Das Schwarze Auge: Angroschs Kinder

ein Spiele-Artikel von Cornelia Simon - 31.05.2005
Das Schwarze Auge: Angroschs Kinder
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Obwohl sie zu vielen Spielrunden gehören, sind Zwerge bisher eher recht selten Hauptbestandteil eines offiziellen Abenteuers gewesen. Umso erfreulicher, dass mit diesem Ergänzungsband die Zwerge Aventuriens (oder eben Angroschs Kinder) eine eigene Spielhilfe bekommen. Und die beinhaltet neben wenig Schatten viel, viel Licht.

Um gleich zum Schatten zu kommen. Dem Hardcoverband liegt eine einzelne kleine schwarz-weiße Karte bei. Das hätte man sich sparen können, wäre doch eine Seite im Buch ebenso gut gewesen. Freunde Aventuriens werden eine übersichtlichere Vierfarbkarte schmerzlich vermissen.

Doch nun zum Licht. An den Spielleiter richtet sich ein ausführliches Kapitel zur Geschichte der Zwerge, das nicht nur lesenswert ist, sondern in der Form bisher nicht veröffentlicht war. Selbstverständlich gehört es zur Aufgabe des Buchs, die verschiedenen Zwergvölker zu unterscheiden und zu beschrieben. Und einige Persönlichkeiten werden in Form von Steckbriefen vorgestellt.

Sehr schön ist die Beschreibung der "typischen Zwergenfähigkeiten": Schmiedekunst, Bergbau, Baukunst, Bier und deftiges Essen sowie "Musik". Auch über die Köperpflege werden ein paar Sätze verloren, was die eine oder andere fast schon übliche Begebenheit vieler Heldengruppen in Erinnerung ruft, die ihre Zwerge vor dem Abenteuer erst mal ordentlich waschen ...

Angroschs Kinder ist ein sehr stimmungsvoller und liebevoll zusammengestellter Ergänzungsband. Wer sich über Zwerge informieren möchte, kommt hier voll auf seine Kosten. Aber eins wird bei der Lektüre auch klar: Trotz vieler Gemeinsamkeiten und Ähnlichkeiten sind Zwerge eben mehr als kleine Menschen.

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