Außergerichtliche Möglichkeiten zum Schutz des Urheberrechts von Spielregelwerken

Eine Artikelserie in vier Teilen

ein Spiele-Artikel von Günter Cornett - 11.11.2013
Günter Cornett, Spieleautor und Autor dieses Artikels
Lesezeit: ca. 2 Minuten

Inhalt dieser Serie

Teil 0: Einleitung
Teil 1: Warum außergerichtlich?
Teil 2: 12 Sätze zum Urheberrecht von Spielen
Teil 3: Einrichtung einer 'Schiedsstelle' zur einvernehmlichen Klärung
Teil 4: Außergerichtliche Maßnahmen gegen Plagiate:

  • Das Original im betroffenen Land verfügbar machen.
  • Den Sachverhalt öffentlich machen, ohne sich selbst ins Unrecht zu setzen.  (Verlage, Handel, Autoren, Journalisten, Blogger, Spieler, ...)

Schutz des Urheberrechts - warum dieser Text?

Zwei Jahre kämpfte ich gegen das Plagiat eines großen russischen Verlages, der das Spiel Hey! That's my fish! von Alvydas Jakeliunas und mir nach Auslaufen der regulären Lizenz unter demselben Titel, aber einem anderen Autorennamen mit einer spieltechnisch marginalen Regeländerung auf den Markt gebracht hatte.

Letztlich verschwand das Plagiat vom Markt, jedoch erhielt der Verlag eine reguläre Lizenz. Bis dahin war es ein weiter Weg, der dank breiter Unterstützung sowohl durch russische Blogger und deutsche Verlage als auch Shops und Spieler in aller Welt zu dem gerade noch akzeptablen Ergebnis führte.

Berichten zufolge werden in Argentinien seit einiger Zeit mehrere erfolgreiche Spiele plagiiert. Gerade habe ich auch die Grafik der argentinischen Schachtel von Hey! That's my fish! zugeschickt bekommen, auf der das Logo des Hauptlizenzinhabers fehlt.

Obwohl in Argentinien sehr scharfe Urheberrechtsgesetze gelten (einigen Blogs zufolge schärfere als hierzulande), scheint das weder für deutsche Spieleverlage noch für die Spieleautorenzunft ein relevantes Thema zu sein. Ich hoffe der Text trägt dazu bei, eine Änderung herbeizuführen.