Bernard: Fettnapf-Poker

Auch wenns's schwer fällt, nimm's leicht!

eine Spielerezension von Carsten Pinnow - 21.02.2009
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Fettnappf-Poker von Nürnberger Spielkartenverlag
Lesezeit: ca. 3 Minuten

Bernard - Fettnapf-Poker ist ein Kartenspiel mit den süßen Illustrationen von Bernard und seinen Freunden, die über ihre TV-Serie im KiKa bekannt geworden sind. Um ein Poker-Spiel handelt es sich dabei jedoch nicht, jedenfalls nicht um einen Poker im klassischen Sinn. Der Titel wurde offenbar abgeleitet vom Karriere-Poker, an dessen Regeln sich das Spiel auch stark orientiert. Kartenspielfreunde mögen auch Zoff im Zoo kennen, eine weitere Variante, die große Ähnlichkeiten aufweist.

Das Fettnapf-Poker-Set besteht aus Karten mit den Werten null bis 14, einer Handvoll Jokern sowie ein paar Sonderkarten. Wer den letzten Stich bekommen hat, darf ein oder mehrere Karten mit dem gleichen Wert ausspielen. Reihum darf diese Auslage überboten werden - dafür werden ausschließlich gleich viele Karten eines größeren Wertes benötigt. Den aktuellen Stich gewinnt der Spieler, der zuletzt geboten hat, wenn reihum alle passen.

Dieser Mechanismus führt dazu, dass die Null-Karten (auch "Fettnapf"-Karten genannt) unbedingt als erste Karten ausgespielt werden müssen, da sie nicht anderweitig verwendet werden können (wie das zum Beispiel bei Zoff im Zoo mit den Mücken der Fall ist). Mit einer ungünstigen Hand kann es daher schwierig werden, diese loszuwerden. Umso wichtiger ist es gerade dann, mitzuzählen, welche hohen Karten noch nicht gespielt wurden und ab und zu aus taktischen Gründen zu passen - damit irgendwann mit den eigenen Karten wenigstens irgendein Stich gemacht werden kann, wenn die Mitspieler ihre besten Karten bereits ausgespielt haben.

Letzten Endes zählen aber nicht die gesammelten Stiche. Es geht darum, möglichst schnell alle Handkarten loszuwerden. Die meisten Punkte erhält, wer das zuerst schafft. Nur wer zuletzt übrig bleibt, geht völlig leer aus. Nach ein paar Runden zählt dann der Gesamtstand.

Um nicht ganz auf ein wenig Glück beim Mischen angewiesen zu sein, müssen die Sonderkarten geschickt eingesetzt werden. Mit der "+1" kann ein einzelner Wert erhöht werden - einzeln zählt sie einfach nur als eins. Bei Pinguin-Karten muss aufgepasst werden: Wer nicht vor dem Ausspiel "cool!" sagt, darf seine Karte(n) nämlich gleich wieder zurücknehmen und aussetzen. Die "1-2-3"-Karte kann sogar jederzeit gespielt werden und zwingt bis zu drei Mitspieler zum Aussetzen. Wer noch weitere eigene Ideen hat, kann selbst neue Regeln definieren und die beiden Hunde-Karten dafür verwenden - oder sich alternativ ein paar Anregungen von der Webseite des Nürnberger Spieleverlages dafür besorgen.

Doch auch ohne Hunde ist der Fettnapf-Poker eine ordentliche Karriere-Poker-Variante, die vor allem bei Kindern gut ankommt. Zoff im Zoo ist zwar besser, aber im Gegensatz dazu kann Bernard bereits zu dritt problemlos gespielt werden. 

Spieleinfo

Verlagsangaben
Spieleautor: 
Spielerzahl: 
3 - 9
Altersempfehlung (ab bzw. von/bis Jahre): 
8
Spieldauer (Minuten): 
45
Jahrgang: 
2008
Spielkategorisierung
Spielethema: 
Spielegattung: 
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