Shaun das Schaf - Köttel-Alarm

eine Spielerezension von Eva Timme - 22.09.2009
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Shaun das Schaf - Köttel-Alarm von Kosmos
Lesezeit: ca. 3 Minuten

Wer erinnert sich nicht an das Kindergeburtstagsspiel Schokoladewettessen. In diesen oder anderen Varianten ging es immer darum, dass ein Kind solange agieren durfte, bis ein anderes Kind eine Sechs gewürfelt hat. Und schon wurde hektisch alles weitergereicht und das nächste Kind war an der Reihe … Alle haben mitgefiebert, das Kind, das an der Reihe war ebenso wie die Kinder, die so schnell wie möglich versucht haben, den Würfel zu beeinflussen.

Da es ja nicht immer Schokolade geben kann, kommt hier Shaun das Schaf – Köttel-Alarm ins Spiel. Das Spielprinzip ist genau das gleiche: Ein Kind versucht so geschickt wie möglich, alle Köttel seiner Farbe von der Weide zu schaufeln, während die anderen Kinder der Reihe nach bemüht sind die Mistgabel zu würfeln.

Zu Beginn wird der Spielplan ins Schachtelunterteil gelegt, das Loch in der Mitte ist offen und die Spielfiguren werden in den Schlitzen aufgestellt. Das Loch in der Mitte der Weide wird abgedeckt und alle Köttel werden verteilt. Schon hier gibt es verschiedene Möglichkeiten – die Köttel können gestellt werden, dann rollen sie nicht unberechenbar herum oder gelegt werden. Je nachdem ist es unterschiedlich schwer, beim Spiel mit der Mistgabel zu manövrieren.

Jedes Kind hat eine Farbe und versucht nun, nachdem es die Mistgabel gewürfelt hat, so schnell wie möglich alle Köttel seiner Farbe in der Mitte des Spielplans zu versenken.  Dafür hat es so lange Zeit, bis ein anderes Kind die Mistgabel würfelt. Die Aufregung ist groß und die Freude der Kinder auch, wenn versehentlich ein Köttel des Mitspielers versenkt wurde.

Insgesamt ist es ein Spaßspiel mit einer sehr kurzen Spieldauer, was in den Spielrunden mit den Kindern dazu geführt hat, dass es oft drei-, viermal hintereinander gespielt wurde. Differiert allerdings die Geschicklichkeit sehr, war der Frust bei einigen Kindern vorprogrammiert.

In dem Fall bietet das Spiel einige Möglichkeiten, die Schwierigkeit für die einzelnen Kinder anzupassen, sodass ein gleichberechtigtes Spielen möglich ist: Als einfachste Maßnahme kann ein jüngeres Kind zum Beispiel einfach mit zwei Kötteln weniger starten. Oder bei einem Kind werden die Köttel gestellt, bei dem anderen Kind hingelegt, sodass sie leichter wegrollen. Das geschicktere Kind oder der Erwachsene muss die Mistgabel mit seiner linken Hand führen, wenn er Rechtshänder ist oder darf, um es noch schwieriger zu machen, seinen Daumen nicht zum halten benutzen. So bleibt es doch etwas länger interessant und ist durchaus für Familien geeignet, deren Kinder einen größeren Altersabstand und damit unterschiedliche Fähigkeiten haben.

Mit seiner kurzen Spieldauer ist es ebenso für ein schnelles Spiel noch nach dem Abendbrot geeignet, wie auch als Beginn eines Spielnachmittags, wenn noch auf andere Kinder gewartet wird. Sollte die Schokolade nicht reichen, dann ist Köttel-Alarm auf dem nächsten Kindergeburtstag eine lustige Variante. 

Spieleinfo

Verlagsangaben
Verlag: 
Spielerzahl: 
2-4
Altersempfehlung (ab bzw. von/bis Jahre): 
5
Jahrgang: 
2009
Spielkategorisierung
Spielefamilie: 
Spielethema: 
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