Dampfross

eine Spielerezension von Rainer Fieseler - 30.04.2003
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Dampfross - Foto von Rainer Fieseler
Lesezeit: ca. 2 Minuten

Die Spieler versuchen bei Dampfross, als Eisenbahnbarone vor allem zu Geld zu kommen, denn nur das zählt am Ende und entscheidet über Sieg und Niederlage in dem Spiel. Dieses teilt sich in eine Aufbau- und eine Betriebsphase. In ersterer werden Schienennetze aufgebaut: Nach Würfelvorgabe zeichnet Jeder in seiner eigenen Farbe mit Folienstiften auf dem (abwischbaren und damit für spätere Spiele wieder verwertbaren) Spielplan seine Strecken auf. Schwieriges Gelände (Berge, Flüsse) fordern mehr Baupunkte, Anschlüsse an fremde Schienen muss man in klingender Münze bezahlen. Schließt man als erster Städte an sein Schienenetz an, gibt es dafür Prämien.

Wenn alle Städte angeschlossen sind, endet die Aufbauphase und die Betriebsphase beginnt. Nun werden immer eine Start- und eine Zielstadt zufällig bestimmt und die Spieler fahren mit ihren Loks auf der Strecke ein "Rennen". Wer als erster oder zweiter ankommt, verdient richtig viel Geld. Aber selten wird man ein Rennen nur auf eigenen Strecken absolvieren. Denn man muss häufig auf fremde Strecken ausweichen und dafür Nutzungsgebühren zahlen. Das kann mitunter bis zur Unrentabilität teuer werden. Aber es besteht die Möglichkeit, mit einem anderen Spieler für eine Fahrt zu kooperieren. Dann teilt man sich Ausgaben sowie Einkünfte und darf die Strecken beider Spieler nutzen.

Jetzt zeigt sich, wer in der ersten Phase ein günstiges Netz gebaut hat. Bei Verhandlungen um "Joint Verture" lässt sich noch manches richten. Wer als erster eine bestimmte Summ zusammengefahren hat, gewinnt schließlich das Spiel.

Der Glücksfaktor ist bei Dampfross durchaus vorhanden, lässt sich aber durch Varianten verringern. Dennoch fühlt man sich nie gespielt und glaubt alle Fäden in der Hand zu haben. Da viel gewürfelt wird, gleichen sich Glück und Pech meist übe die Läge des Spiels wieder aus. Wer damit leben kann, findet in Dampfross eine Spiel, das gerade durch die Möglichkeiten, verschiedene Landschaftskarten zu benutzen, nicht so schnell langweilig wird. Allzu schwierig ist es auch nicht, so ist das Spiel des Jahres 1984 ein Familienspiel im besten Sinne. Nur zu zweit sollte man es nicht angehen: Je mehr Spieler dabei sind, desto besser wird Dampfross.

Spieleinfo

Verlagsangaben
Spieletitel: 
Spieleautor: 
Jahrgang: 
1983
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