Councils & Contracts

eine Spielerezension von Armando Schmidt - 04.05.2014
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Gesellschaftsspiel Councils & Contracts - Foto Mücke Spiele
Lesezeit: ca. 3 Minuten

Das Spiel Councils & Contracts ist das Ergebnis aus einem Wettbewerb. Der von Mücke Spiele veranstaltete Autorenwettbewerb, den Kalle Malmioja gewann, hatte zum Ziel, ein Spiel zu erfinden, welches in einem sehr kleinen Metallkoffer Platz finden muss. Dies ist nur bedingt gelungen, denn man benötigt schon eine grosse Portion Geduld, um das komplette Spiel wirklich in den Metallkoffer zu packen. Desweiteren benötigt man neben der Verpackungskunst auch etwas Bastel-Talent. Es gilt, die verschiedenen Kartentypen vor dem ersten Spiel noch zusammenzukleben.

Wie wird Councils & Contracts gespielt?

Doch worum geht es in Councils & Contracts überhaupt? Die Spieler sind jeweils als Bauunternehmer aktiv und müssen versuchen, im Stadtrat ihre Interessen durchzusetzen, um an lukrative Bauaufträge zu kommen. Dadurch können Siegpunkte gesammelt werden.

Jeder Spieler erhält fünf Einflusskarten und vier Mitarbeiter. Der aktive Spieler darf genau eine Aktion ausführen. Abhängig von der Anzahl der eigenen zur Verfügung stehenden Mitarbeiter hat der aktive Spieler vier Möglichkeiten für seine Aktion. Der Spieler kann entweder in einen Ausschuss gehen, ein Bauvorhaben beantragen, einen Beschluss fassen oder ein Bauvorhaben durchführen. Dabei wird unterschieden zwischen Spielzügen mit oder ohne Mitarbeiter.

Die Aktionen mit Mitarbeitern: Entweder Mitarbeiter in Ausschüsse versetzen, um später Einflusspunkte zu sammeln, oder ein Bauvorhaben beantragen, um in einer späteren Runde ein solches durchzuführen. 

Aktionen ohne Mitarbeiter: Der aktive Spieler kann in einem der Ausschüsse, in dem sich mindestens ein eigener Mitarbeiter befindet, einen Beschluss fassen. Dadurch erhalten alle dort vertretenen Mitarbeiter (aller Mitspieler) Einfluss, der dann auf der entsprechenden Einflusskarte der Spieler markiert wird. Je nach vorhandener Mitarbeiteranzahl erhält man noch zusätzliche Siegpunkte gutgeschrieben.

Die andere Aktion, für die sich der aktive Spieler entscheiden kann, ist, ein Bauvorhaben auszuführen, welches in einer der vorangehenden Runden bereits durch den Spieler beantragt wurde. Wie auf der entsprechenden Bauvorhabenkarte angegeben, kann dies zum Teil mit weiteren Kosten verbunden sein, Siegpunkte und/oder Einflusspunkte einbringen.

Das Spiel endet, wenn nur noch vier Baukarten ausliegen. Danach darf jeder Spieler noch 2 beliebige Aktionen ausführen. Wer die meisten Siegpunkte gesammelt hat, gewinnt.

Wie gut ist das Gesellschaftsspiel Councils & Contracts?

Bei dem Gesellschaftsspiel handelt es sich um ein typisches Worker-Placement-Spiel, welches in einer untypischen Verpackung daher kommt. Ob die Verpackung nun sinnvoll ist oder nicht, sei dahingestellt. Ich würde mir eine weniger umständliche Verpackung wünschen. Auch das erstmalige Zusammenkleben bestimmter Karten könnte man mit einer anderen Verpackungsform vermeiden.

Da die Regeln der deutschen Version eher unfertig wirken, lässt sich das Spiel erst nach ein paar Anläufen flüssig spielen. Auch Spielfreude kommt erst nach ein paar Spielrunden auf, da die zum Teil unklare Spielregel einige Fragen sowie Interpretationsspielraum offen lässt und beides im Verlaufe des Spiels erst geklärt werden muss. Sind aber die regeltechnischen Hindernisse überwunden, lässt sich das Spiel gut und flüssig spielen. Geduld wird belohnt, man erkennt mit jedem neuen Spiel immer wieder neue Zusammenhänge, die anfängliche Skepsis weicht von Partie zu Partie und es kommt Spielspaß auf.

Spieleinfo

Verlagsangaben
Spieletitel: 
Verlag: 
Spieleautor: 
Spielerzahl: 
2-5
Altersempfehlung (ab bzw. von/bis Jahre): 
10+
Spieldauer (Minuten): 
40
Jahrgang: 
2013
Spielkategorisierung
Spielethema: 
Spielegattung: 
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