Mehr oder weniger

Ein (ver)zählbares Kar(s)tenspiel

eine Spielerezension von Mareike Schöbel - 26.04.2009
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Mehr oder weniger? von Reich der Spiele
Lesezeit: ca. 2 Minuten

Was einem beim Öffnen der Schachtel entgegen kommt, ist nicht etwa der neue Psychotest von Freud, auch wenn es schwer daran erinnert, sondern ein turbulentes Kartenspiel, rund um Farben, Formen und Zahlen …

Vor Spielbeginn werden die 14 Zahlenkarten kreuz und quer auf der Tischmitte verteilt. Zu sehen ist die Kartenseite mit jeweils drei Zahlen. Im Spiel gibt es noch zwei Kartenarten, die Motiv und die Suchkarten. Diese werden zusammengemischt. Die obersten vier Karten werden verdeckt ausgelegt und bilden den Ablagestapel. Mit den restlichen Karten werden vier Stapel gebildet, die auf die Spieler aufgeteilt werden. Dabei kann es vorkommen, dass Spieler zwei Stapel haben oder bei mehr als vier Spielern, einer keinen erhält.

Auf Kommando dreht jetzt jeder seine oberste Karte um und legt sie offen aus. Jeder Spieler zählt gleichzeitig alle Symbole und/oder Farben, die von den Suchkarten vorgegeben werden. Nun kommen die Zahlenkarten ins Spiel. Der Spieler, der ein Ergebnis hat nimmt sich sofort die passende Zahlenkarte. Die Runde endet, wenn jeder seine Zahlenkarte genommen hat. Es kommt zur Auswertung. Der Spieler mit der richtigen Zahlenkarte bekommt einen Siegpunkt (Karte vom Ablagestapel). Die Zahlenkarten werden zur nächsten Runde wieder in die Mitte gelegt. Die Suchkarten auf den Ablagestapel und die Motivkarten bleiben offen liegen. Allerdings dürfen nicht mehr als sieben Motivkarten offen liegen. Sonst kommen auch sie in die Ablage. Die nächste Runde beginnt dann wieder mit dem Aufdecken. Sobald keine Karten mehr aufgedeckt werden können, endet das Spiel und der Gewinner ist, der Spieler mit den meisten Punkten.

Bei Mehr oder weniger geht es turbulent zu, denn es gilt, schneller zu sein als seine Mitspieler, und alle spielen ja gleichzeitig. Denn im Gegensatz zu dem bekannten Tutti Frutti, bei dem es auch darum geht, Karten zuzuordnen, muss man hier schon sehr genau hinschauen, was gesucht wird, da auf den Motivkarten mehrere verschiedene Symbole abgebildet sind, fast wie moderne Kunstwerke und die zum Teil ein Stück verdeckt übereinander liegen.  

Für Kinder ein anspruchsvolles Spiel, bei dem sie schon sicher rechnen können sollten. Zum Einstieg gibt es allerdings noch eine Variante für jüngere Kinder bei dem man die Zahlenkarte mit nur einer Zahl benutzt und im Zahlenraum bis zehn. Mehr oder weniger macht auch erst mit mehreren Spielern richtig Spaß. Dabei ist es kein Nachteil, wenn man keinen Kartenstapel erhält, weil man nicht erst noch mit Aufdecken beschäftigt ist. Insgesamt ein lockeres Spiel, das man schnell erlernt hat und sich flüssig spielen lässt. Allerdings durch seine grellen Farben und den Spielablauf mit dem Schauen und Rechnen nach einer Zeit recht anstrengend wird.


 

Spieleinfo

Verlagsangaben
Spieletitel: 
Verlag: 
Spieleautor: 
Grafik: 
Spielerzahl: 
2 - 8
Altersempfehlung (ab bzw. von/bis Jahre): 
8
Spieldauer (Minuten): 
15
Jahrgang: 
2008
Spielkategorisierung
Spielegattung: 
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