Baobab

eine Spielerezension von Alice Riemer - 01.09.2012
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Baobab von Piatnik
Lesezeit: ca. 3 Minuten

Baobab ist ein Geschicklichkeitsspiel auf einem Baum, eben dem Baobab. Für alle, die nicht wissen was ein Baobab ist, ein Baobab wird auch als afrikanischer Affenbrotbaum bezeichnet. Der Baobab hat einen extrem dicken, relativ kurzen Stamm und sein Astwerk ähnelt im unbelaubten Zustand eher dem Wuzelwerk eines Baumes, so als sei er falsch herum in den Boden gepflanzt.

Das Spiel ist schnell erklärt. Im Spielkarton befinden 110 Spielkarten und ein Baobab aus Pappe, der zusammengesetzt werden muss. Alle Spielkarten werden gleichmäßig auf die Anzahl der Spieler verteilt. Ziel des Spiels ist es, seine eigenen Karten als erster auf dem Baobab abzulegen, ohne bereits liegende Karten vom Baum zu stoßen. Ist ein Spieler an der Reihe, zieht er zunächst drei Karten von seinem verdeckten Stapel und kann entscheiden ober er eine, zwei oder drei seiner gezogenen Karten in beliebiger Reihenfolge ausspielt. Es gibt neun verschiedene Abbildungen auf den Karten, die alle unterschiedliche Bedeutungen haben. Legt ein Spieler zum Beispiel eine Bienenkarte ab, darf auf diese Karte, weil Bienen stechen, keine andere Karte mehr abgelget werden außer eine Karte mit einer Blüte oder einem Ast. Möchte ein Spieler eine Fledermaus ablegen, muss er versuchen, seine Feldermaus blind auf dem Baobab abzulegen. Des Weiteren gibt es noch Karten, die einen dazu zwingen, die Karte zwischen zwei bereits liegende Karte zu schieben oder aus einer Höhe von ca. 10 Zentimetern fallen zu lassen oder wie eine Frisbee auf den Stapel zu werfen. Fallen bei dem Versuch, eine Karte abzulegen, Karten herunter, muss der Spieler diese zu sich nehmen und sie auf einem zusätzlichen Stapel bis zum Spielende sammeln. Sobald ein Spieler seine letzte Karte abgelegt hat, ist das Spiel beendet. Alle Spieler zählen nun die Karten, die sie noch nicht ablegen konnten und die, die vom Stapel heruntergefallen sind. Wer in der Summe die wenigsten Karten hat, gewinnt das Spiel.

Nachdem man weiß, welche Bedeutungen die einzelnen Karten haben, lässt sich das Spiel relativ zügig spielen und wird dann auch interessanter. Es sollte auf keinen Fall im Freien oder auf unebenen Untergründen gespielt werden, da die Karten dann entweder weggeweht werden oder einfach herunterrutschen und dies schnell Ärger bereiten kann. Der Kartenumfang, den jeder Spieler vor sich liegen hat, schreckt anfänglich schon ein wenig ab, aber nur durch die recht große Anzahl von Karten wird der Baobab zum Geschicklichkeitsspiel. Zum Beispiel wenn Karten in den Stapel hineingeschoben werden müssen und der gesamte Stapel droht mitzurutschen. Bedauerlicherweise geht aus der Spielanleitung nicht deutlich hervor, was mit den Karten geschieht, die bei einem Zug nicht ausgespielt werden möchten. Am Sinnvollsten scheint es, wenn diese Karte wieder zurück in den verdeckten Stapel gesteckt werden und in einer späteren Runde erneut zur Verfügung stehen.

Spieleinfo

Verlagsangaben
Spieletitel: 
Verlag: 
Spieleautor: 
Spielerzahl: 
2 - 4
Altersempfehlung (ab bzw. von/bis Jahre): 
6
Spieldauer (Minuten): 
2 - 4
Jahrgang: 
2012
Spielkategorisierung
Spielethema: 
Spielegattung: 
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