Krass Kariert

eine Spielerezension von Petra Tischer - 06.12.2018
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Kartenspiel Krass Kariert - Foto von Amigo Spiele
Lesezeit: ca. 3 Minuten

Worum geht es beim Kartenspiel Krass Kariert von Katja Stremmel (Amigo Spiele)? In Krass Kariert geht es nicht darum zu gewinnen, sondern darum nicht zu verlieren. Das ist schon einmal ein interessantes Prinzip, was es so in Spielen nicht häufig gibt. Krass Kariert ist ein Kartenspiel, was in einer kleinen, schmalen Schachtel daherkommt. Es besteht aus 48 Zahlenkarten von eins bis zwölf, sechs Sonderkarten und 15 Chips. Zuerst bekommt jeder Spieler drei Chips, mit denen die drei Leben, die jeder anfangs hat, dargestellt werden. Dann werden an alle jeweils zehn Handkarten und zwei weitere offen vor jedem Spieler ausgelegt und schon kann es losgehen.

Wie funktioniert Krass Kariert?

Das Besondere an Krass Kariert ist, dass die Handkarten so aufgenommen werden müssen, wie man sie bekommt, ohne dass die Reihenfolge verändert werden darf. Wer zuerst seine Karten losgeworden ist, ist aus der laufenden Runde ausgeschieden und der letzte, der noch Karten auf der Hand hat oder nicht mehr überbieten kann, muss ein Leben abgeben. Sind alle Leben weg und der Spieler müsste noch ein weiteres Leben abgeben, hat er das Spiel verloren.

Es dürfen stets nur nebeneinander einsortierte oder aber auch nur eine einzelne Karte gespielt werden. Folgende Kartenkombinationen in aufsteigender Wertigkeit stehen zur Verfügung: ein Solo (eine Einzelkarte), eine 2er- oder 3er Straße (zwei wertmäßig aufeinander folgende Karten), ein Paar (zwei gleiche Kartenwerte) und ein Drilling (drei gleiche Kartenwerte).

Der Startspieler spielt also eine der möglichen Kartenkombinationen aus und der nächste im Uhrzeigersinn muss den Wert der ausgespielten Kombination überbieten. Kann er dies, ist der nächste im Uhrzeigersinn an der Reihe und muss wiederum die zuletzt gespielte Kombination überbieten. Kann ein Spieler nicht überbieten, nimmt er eine der beiden offen vor sich ausliegenden Karten auf die Hand und darf diese an beliebiger Stelle in seine Handkarten einsortieren. Den Stich bekommt der höchstbietende Spieler vor ihm. Derjenige, der in der letzten Runde den Stich gewonnen hat, beginnt die nächste Runde mit einer Kartenkombination und dann muss wieder reihum überboten werden.

Kann ein Spieler nicht mehr überbieten und hat auch keine offene Karte mehr vor sich liegen, muss er einen seiner Chips abgeben. Hat er keine Chips mehr und müsste wieder einen abgeben, ist das Spiel vorbei und er hat verloren. Eine Runde geht immer so lange, bis nur noch ein Spieler Karten auf der Hand hat oder nicht mehr überbieten kann und keine offene Karte mehr vor sich liegen hat.

Das ohnehin schon interessante Spielprinzip von Krass Kariert wird durch drei verschieden Sonderkarten noch abgerundet. Es gibt mit der X-Karte einen Joker, der jede beliebige Zahl ersetzen kann, eine Stop-Karte, mit der man sofort den Stich gewinnt und eine Nachziehkarte, die alle vorherigen Karten überbietet, den nachfolgenden Spieler zwingt, die vorherige Kombination zu überbieten und schließlich dem Stichgewinner das Ziehen von drei Strafkarten beschert.

Für wen ist Krass Kariert geeignet?

Uns hat Krass Kariert sehr gut gefallen. Es ist ein spannendes Stichspiel, was nicht viel Platz auf dem Tisch und auch nicht in der Tasche braucht. Man kann es daher überall mit hinnehmen und auch in der Kneipe oder im Zug spontan auf den Tisch bringen. Es bleibt bis zum Ende spannend, da sich durch das Ausspielen von Karten zwischen anderen Karten immer wieder neue Kombinationsmöglichkeiten ergeben. Gespielt wurde es zu dritt und zu viert, wobei es uns in beiden Spieleranzahlen gleich gut gefallen hat: einfach sehr gut! Klare Kaufempfehlung für Erwachsene und Kinder ab ca. neun Jahren oder etwas jünger, dann aber noch mit Unterstützung.

Video: 

Spieleinfo

Verlagsangaben
Spieletitel: 
Verlag: 
Spieleautor: 
Spielerzahl: 
3-5
Altersempfehlung (ab bzw. von/bis Jahre): 
10
Spieldauer (Minuten): 
30
Jahrgang: 
2018
Spielkategorisierung
Auszeichnungen: 
Spielethema: 
Spielegattung: 
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