Monstermeister

eine Spielerezension von Alice Riemer - 28.10.2018
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Monster Meister - Foto von Zoch Verlag
Lesezeit: ca. 4 Minuten

Monster Meister von Maja Dorn und Amelie Dorn (Zoch Verlag) ist ein Memospiel in Kartenform. Wer nun glaubt, dass Spiel kann man in lockerer Runde spielen, der täuscht sich. Denn zum einen ist dabei ganz schön Konzentration gefragt und zum anderen braucht man einen Tisch, um seine mindestens 16 Karten auslegen zu können.

Wie funktioniert das Spiel Monster Meister?

Also es finden sich mindestens zwei bis maximal vier Spieler im Alter ab sieben Jahren zusammen, die Lust haben, sich verschiedene Monster zu merken. Zu merken sind die Anzahl, die Farbe und die Anzahl der Augen sämtlicher Monster.

Jeder Spieler erhält 16 eigene Monsterkarten, die als eine Quadrat verdeckt vor sich ausgelegt werden. Diese 16 Karten haben immer zur besseren Unterscheidung eine andere Kartenrückseite. In der Tischmitte liegen zehn verdeckte Aufgabenkarten (eine Karte pro Runde) und ein Stapel mit sechs Streunern. Streuner sind ebenfalls Monster, die aber eine andere Kartenrückseite haben. Der Spieler mit den größten Augen erhält den Aufgabenstapel, er darf in der ersten Runde die erste Aufgabenkarte umdrehen. Es wird mit einer Ausnahme immer gleichzeitig gespielt. Es wird nicht unter Zeitdruck gespielt. Da es insgesamt zwölf unterschiedliche Aufgabenkarten gibt, gehe ich hier exemplarisch auf eine Karte ein.

Oben auf der Karte sind vier graue Karten abgebildet und darung sind vier Monster abgebildet in Blau, Grün, Rot und Gelb mit entsprechender Punktzahlangabe. Diese Karte bedeutet, dass alle Spiele gleichzeitig insgesamt vier Karten in dieser Runde aufdecken dürfen. Grüne Monster unabhängig ihrer Augenzahl zählen mit vier Punkten und so weiter. Andere Aufgabenkarten zeigen zum Beispiel nur Augenanzahlen an, die mit Punkten bewertet werden. Es gibt eine Karte, die einen anderen Spielablauf verlangt, die Karte "Wettstreit der Monstergesellen". Wer diese karte aufdeckt, nennt eine Monsterfarbe oder eine Augenzahl. Dann deckt jeder Spieler eine Monsterkarte der eigenen Auslage auf, die möglichst die genannte Eigensachft besitzt. Wer kenn Monster mit den entsprechenden Eigenschaften aufgedeckt hat, scheidet aus der Spielrunde aus. Wer zu erst ausscheidet, ist der Monsterfänger der Runde. Wer zuletzt übrig bleibt ist der Monstermerker.

So, was ist ein Monsterfänger und ein Monstermerker? In jeder Runder wird es in der Regel so sein, dass entweder ein oder sogar mehrere Spieler die höchste Punktzahl erhalten haben. Diese sind die Monstermerker. Sie dürfen ein Monster aus ihrer Auslage unter den Streunerstapel schieben. Wenn es Spieler mit höheren Punkten gibt, gibt es auch Spieler mit weniger Punkten. Diese oder dieser Spieler ist der Monsterfänger. Er zieht ein Monster vom Streunerstapel, allerdings darf er keine seiner eigenen Farbe ziehen.

Wie gewinnt man das Spiel Monster Meister?

Wer annimmt, dass der Spieler mit den meisten gesammelten Punkten pro Runde gewinnt, irrt sich. Denn nach jeder gespielten Runde sind die Punkte auf Null zurück gesetzt. Monster Meister wird derjenige der nach zehn Spielrunden die wenigsten Monster seiner eigenen Kartenrückseite besitzt.

Mein Fazit zu Monster Meister

Monster Meister ist und bleibt ein Memospiel. Man muss diese Spielart mögen. Ich persönlich würde es nun nicht unbedingt als Lockmittel verwenden, um das Kind zum Spielen zu motivieren, denn der Schuss wird ganz bestimmt nach hinten losgehen ... Jedenfalls bei meinen Kindern. Dennoch lässt sich Monster Meister in pädagogischen und therapeutischen Settings optimal einsetzen. Neben der Konzentration kann ein Kind ganz nebenbei sogar das Kopfrechnen üben.

Auf der Spieleverpackung wird angegeben, dass auch zwei Spieler zusammen spielen können. Davon würde ich persönlich Abstand nehmen, ab drei Mitspielern macht es mehr Spaß. Gerade die ersten Runden des Spiels sind doch sehr vom Glück abhängig. Denn sollte ein Spieler zum Beispiel in der ersten Runde bereits die erste Karte falsch aufdecken, hat er keine Chance mehr, weitere Karten aufzudecken und kann sich diese nicht mehr merken. Allerdings relativiert sich das im Laufe des Spiels, denn auch die anderen Spieler machen mal Fehler und es werden auch insgesamt zehn Runden gespielt, wo man dann doch noch oft genug Gelegenheit bekommt, um Karten aufzudecken. Mir gefällt es übrigens, dass kein zusätzlicher Zeitdruck entsteht und alle Spieler gleichzeitig spielen.

Bei der Altersangabe von sieben Jahren aufwärts bin ich mir nicht sicher. Ich kann mir durchaus vorstellen, dass vielleicht sogar schon pfiffige Fünfjährige Monster Meister spielen können, schon alleine weil die ersten Runden ja eh viel vom Zufall und Glück abhängig sind. Alles im allem ist Monster Meister ein ganz solides Merk- oder Memospiel. Spieler, die sich dafür interessieren, machen bei dem Kauf nichts falsch.

Spieleinfo

Verlagsangaben
Spieletitel: 
Verlag: 
Spieleautor: 
Spielerzahl: 
2-4
Altersempfehlung (ab bzw. von/bis Jahre): 
7
Spieldauer (Minuten): 
15
Jahrgang: 
2018
Spielkategorisierung
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