Startups

Die Zukunft gehört Dir

eine Spielerezension von Nicole Landgraf - 24.10.2018
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Startups - Foto von Oink Games
Lesezeit: ca. 3 Minuten

Wer sich schon immer mal Firmenanteile sichern und dabei sein strategisches Denken einbringen wollte, ist bei Startups, einem Kartenspiel von Jun Sasaki (Oink Games) für drei bis sieben Spieler, genau richtig. Die Größe des Kartenspiels ist sehr ansprechend, da die kleine handliche Schachtel in jede Tasche passt. Die Karten sind schön gestaltet und fühlen sich gut in der Hand an. Die in der Packung enthaltenen Chips (Anti-Monopol-Chips,Kapital-Chips und Punkte-Chips) lockern das Kartenspiel auf.

Wie wird Startups gespielt?

Die Spielanleitung ist leicht verständlich. Da die Schrift aber so winzig ist, dass ich sie kaum entziffern kann, gibt es hierfür einen großen Abzug. Ziel des Spiels ist es, die meisten Firmenkarten eines oder mehrerer Unternehmen zu sammeln. Um möglichst viele Anteile einer oder mehrerer Firmen zu bekommen, lässt sich das Spiel grob in zwei Schritte gliedern:

  1. Karte aufnehmen (vom Stapel oder aus dem Marktbereich).

  2. Karte ablegen (vor mich oder in den Marktbereich).

Klingt einfach, ist es aber nicht, denn viele Eventualitäten sind zu bedenken. Da am Anfang des Spiels noch keine Karten im Marktbereich liegen, darf ich mir einfach eine Karte vom Stapel nehmen. Im weiteren Spielverlauf jedoch liegen immer wieder Karten im Marktbereich aus, sollte ich von diesen keinen Anti-Monopol-Chip besitzen, muss ich jede Karte, die im Marktbereich liegt, bezahlen. Da ich nur zehn Kapitalchips besitze, wird dieses Vorgehen schnell teuer. Und so bleibt mir nichts anderes übrig als irgendwann eine Karte aus dem Marktbereich aufzunehmen und mir so die darauf liegenden Kapital-Chips zu sichern, denn das ist die einzige Möglichkeit wieder an Geld zu kommen.

Lege ich als erstes eine Karte eines Unternehmens in meinen Bereich aus, sichere ich mir vorerst den Anti-Monopol-Chip. Dieser hat eine positive, wie auch negative Konsequenz. Bin ich wieder an der Reihe und möchte eine Karte vom Stapel ziehen, muss ich Karten meiner Firma im Marktbereich nicht bezahlen, allerdings darf ich diese auch nicht aus dem Marktbereich aufnehmen. So wird es auch schwieriger, die Mehrheit der Anteile zu erhalten. Und so kann es im Laufe des Spiels vorkommen, dass der Anti-Monopol-Chip von mir zum nächsten Spieler wandert, weil der schneller mehr Anteile eines Unternehmens ausliegen hat.

Nun beginnt das Wetteifern um die meisten Anteile eines Unternehmens, wobei ich die Auswahl zwischen fünf Unternehmen habe. Angefangen bei Giraffe-Beer, welches fünfmal im Spiel vorhanden ist, bis hin zu EMT(ElephantMarsTravel), dass zehnmal vorhanden ist, ist es mehr oder weniger schwierig, die meisten Anteile zu erhalten. Sicherheit können mir meine drei verdeckten Handkarten geben. Habe ich also gerade eine Giraffe-Beer-Karte gezogen, und noch zwei von ihnen auf der Hand, besitze ich ja schon die Mehrheit, da diese nur fünf Mal im Spiel vorkommen. Lege ich nun nur eine Karte davon vor mich ab, wissen meine Mitspieler nicht, dass ich noch zwei Anteile besitze und versuchen (hoffentlich) noch die Mehrheit von Giraffe-Beer zu bekommen, wenn das der Fall ist, bekomme ich bei der Punkteauswertung so viele Kapital-Chips von den Mitspielern ausgezahlt, wie sie Anteile der Firma besitzen, aber natürlich nur wenn ich die meisten Anteilskarten eines Unternehmens besitze.

Lohnt sich das Kartenspiel Startups?

Das Spiel machte bei mir und meinen Mitspielern auf jeden Fall Lust auf weitere Runden, da es Freude macht bei der Punkteauswertung, noch ein, zwei oder drei Anteil(e) aus den Handkarten zu zaubern und sich so die Mehrheit zu sichern. Genauso ärgerlich ist es aber, während des Spielverlaufs zu merken, dass ich die Mehrheit rein rechnerisch nicht mehr hinbekomme ... Also Karten gemischt und auf ein neues Wetteifern um die Firmenanteile!

Spieleinfo

Verlagsangaben
Verlag: 
Spieleautor: 
Spielerzahl: 
3-7
Altersempfehlung (ab bzw. von/bis Jahre): 
10
Spieldauer (Minuten): 
20
Jahrgang: 
2017
Spielkategorisierung
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