufräumen muss! :-)

Es gibt noch drei Spiele-Varianten, die ich noch gerne erwähnen möchte. Bei der ersten Variante wird unter das Zauberhütchen geschaut und man sieht nun bei jedem Spieler nach, bei welchem Turm das gleichfarbige Klötzchen oben liegt. Egal ob es der eigene Tum ist oder der eines anderen Spielers, Man nimmt es herunter und zeigt als Beweis allen Mitspielern die Farbe die sich unter dem Zauberhütchen befunden hat. Der Spieler, dessen Turm als erster weggezaubert wurde, hat das Spiel Magicus gewonnen. Bei der zweiten Variante geht es darum, die meisten Klötzchen zu sammeln. Dazu legt man alle zwanzig Klötzchen in eine Reihe, wobei nie zwei gleichfarbige aneinander liegen sollten. Jeder Spieler schaut nun abwechselnd unter einen Zauberhut, stimmt die Farbe mit dem vordersten Klötchen überein, so darf man es an sich nehmen. Der Zauberhut wird an eine andere Position in die Reihe zurück gestellt. Sobald alle Klötzchen eingesammelt wurden, hat der Spieler mit den meisten Klötzchen gewonnen.

Die dritte Variante ist etwas anspruchsvoller und für Kinder ab fünf Jahren gedacht. In dieser müssen möglichst die meisten gleichfarbigen Klötzchenpaare gesammelt werden. Alle Klötzchen werden in die Tischmitte gelegt. Die Zauberhüte werden unter den Kindern so verteilt, dass niemand weiß, welche Farbe sich darunter befindet. Der jüngste Spieler nennt nun laut eine Farbe, diese sollte er jetzt nun finden. Dazu kann er entweder unter seinen eigenen Hut nachschauen oder aber unter einem Hut eines Mitspielers. Stimmt die Farbe unter dem Hut überein, so darf sich das Kind das gleichfarbige Klötzchen aus der Mitte des Tisches nehmen. Sogleich tauscht er dann den Hut mit einem beliebigen Mitspieler oder aus der Tischmitte. Sollte man falsch Tippen, so tauscht man nur den Hut aus. Sind alle Klötzchen verteilt, sehen alle nach, wer die meisten gleichfarbigen Klötzchenpaare gesammelt. Der Spieler mit den meisten hat das Spiel Magicus gewonnen. 

Magicus ist ein tolles Spiel. Nicht nur die nette Aufmachung weiß zu gefallen, sondern auch das Material. Alles besteht durchweg aus Holz, ist schön groß und somit für Kinderhände sehr gut zu greifen. Auch für drei Jährige ist es kein Problem. Zudem bietet das Spiel durch seine Verschiedenen Spielvarianten eine stetige Lernkurve für die Kinder. Die dadurch immer eine neue Herausforderung geboten bekommen und somit das Spiel sehr lange aktuell bleiben wird. Ein wirklich schönes Spiel für unsere Kleinsten!

Spieleinfo

Verlagsangaben
Spieletitel: 
Verlag: 
Spieleautor: 
Spielerzahl: 
2 - 4
Altersempfehlung (ab bzw. von/bis Jahre): 
4
Spieldauer (Minuten): 
20
Jahrgang: 
2010
Spielkategorisierung
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