Animalia

eine Spielerezension von Johannes Halbig - 31.07.2007
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Falls Sie zu den Zeitgenossen gehören, die für ihr geliebtes Haustier immer noch keine Versicherung abgeschlossen haben, so wäre jetzt eine gute Möglichkeit, dies bei der Schweizer Versicherung „animalia“ zu tun. Falls sie auch noch eingefleischter Spieler sind, lohnt sich das doppelt, denn sie bekämen als Mitglied dieser Versicherung einen Preisnachlass auf das gleichnamige Spiel „animalia“.

Wie der Name schon andeutet, geht es bei diesem Spiel um Tiere. Die Spieler schlüpfen in die Rolle von Tierzüchtern, die versuchen auf Wettbewerben die schönsten Tiere zu präsentieren. Es gibt fünf Tierfamilien, die jeweils aus sieben Mitgliedern bestehen (da gibt es zum Beispiel den Champion, den Schönen, den Niedlichen, den Spaßvogel, aber auch den Schmutzfink, den Dieb und den Spion).

Nachdem alle Karten gemischt sind, zieht der Spieler am Zug ist eine Karte vom Stapel und legt sie offen vor sich ab. Der Spieler kann die Karte nun entweder behalten oder sie weitergeben. Im ersten Fall ist sein Zug beendet. Im zweiten Fall wandert die Karte zum linken Nachbarn, der nun vor derselben Entscheidungsmöglichkeit steht. Nimmt ein Mitspieler die Karte, ist der Zug ebenfalls beendet. Wandert die Karte allerdings wieder bis zum Spieler am Zug, so deckt dieser eine weitere Karte auf. Nun wird mit diesen beiden Karten genauso verfahren. Machen auch diese beiden Karten eine vollständige Runde, so deckt der Spieler noch eine dritte Karte auf. Machen auch diese drei Karten ein vollständige Runde, so muss der Spieler am Zug die Karten in seine Sammlung aufnehmen. Nun kommt der nächste Spieler an die Reihe.

Eine Sammlung darf nicht größer als fünf Karten werden. Hat jeder Spieler fünf Karten vor sich liegen, endet die Runde und der Schönheitspreis wird vergeben. Hierzu addiert jeder Spieler die Sternchen, die sich auf bestimmten Karten befinden (Achtung: Es gibt auch negative Sternchen). Der Spieler mit den meisten Schönheitspunkten erhält zwei Bonuskarten, der Spieler mit den zweitmeisten Schönheitspunkten eine Bonuskarte (mit den Bonuskarten kann man seine Sammlung aufwerten). Anschließend kommt es zur Vergabe der Medaillen. Für Paare, Drillinge, Vierlinge oder Fünflinge erhält man entsprechend viele Medaillen der jeweiligen Art. Für fünf verschiedene Tiere bekommt man eine Medaille für jedes Tier. Nach drei Runden endet das Spiel und die Medaillen werden ausgewertet. Jeder zählt dazu seine Medaillen zusammen. Für fünf gleiche Medaillen gibt es fünf Extrapunkte. Der Spieler mit den meisten Punkten ist Meisterzüchter.

Animalia ist ein Kartenspiel, das schnell erklärt ist und ebenso schnell gespielt. Es ist familientauglich und die Frage: "Nehme ich die Karte oder nicht und welche Karte wird vielleicht noch dazu aufgedeckt", sorgt immer wieder für Spannung im Spiel. Ein nettes Spiel, das bei uns zwischendurch immer wieder mal gerne hervorgeholt wird.

Die großen Karten mit der wunderschönen Grafik stießen in unseren verschiedenen Spielerunden stets auf Begeisterung. Ein bisschen schade, dass die Spieleautoren nur mit der Lupe auf der Rückseite der Schachtel zu entdecken sind.

Spieleinfo

Verlagsangaben
Verlag: 
Spielerzahl: 
2 - 6
Altersempfehlung (ab bzw. von/bis Jahre): 
7
Spieldauer (Minuten): 
20
Jahrgang: 
2006
Spielkategorisierung
Spielethema: 
Spielegattung: 
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