Deckscape: Das Schicksal von London

Ein Escape-Room Spiel im Taschenformat

eine Spielerezension von Dirk Janßen - 13.12.2018
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Deckscape: Das Schicksal von London - Foto von Abacusspiele
Lesezeit: ca. 3 Minuten

Deckscape – Das Schicksal von London ist der zweite Teil der Deckscape-Reihe aus dem Haus Abacusspiele. Diesmal verschlägt es uns Spieler als Spezialist von Scotland Yard in die englische Hauptstadt, in der wir vier versteckte Bomben finden und entschärfen müssen. 60 Karten lang ist dabei die Geschichte von Martino Chiacchiera und Silvano Sorrentino, 60 Minuten soll sie dauern.

Deckscape: Das Schicksal von London – Escape Room zwischen Boxershorts und Strümpfen

Nach diversen Exit-Spielen aus dem Haus Kosmos war Das Schicksal von London mein erstes Deckscape Spiel. Im praktisch-quadatrischen Urlaubsformat, welches luftig-locker zwischen Boxershorts und Strümpfe passt, spielt es damit seinen ersten Vorteil gegenüber den Konkurrenzprodukten aus. Sehr reisetaugliches Escape-Room-Fomat.

Deckscape – nachhaltiger Rätselspaß

Den nächsten Punkt heimst sich das Format damit ein, dass man beim Spielen nichts zerstören muss. Gefällt wegen Nachhaltigkeit ­ und natürlich, weil man es prinzipiell noch verscherbeln kann, wenn es nicht zusagt oder man es gespielt hat.

Da die Karten wenig Platz wegnehmen, lässt sich ein Spiel auch problemlos unterbrechen und die ausgespielten Karten können an ihrem Platz bleiben. Erneute Aufnahme zu späterem Zeitpunkt problemlos möglich.

Wie steht es mit Story und Rätseln bei Deckscape: Das Schicksal von London?

Die Story an sich? Geschenkt! Über Logik will ich gar nicht nachdenken. Man ist schließlich zum Rätseln dar. Und hier wirkt Deckscape wie ein Krimi-Rätselbuch aus der Jugend. Aufgrund der Karten ist Deckscape kein wirklich physisches Erlebnis. Auch wenn man Karten schon mal beiseite legt, weil man sie später noch braucht. Doch die Gegenstände bleiben dabei nicht nur wegen dem comichaften Zeichenstil letztlich Zeichnungen.

Das Rätseln selbst ist auch schlechter gelöst als bei Exit. Hat man falsch geraten, bekommt man sofort die richtige Lösung präsentiert. Einen zweiten Versuch gibt es nicht. Hier punktet ganz klar die Exit-Reihe. Da kann man sich dumm und dämlich versuchen. Oder auch den einen oder anderen Hinweis nutzen.

Das Niveau der Rätsel ist unterschiedlich. Bei einigen Rätseln springt einen die Lösung direkt an, bei anderen grübelt man sogar noch über die Auflösung. Freude und Frust liegen hier nah beieinander. Das ist bei den Exit-Spielen aber auch nicht anders.

Mehr lässt sich aufgrund von Spoiler-Gefahr an dieser Stelle auch nicht verraten.

Spoilerfreies Fazit

Mit einem Preis von ca. 10 Euro liegt die Reihe preislich dicht an den Exit-Spielen. Welches Format besser ist, ist schwer zusagen. Persönlich finde ich die Exit-Reihe stimmiger, auch wenn Deckscape mehr Geschichte erzählt. Dafür kann man Deckscape direkt losspielen, während ich bei Exit noch das Material „präpariere“, damit es beim Spielen nicht zerstört wird. Escape-Room-Fans sollten beiden Formaten eine Chance geben.

Spieleinfo

Verlagsangaben
Verlag: 
Spielerzahl: 
1-6
Altersempfehlung (ab bzw. von/bis Jahre): 
12
Spieldauer (Minuten): 
60
Jahrgang: 
2017
Spielkategorisierung
Spielefamilie: 
Spielegattung: 
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