Mombasa gewinnt Deutschen Spielepreis

Leo muss zum Friseur bei Kinderspielen vorn

ein Spiele-Artikel von Michael Weber - 07.09.2016
Mombasa Deutscher Spielepreis 2016 - Foto von eggertspiele
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Neben dem Spiel des Jahres ist in Deutschland der Deutsche Spielepreis die wichtigste Auszeichnung für Gesellschaftsspiele. Die Gewinner für 2016 stehen fest. Vorn in der Gunst der abstimmenden Spieler steht dieses Jahr das Brettspiel Mombasa von Alexander Pfister (eggertspiele/Pegasus Spiele). Bei den Kinderspielen gewinnt Leo muss zum Friseur von Leo Colovini (Abacusspiele). Die Auszeichnung Die Goldene Feder für die vorbildliche Spielanleitung geht an Stone Age Junior von Marco Teubner (Hans im Glück).

Der Deutsche Spielepreis ist ein Publikumspreis

Anders als das Spiel des Jahres handelt es sich beim Deutschen Spielepreis um einen Publikumspreis. Ab Sommer sind Spieler und Interessierte aufgefordert, ihre Lieblingsspiele zu wählen. Die Stimmen gehen in die Gesamtauswertung ein. Der Sonderpreis Die Goldene Feder ist dagegen ein Jurypreis.

Mombasa lässt Codenamens hinter sich

Mombasa hat in der Gunst der Spieler sogar das Spiel des Jahres 2016, Codenames von Vlaada Chvatil (Czech Games Edition/Heidelberger Spieleverlag), auf Rang zwei verwiesen. Auf den weiteren Plätzen folgen TIME Stories von Manuel Rozoy (Space Cowboys), Pandemic Legacy von Matt Leacock und Rob Daviau (Z-Man Games) und Mysterium von Oleksandr Nevskiy und Oleg Sidorenko (Libellud). Alles in allem sind die ersten Plätze dann ähnlich der Nominierungslisten für das Spiel des Jahres und das Kennerspiel des Jahres. Allein das Kennerspiel des Jahres 2016, Isle Of Skye von Andreas Pelikan und Alexander Pfister (Lookout Spiele), folgt erst auf dem siebten Platz.

Die diesjährigen Gewählten sind somit keine Überraschung. Der Deutsche Spielepreis ist ein typischer Spielepreis, den in der Vergangenheit - bezogen auf die Ergebnisse - stets vorwiegend erfahrene Spieler gewählt haben. Dennoch gab es dieses Jahr eine große Schnittmenge zu dem breiter angelegten Jurypreis Spiel des Jahres.

Leo muss zum Friseur holt Deutschen Kinderspielepreis

Freude bei Leo Colovini und Abacusspiele. Leo Colovini erringt nach der Nominierung zum Spiel des Jahres auch den Deutschen Kinderspielepreis. Damit liegt das Kinderspiel in der Gunst der Spieler vor dem Kinderspiel des Jahres, Stone Age Junior. Dieses gewann den Jurypreis Goldene Feder für die leicht verständliche und gut strukturierte Spielanleitung. Bei diesem Sonderpreis handelt es sich um einen Wanderpreis, den die Stadt Essen gestiftet hat.

Quelle: 
Merz Verlag/eigene Recherche