Pandabo

eine Spielerezension von Riemi - 31.10.2005
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Pandabo von Reich der Spiele
Lesezeit: ca. 2 Minuten

Auf einem Bambus-Spielzeug-Workshop in Anji (Ostchina) wurde mit Teilnehmern aus 15 Nationen zwei Wochen lang diskutiert, geformt und getestet. Anwesend waren Spielwarenexperten, Designer, Erzieher und Ingenieure. Die Vorgabe lautete: edukativ (erzieherisch) und hochwertig sollten die entwickelten Spiele sein. Wenn so viel Fachwissen zusammentrifft, wie müssen dann die Ergebnisse aussehen? Nun, ein Spiel aus diesem Workshop ist das vorliegende Pandabo.

Ins Auge fällt erst mal die Verpackung. Eine Runde Trommel, 21 Zentimeter hoch, in Signalorange. An einem kleinen Bambustragegriff wird das Spiel nach Hause getragen. Wer sich im Laden das Innenleben nicht angeguckt hat, wird überrascht sein, wie viel gute Luft in einen solchen Trommelkarton passt. Wird sich bei manchen Spielen darüber beschwert, dass der Deckel, wegen dem üppigen Spielmaterial nach dem ersten Spielen nicht auf die Schachtel will, verwöhnt uns der Verlag mit einem freien Stauraum von satten 15 Zentimetern. Der Inhalt sieht von oben betrachtet ein wenig verloren aus.

Wird das Spielmaterial ausgeschüttet, bietet sich folgendes Bild: ein großer Holzpanda und ein Haufen Bambusstäbe in rund, halbrund und eckig. Ein Würfel gibt vor, was und wie viel auf den Panda gestapelt werden soll. Das kann ein einzelner Stab sein oder auch zwei Stäbe in verschiedenen Formen. Dank der Wellen, in die die Stäbchen auf den Panda gelegt werden, ist das Stapeln, wenn es der Würfel auch nur einigermaßen gut meint, keine große Schwierigkeit. Hier können sich auch schon Spieler in einem Alter von drei Jahren versuchen. Der Vorteil ist, die Kinder haben sofort ein Erfolgserlebnis. Gar nicht selten wird der Vorrat einzelner Stäbchensorten aufgebraucht. Genau dieser Fall ist aber in der Spielregel nicht geregelt. In den Testrunden wurde so ein Würfelwurf dann als Glückswurf gewertet. Mit ein paar Stäbchen mehr könnte allerdings Abhilfe geschaffen werden. Spannung kommt meistens bei den runden Stäbchen auf. Die will keiner gerne haben, müssen die doch irgendwie eingeklemmt werden, um nicht zu verrutschen.

Beendet wird Pandabo peu a peu. Sollte in einem Spielzug ein Stäbchen vom Panda fallen, ist das für den betroffen Spieler gleichzeitig auch das Ende des Spiels. Für den, der als Letztes übrig bleibt, ist es der Sieg.

Trotz der übergroßen Verpackung hat Pandabo, wegen dem schönen Spielmaterial aus Bambus, einen gewissen Charme. Weiter darüber hinaus kommt es aber nicht. Da sind andere Stapelspiele für Kinder im direkten Vergleich wie zum Beispiel Tier auf Tier einfach gefälliger.

Spieleinfo

Verlagsangaben
Spielerzahl: 
2 - 4
Altersempfehlung (ab bzw. von/bis Jahre): 
4
Spieldauer (Minuten): 
15
Spielkategorisierung
Spielethema: 
Spielegattung: 
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