Diamantenjagd

eine Spielerezension von Rainer Fieseler - 31.10.2005
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Es geht in diesem Spiel - wie der Name schon sagt - um Diamanten, darüber hinaus aber auch noch um Perlen und Opale. Jedes diese Kleinode gibt es in vier Farben und als „Einer“, „Zweier“ oder „Dreier“, sodass 36 mögliche Kombinationen entstehen. Für jede dieser Möglichkeiten gibt es eine Karte auf der diese abgebildet ist.

Eine dieser Karten wird nun verdeckt gezogen und beiseite gelegt, die anderen Karten an die Spieler verteilt. Ziel ist es nun, die Kombination auf der verdeckten Karte herauszufinden. Dazu bekommt jeder vier Such-Karten sowie ein Notizblatt und Stift.

Die Suchkarten tragen Aufschriften wie zum Beispiel „Rote“ oder „Diamanten Dreier“, auch eine Reihe Karten, die eine Wahlmöglichkeit beinhalten, sind vorhanden. Wer am Zug ist, spielt eine seine Suchkarten gegen eine Mitspieler aus und bekommt von ihm die Anzahl der entsprechenden Karten, die er auf der Hand hat, genannt. Diese Angaben sind öffentlich, also können auch alle anderen Spieler davon profitieren. Fragte die Karte nach zwei Kriterien und war keine Wahlmöglichkeit dabei, bekommt der Fragende sogar die Karten zu sehen; dies geschieht allerdings geheim. All diese Angaben kann (und sollte!) man auf seinem Notizblatt vermerken.

Meint ein Spieler, aus all den erhaltenen Informationen die zu Anfang gezogene Karte erschließen zu können, markiert er sie auf seinem Notizblatt und sieht sich die verdeckte Karte an. Ist es die Vermutete, hat er gewonnen, ansonsten scheidet er aus dem Rennen um den Spielsieg aus - muss allerdings noch weiter mitmachen, um Informationen geben zu können.

Diamantenjagd ist ein reines Deduktionsspiel und zwar eins der anspruchsvollen Sorte. Die richtigen Fragen zu stellen und vor allem daraus die richtigen Schlussfolgerungen zu ziehen, erfordert schon den intensiven Einsatz der „kleinen grauen Zellen“. Wer ein entspannendes Ziel bevorzugt, ist bei Diamantenjagd an der falschen Stelle; wer aber gerne logisch denkt, Deduktionsspiele wie etwa Cluedo mag und einen vorhandenen aber minimalen Zufallsfaktor schätzt, der findet hier ein höchst interessantes Betätigungsfeld.

Man wird aber im Normalfall mehr als die vom Hersteller angegebene Zeit einplanen müssen. Insbesondere bei sechs oder sieben Spielen geht eine Partie unter einer Stunde selten ab, und kann sogar bis zu dem Doppelten dauern.

Spieleinfo

Verlagsangaben
Spieletitel: 
Spieleautor: 
Jahrgang: 
1991
Spielkategorisierung
Spielegattung: 
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