Ka-Boom

eine Spielerezension von Claudia Grothe - 03.09.2014
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Spiel Ka-Boom - Foto von Huch and friends
Lesezeit: ca. 3 Minuten

Was gibt es schöneres, als mit Bauklötzen einen Turm zu bauen? Richtig! Einen Turm kaputtzumachen. Besonders dann, wenn jemand anderes ihn gebaut hat. Die kleinen bunten Holzklötzchen sind aus den Kinderzimmern nicht weg zu denken und längst haben sie es in die Brettspielwelt geschafft. Ob Jenga oder Make'n'Brake, die kleinen Steinchen sorgen für viel Spaß und Spannung und auch Ka-Boom (Huch and friends) nutzt diesen Charme.

Wie wird Ka-Boom gespielt

Bei Ka-Boom gibt es sechzehn Turmbausteine, je zwei gleicher Form und Farbe. Vierundzwanzig Turmbaukärtchen zeigen, wie die fertigen Türme aussehen sollen und wieviele Punkte man für deren Errichtung bekommt. Die ganz große Karte, deren Turm aus allen Steinen besteht, bringt am Ende sechzehn Punkte. Sie kommt in die Tischmitte. Die kleineren Kärtchen werden darum verteilt. Sie bringen je nach der Anzahl der verbauten Steine drei bis sieben Punkte. Um die Kärtchen und damit die Punkte zu erhalten, muss man diese Türme nachbauen. Doch dass ist gar nicht so einfach. Nicht nur, dass der Sand der kleinen Eieruhr unaufhaltsam davon rieselt, nein, die Mitspieler werden auch noch zu Saboteuren. Sie schießen mit Hilfe kleiner Katapulte Würfel auf die Türme, um sie zum Einsturz zu bringen. Und zu allem Überfluss dürfen Felder, auf denen die fiesen, kleinen Würfel liegen bleiben, nicht mehr bebaut werden. Hat man es dennoch geschafft, dass nach Ablauf der Zeit ein oder sogar mehrere Türme stehen, bekommt man die entsprechenden Kärtchen. Anschließend darf der nächste Baumeister sein Glück versuchen. Wer zuerst sechszehn Punkte erbaut hat, gewinnt das Spiel.

Wie gut ist das Geschicklichkeitsspiel Ka-Boom?

Ka-Boom ist ein ziemlich rasantes Spiel. Zwanzig Sekunden sind nicht viel Zeit, da heißt es bauen was das Zeug hält und sich nicht von den anfliegenden Würfeln entmutigen lassen. Es ist zwar ärgerlich, wenn ein Turm nach dem anderen fällt, aber dafür darf man die Türme der Mitspieler genau so attackieren. Und gerade dieses Aufbauen und Abschießen macht das Spiel so toll. Hier spielen alle miteinander. Man muss nicht, wie bei den meisten anderen Spielen, gelangweilt zuschauen und warten, bis man endlich selbst an der Reihe ist. Einen kleinen Kritikpunkt gibt es dafür, dass man die Türme auf der entsprechenden Karte bauen muss. Versucht man einen teilweise zerstörten Turm wieder aufzubauen, blockieren die unteren Steine meist die Sicht, sodass man sie umherschieben muss, um zu sehen welche Steine noch fehlen.

Ein schönes Spiel für geschickte, flinke Turmbauer und durchaus auch eine Herausforderung für deren Eltern. Für Kinder, die es lieber ruhig angehen und sich schnell entmutigen lassen, ist Ka-Boom allerdings nicht unbedingt ein geeignetes Spiel.

Video: 

Spieleinfo

Verlagsangaben
Spieletitel: 
Verlag: 
Spielerzahl: 
2-5
Altersempfehlung (ab bzw. von/bis Jahre): 
6-99
Spieldauer (Minuten): 
30
Jahrgang: 
2013
Spielkategorisierung
Spielethema: 
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