Peloponnes Card Game

eine Spielerezension von Olaf Bormann - 26.01.2016
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Peloponnes Card Game - Foto von Irongames

Mit dem Peloponnes Card Game führt uns Bernd Eisenstein in die Welt der antiken griechischen Stadtstaaten. Jeder Mitspieler stellt einen von diesen dar. Ihre jeweilige Bevölkerung schwankt anfangs zwischen einer und fünf Einheiten, sowie der Grundproduktion von Holz, Stein, Getreide und Luxusgütern. Mit Münzkarten hat jeder die Gelegenheit in den acht Spielrunden Landschaften oder Gebäude zu ersteigern. Letztere müssen obendrein nach Vorgabe noch mit Holz und Stein erbaut werden. Das Wachstum der genannten vier Grundgüter ist wichtig. Ebenso die Bevölkerung, welche für die Münzkarten der nächsten Versteigerungen sorgt. Dreimal im Spiel muss mit dem Getreide die eigene Bevölkerung versorgt werden.

So funktioniert Peloponnes Card Game

Fünf Damoklesschwerter baumeln über den Spielern. Diese Katastrophen wie Pest oder Dürre usw. treten nicht unbedingt alle im Spiel ein. Ihr Voranschreiten ist genau zu beobachten und doch kann sich keiner gegen alle wappnen und muss mit dem Verlust von Erträgen leben. Am Ende wertet jeder seine Bevölkerungs- und Machtpunkte, wobei nur der jeweils geringere zum Vergleich mit den Mitspielern heran gezogen wird.

Setzte ich rasch auf Stein und Holz, um Gebäude sicher bauen zu können und obendrein mit den Überschüssen noch Joker-Luxusgüter zu sammeln? Oder will ich viel Bevölkerung, die mir Münzen und somit eine große Auswahl bei der nächsten Versteigerung ermöglichen? Aber dann ist auch viel Getreide nötig und die nächste Katastrophe lugt schon um die Ecke ... Die Verzahnungen der Mechanismen sind fesselnd, ständig sind alle am pockern, welches wohl das kleinere Übel sei ...

Wie gut ist Peloponnes Card Game

Das Material und die Ausstattung sind einwandfrei und optisch gelungen. Einzig fehlt in der Regel eine gesonderte Erklärung der Sonderfunktionen mancher Karten. Gerade in der ersten Partie wäre so ein langes Suchen und Deuten zu sparen.

Im Spiel zu zweit kann die Schere beim ungünstigen Verlauf rasch auseinander gehen. Ohne Zweifel ist es sehr frustrierend, wenn Gebäude und Landschaften verloren gehen. Und ja, es kommt vor, dass ich dagegen aber auch gar nichts machen konnte, da die nötigen Karten noch nicht einmal aufgetaucht sind, um die jeweiligen Katastrophen abzuwenden. Wo ist da meine Einflussmöglichkeit? Das mag vom Autor mutig sein, den Spielern das zuzumuten. Aber es sind zwei Aspekte, die trotzdem dafür sprechen. Zum einen ist das Peloponnes Card Game ein sehr zügiges Spiel. Zu zweit dauert eine Partie keine zwanzig Minuten, da ist eine verlorene Runde auch schnell wieder vorbei. Zum anderen ist es nicht immer so. Oft genug sprangen meine Mitspieler und ich den Naturgewalten knapp von der Schippe. Ganz überwiegend waren die Ergebnisse knapp und differierten nur um zwei, drei Punkte zum nächsten Spieler. 

Das Peloponnes Card Game spielt sich flott und hat einen packenden Spannungsbogen. Ideal spielt es sich mit drei oder vier Mitspielern. Zu fünft kann es zu lange dauern. Das Brettspiel Peloponnes  kenne ich nicht, kann also somit keinen direkten Vergleich anstellen.

Spieleinfo

Verlagsangaben
Spieletitel: 
Verlag: 
Spieleautor: 
Spielerzahl: 
2-5
Altersempfehlung (ab bzw. von/bis Jahre): 
10
Spieldauer (Minuten): 
20-60
Jahrgang: 
2015
Spielkategorisierung
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