Die Stadt der Spinnenkönigin

ein Spiele-Artikel von Cornelia Simon - 31.10.2004
Dungeons & Dragons: Die Stadt der Spinnenkönigin - Foto von Amigo Spiele
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Es gibt Abenteuerbände, die versprechen kurzen, schmerzlosen Prozess. Und es gibt Abenteuer, die sind selbst mit mehreren Spielabenden noch nicht wirklich bestanden. Die Stadt der Spinnenkönigin ist ganz klar ein Kampagnenband, der eine längere Spieldauer benötigt.

Geradezu auf epische Länge ist die Story angelegt. Das erkennt man allein an der Tatsache, dass hier Charaktere etwa der zehnten Stufe notwendig sind, um den Einstieg ins Reich der Dunkelelfen zu wagen. Am Ende der Geschichte sollten Überlebende etwa die 18. Stufe erreicht haben. Doch der Weg ist wahrhaft lang, sowohl räumlich für die Charaktere als auch zeitlich für die Spieler. Und wenn der Spieleiter alle möglichen Anknüpfungspunkte einbindet, kann es leicht zu einem wochenlangen Spielvergnügen werden.

Es geht in die Unterwelt. Die Drow und ihre Lebensweise werden die Spieler dabei ebenso erforschen könne, wie allerlei unerwünschte Gegner. Es ist kein leichtes Abenteuer, schon gar nicht für den Spielleiter. Da die Charaktere unter Zeitdruck sind, muss der Leiter ständig die Zeittafel im Auge behalten. Selbstverständlich sind Rast- und Regenerationszeiten ebenso Luxus wie ein auf Vordermannbringen der Ausrüstung. Die Charaktere werden sich wahrlich durchkämpfen müssen. Am Ende wartet dafür ein Showdown, wie er sich gehört.

Die Stadt der Spinnenkönigin ist schwer verdaulich. Einerseits muss der Spielleiter eine Menge Arbeit investieren, andererseits müssen sich die Spieler auf das Wesentliche beschränken und schnell zum Ende vorankommen, um "Sieger" aus der gefährlichen Herausforderung vorzugehen. Die vielen Ideen für Anschlussszenarios versprechen einen langen Spielspaß, sodass auch nach dem Schlusskapitel die Geschichte nicht zu Ende sein muss. Ein guter Hardcover-Band mit 170 Seiten.

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