Schildi Schildkröte

eine Spielerezension von Frank Riemenschneider - 31.10.2005
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Schildi Schildkröte von Reich der Spiele

Am Anfang war ein Massageball. Diesen kleinen Holzkugeln mit den Kullerfüßen begegnet man in allerlei Läden, deswegen erlebt man beim Aufmachen der Schachtel eine Art Aha-Erlebnis in bunt. Dazu liegt noch ein doppelseitiger Spielplan, Farbwürfelstab, Würfel, Tierkarten, Krötenball und fünf Spielvorschläge bei. So eingestimmt, muss der Umgang mit der Schildkröte erst einmal gelernt sein. Trainiert wird am besten auf einer glatten Fläche, die Finger einer Hand werden oben auf die Kugel gelegt und, je nach dem wie weit die Schildkröte rollen soll, langsam oder schnell „abgerollt“.

Auf dem Waldwiesenstadionplan wird es dann ernst. Es ist wie ein Schwimmstadion in Bahnen aufgeteilt. Eine Bahn wiederum ist in acht Felder unterteilt. Tierische Zuschauer haben ihre reservierten Plätze eingenommen. Die Zuschauer erfüllen nebenbei noch eine wichtige Rolle, die Elefanten zum Beispiel feuern bei "Schnell, Schildi, schnell" (Spiel 1) die dritte Feldreihe an. Diese gilt es, mit den Schildkröten möglichst genau zu erreichen, wenn die entsprechende Tierkarte aufgedeckt worden ist. Wem dies am besten gelingt, der darf die Karte zu sich nehmen. Wer nach neun Runden die meisten Karten hat, ist Sieger.

Wer auf den Geschmack gekommen ist, wird auch die anderen Spiele ausprobieren wollen. Beim "Schildkröten-Memo" (Spiel 2) werden die Tierkarten gemischt und nebeneinander auf den Tisch gelegt. Am Anfang herrscht natürlich der Zufall. Schildkröte wird gerollt und die Karte der entsprechenden Feldreihe wird gesucht. Wird daneben gegriffen, versuchen die Gegner, es in ihrem Spielzug es besser zu machen. Je mehr Karten aufgedeckt werden, um so mehr versuchen die Spieler genauer die entsprechende Reihe zu treffen. Bei Erfolg dürfen wieder Karten gesammelt werden.

Bei den nächsten Spielen wird nicht mehr gekullert, sondern es werden die Würfel (Stab oder Kuben) eingesetzt, um die Schildkröten zu versetzen. Bei der Variante "Hin und her Schildi" (Spiel 3) werden Tierkarten aufgedeckt. Der Würfel bestimmt die Zugweite. Gezogen wird aber immer nur in eine Richtung, also entweder hin oder her. Das Würfelglück bestimmt, wer zuerst seine drei Tierkarten zusammen hat.

Für den "Schildkrötenlauf" (Spiel 4) werden die vier Schildkröten zweifarbig umfrisiert. Der Stabwürfel gibt eine Farbe vor. Der Spieler darf sich einen farblich passenden Rennläufer (Füße oder Kugel) aussuchen und ihn um ein Feld weiterbewegen. Spannung bringt die Ungewissheit, wer welche Schildkröte ins Ziel bringen soll. Das wurde vor Spielbeginn geheim ausgelost.

Favorit der Kindergartenkids ist allerdings die andere Seite des Spielplanes. Das Schildkrötenstadion bietet Fußball! Zwei Schildkröten treten gegeneinander an. Ein Würfel gibt die Zahl der Kuller-Angriffsversuche vor, um ein Tor zu erzielen. Der Verteidiger stellt seine Schildkröte in den Weg und versucht so, Ball und Gegner zu blockieren. Mit der wachsenden Erfahrung werden die Fußballspiele immer spannender.

Schildi Schildkröte bietet jede Menge Abwechslung und Spielmaterial. Die Spiele leben alle vom gegenseitigen Wettbewerb und sprechen die Kinder aufgrund des Spielmaterials an. Es kann viel mit den Händen gemacht werden. Vorzugsweise wurde auf dem Boden gespielt. Wichtig für die Eltern: Wenn die Kinder mal nicht spielen, können die Schildkröten heimlich für eine Rückenmassage ausgeliehen werden.

Spieleinfo

Verlagsangaben
Verlag: 
Spieleautor: 
Spielerzahl: 
2 - 4
Altersempfehlung (ab bzw. von/bis Jahre): 
4
Spieldauer (Minuten): 
15
Jahrgang: 
2005
Spielkategorisierung
Auszeichnungen: 
Spielethema: 
Spielegattung: 
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