Capt´n Sharky: Abenteuer auf der Schatzinsel

eine Spielerezension von Frank Riemenschneider - 31.01.2008
  Spiel bewerten Spiel kaufen kommentieren
Capt´n Sharky: Abenteuer auf der Schatzinsel von Reich der Spiele

Aus der Spiegelburg zu Münster wurde eine neue Kinderzimmerplage entsandt, um das finanzielle Leben der Eltern schwer zu machen: „Das will ich aber haben!“ tönt es auf den Weltmeeren. Capt`n Sharky ist mit seiner Mannschaft auf Abenteuerreise! Ho, ho!

Das erste, was man nach dem öffnen des Deckels zu Gesicht bekommt, ist ein Piratenschiff zum Aufklappen. Da könnte man doch seine Playmobil- oder Schleichfiguren reinstellen und direkt mit spielen. In Gedanken schon auf hoher See ... - „Papa, kann ich jetzt auch mal sehen!?“

Es geht noch weiter. Cool, eine Schatztruhe aus Holz. Sie kann geöffnet werden. Darin ist eine Kugel, darauf sind Edelsteine und ein Totenkopf zu sehen. Aber das Genialste von allem ist das Katapult. Da fallen die glitzernden Edelsteine kaum ins Gewicht. Nanu, wo ist denn der Spielplan? Stattdessen müssen neun quadratische Inselteile in dreier Linien ausgelegt werden. Drumherum wird ein Strandrahmen gelegt.

Es gibt auf der Insel ganz viel zu entdecken. Da ein Schneemann, oder hier ein Gartenzwerg. Tiger oder Affen sind auch zu bestaunen – neben Nestern mit den Ostereiern. Wege durchziehen die Insel. Auf den Wegen sind braune Punkte zu sehen. Einige Punkte sind durch eine gestrichelte Linie mit einem roten X verbunden. Sie markieren eventuell zu hebende Schätze.

Jeder Spieler stellt seine Spielfigur auf ein Startfeld. Neben dem Spielplan sind dreizehn Hinweisplättchen verdeckt ausgelegt. Eine Spielrunde beginnt mit dem Aufdecken des Plättchens. Zu sehen ist ein Tier oder ein Gegenstand. Die Spieler suchen auf dem Plan. Wer als erstes den Finger auf das Gesuchte drückt und laut „Schatz in Sicht!“ ruft, darf anschließend bis zu sechs Punkte weit laufen, die anderen nur einen Schritt. Wer an einem Schatzplatz anhält, muss die Schatztruhe auf das X stellen. Ein im Spielplan verborgener Magnet, lässt die Kugel in der Truhe anzeigen ob man ein, zwei oder gar keine Edelsteine geborgen hat. Im Erfolgsfall wird ein sogenanntes Schatzplättchen als Zeichen dafür, das hier nichts mehr zu holen ist, auf das X gelegt.

Nach den dreizehn Runden ist aber nicht etwa Schluss. Jetzt endlich kommt das Katapult zum Einsatz. Erst wenn man seine „ausgebuddelten“ Steine via Luftfracht auf das Schiffsdeck geschossen hat, wird abgerechnet. Wer danach die meisten Edelsteine in seiner Farbe auf den Planken liegen hat, ist Sieger.

Gewöhnlich rufen einige Kinder nach einem Spiel von sich aus das magische „noch mal!“. Während andere Kinder dann eher reserviert und skeptisch reagieren. Bei Capt`n Sharky war es aber allerdings so, dass ein ganzer Sprechchor „noch mal!“ forderte. Dieses Spiel hat einfach einen ungeheuren Aufforderungscharakter. Die Spieler wissen: "Ich habe auch mit wenigen Edelsteinen noch eine Siegchance, wenn ich das Katapult richtig bediene". Deshalb bleiben alle konzentriert bei der Sache. Das hält den Spannungsbogen bis zum Schluss oben und motiviert die Kinder spielerisch, nicht aufzugeben. Kinder und Eltern können gut zusammen spielen und lässt sie zusammen eine kurzweilige Zeit erleben. Dazu kommt noch die wunderschöne Aufmachung und vor allem das Katapult. Es ist einfach ein Spiel zum Anfassen. Kurzum: Capt`n Sharky bietet alles, was man sich unter einem guten Kinderspiel vorstellt.
 

Spieleinfo

Verlagsangaben
Spieleautor: 
Spielerzahl: 
2 - 4
Altersempfehlung (ab bzw. von/bis Jahre): 
5
Spieldauer (Minuten): 
25
Jahrgang: 
2007
Spielkategorisierung
Spielefamilie: 
Spielethema: 
Spielegattung: 
Mehr zum Spiel
Brettspiele-Newsletter von Reich der Spiele abonnieren