Big Money

Lass die Würfel fliegen & schnapp dir den Zaster

eine Spielerezension von Martin B Wagner - 16.02.2020
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Big Money - Ausschnitt - Foto von Ravensburger
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Lesezeit: ca. 4 Minuten

Geld spielt seit ungefähr 2000 v. Chr. eine große Rolle in der Wirtschaft. In der Frühform wurden Muscheln als Geld akzeptiert, später war es Edelmetall, dann geprägte Münzen und Scheine und nun immaterielles und elektronisches Geld. Egal in welcher Form Geld vorhanden war und ist, schlussendlich ging und geht es fast allen Menschen nur darum, sehr viel davon in irgendeiner Form zu haben. Dieses Prinzip findet sich in vielen Gesellschaftsspielen wieder und durch einige dieser Spiele sind schon Freundschaften zerbrochen.

Ob das bei Big Money von Ravensburger auch der Fall sein wird, kann nur die Zukunft zeigen. Auf alle Fälle dreht sich auch hier alles um Geld. Um das große Geld, um genau zu sein, denn mit Millionen und Milliarden findet sich hier keiner ab, hier geht es um Zillionen – eine riesengroße aber unbestimmte Menge. Das Brettspiel ist übrigens aktuell im Handel für Preise ab ca. 16,29 Euro zu haben.

Big Money: Spielmaterial und Aufbau

Big Money kommt in einer sehr großen Box daher, die doch sehr deutlich an einen Geldschein oder an ein Bündel Geldscheine erinnert. Wahrscheinlich deshalb die Größe der Box, der Inhalt ist nämlich dann doch etwas übersichtlich: ein Spielplan, ein Würfelbecher, sechs Würfel, 47 Karten und 120 Geldscheine in den Werten 1, 5 und 10 Zillionen. Die 47 Karten sind in zwei Arten aufgeteilt, Aktienkarten (Aktien (im Wert von 5 bis 15 Zillionen) und Aktienurkunden (mit einmaligen Auszahlungen zwischen 60z und 100z)) und Börsennews-Karten.

Der Spielplan zeigt zwei Tabellen, eine für die Würfelwertung und eine für einen Branchenbonus. Daneben sind zwei Felder, eines für die Aktienkarten, eines für die Börsennews-Karten. Unten sind vier Felder für den Markt. Auf fünf der sechs Würfel sind Zahlen (1 bis 6), auf einem Würfel sechs Symbole, die Symbolen auf den Aktienkarten und dem Symbol der Börsennews entsprechen. Gleich vorweg: Rein haptisch und optisch kann das Spiel überzeugen. Die Aktienkarten sind wirklich toll illustriert und auch der Spielplan ist ansprechend.

Zu Beginn des Spiels erhält jeder der zwei bis fünf Spieler eine Startaktie einer Farbe/Branche, von Sport, über Unterhaltung, Essen, Technologie bis Reisen. Geld bleibt erst einmal außen vor. Die anderen Karten werden gemischt und auf den Spielplan gelegt. Von den Aktienkarten werden vier auf den Markt gelegt.

Schnappt euch den Zaster

Der jüngste Spieler darf dann als erster sein Glück versuchen. Er würfelt die sechs Würfel und direkt nach dem Wurf dreht sich alles ums Geld. Bevor die fünf Zahlenwürfel von Bedeutung sind, erhalten die Spieler, die Aktien der auf dem Branchenwürfel sichtbaren Branchen haben, Geld durch die Aktie(n) inklusive Bonus, wenn man mehrere Aktien einer Branche besitzt. In der ersten Runde besitzt jeder Spieler nur eine Aktie und auch jeder Spieler nur Aktien einer anderen Branche. Ändern kann man das nur durch den Kauf neuer Aktienkarten. Das Geld dazu bekommt man entweder durch den Branchenwürfel oder durch die fünf Zahlenwürfel, denen wir uns nun zuwenden.

Hier kommt ein bekanntes Spiel zum Zug: Kniffel. In Kniffelmanier geht es darum, in maximal drei Würfen so viele gleiche Zahlen wie möglich oder zumindest Paare, eine Straße oder ein Full House mit den Zahlenwürfeln zu erwürfeln. Auf der Tabelle kann man dann sehen, wie viele Zillionen man bekommt (zwischen 5z und 30z). Am Ende der eigenen Runde, also nach dem Würfeln und der Einnahme des Geldes, kann man eine Karte vom Markt erwerben, also investieren.

Um das Glück noch weiter zu strapazieren, kommt die Börsennews-Karte ins Spiel, die die Spieler entweder zur Zahlung von hohen Beträgen oder der Ablage einer Aktienkarte zwingt. Das kann schon teuer werden und genau hier wird der Unterschied gemacht. Die Partie endet, wenn die Bank leer ist. Anschließend wird gezählt und der Spieler mit dem meisten Geld gewinnt bei Big Money.

Lohnt sich das Brettspiel?

Big Money - Aufbau - Foto von Ravensburger

Big Money ist ein kurzweiliges Spiel. Ja, zu Beginn hat man das Gefühl, dass das Geld viel zu lange ausreichen wird. Aber gegen Ende, nach 35-40 Minuten, nehmen die Stapel dann doch rasant ab. Schon erwähnt hatte ich die toll illustrierten Karten. Die Branchen und die passenden Investitionen kommen auf jeder Karte gut zur Geltung und es wird auch jeder angesprochen. Ein Sportfan kauft sich eben seinen Lieblingsverein und ein Musikfan sein eigenes Festival. Die zwei Würfelmechanismen sind gelungen und einfach zu verstehen. Kniffelfans können sich quasi über Kniffel 2.0 freuen. Natürlich spielt das Glück eine riesige Rolle, aber das ist bei Geldsachen auch im normalen Leben meistens der Fall. Die Box ist zwar für den Inhalt etwas zu groß, aber eben aufgrund des Aussehens, absolut passend. Kurz: Big Money ist kurzweilig und unterhaltsam, besitzt eingängig Regeln und ist toll illustriert.

Spieleinfo

Verlagsangaben
Verlag: 
Spielerzahl: 
2-5
Altersempfehlung (ab bzw. von/bis Jahre): 
8
Spieldauer (Minuten): 
30-45
Jahrgang: 
2019
Spielkategorisierung
Fotos
Big Money - Aufbau - Foto von Ravensburger
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