Lanko

eine Spielerezension von Stephan Kurschat - 30.09.2007
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Lanko von Anita Borchers
Lesezeit: ca. 3 Minuten

Beim Auspacken von Lanko (Bambus Spieleverlag) des polnischen Autorenduos Andrzej Korczak und Krystyna Landowska kommt schon ein bisschen Nostalgie auf. Im Gegensatz zu Hochglanzverpackung oder reißerisch aufgemachtem Spielbrett manch' eines aktuellen Spiels findet man hier einen einfachen „Pizzakarton“ in Grün- und Brauntönen und eine in schwarzweiß gehaltene englische und eine deutsche Anleitung, die sehr viele Grammatik- und Rechtschreibfehler enthält.

Aber man soll ja nicht nach dem Äußeren urteilen. Das Spiel selbst besteht aus einem Spielbrett, das auf der einen Seite das Spiel Lanko-88 und auf der anderen Seite Lanko-103 enthält (die beiden Spiele unterscheiden sich in einem unterschiedlichen Spielplan, der unterschiedliche strategische Möglichkeiten bietet), und aus 29 weißen sowie 29 braunen Holzspielsteinen in drei verschiedenen Größen.Grundsätzlich sollte man das Spiel zu viert spielen, wobei immer die beiden sich gegenüber sitzenden Spieler Spielsteine der gleichen Farbe erhalten und zusammenspielen. Man kann es aber auch mit drei oder auch nur zwei Spielern spielen, wobei dann einer oder beide Spieler jeweils alle Spielsteine der eigenen Farbe kontrollieren.

Ausgehend von der Startposition können die Spielsteine jetzt abwechselnd diagonal nach vorne gezogen werden. Befindet sich ein eigener Spielstein diagonal neben einem fremden Spielstein und ist das Feld dort hinter frei, so muss man den fremden Spielstein in Dame-Manier schlagen und wie bei Dame auch noch weiter schlagen, sollten sich nach den Setzen weitere Möglichkeiten und Schlagen ergeben. Dabei ist es jeweils egal, um was für eine Art von Spielstein es sich handelt (einfache Steine, kleine Türme oder große Türme).

Spielziel ist es, seine eigenen Spielsteine in die vier Endfelder in der Mitte des Spielplans zu bekommen. Da die hier liegenden Spielsteine zu Spielende die dreifache Punktzahl wert sind, ist es um so wichtiger, möglichst seine wertvollen großen Türme auf diese Felder zu bekommen, was der Gegner durch geschicktes Ziehen und opfern (das Zwangsschlagen kann manchmal ganz schön ärgerlich sein) zu verhindern versucht.

Beim Spiel zu viert kann man immer nur die Spielsteine der eigenen Farbe bewegen, die auf der eigenen Hälfte des Spielplans befinden. Es gibt aber auch einen kleinen Übergangsbereich, in dem beide Teamspieler die Steine bewegen dürfen.

Das Spiel endet, sobald alle vier Endfelder besetzt sind oder alle Spielsteine einer Farbe geschlagen wurden. Es gewinnt dann das Team, das die meisten Punkte gemacht hat, wobei die Steine auf den normalen Spielplanfeldern einfach und die auf den Endfeldern wie schon erwähnt dreifach zählen.

Es handelt sich um ein recht strategisches Spiel, das sich in erster Linie für Spieler eignet, die sich von dem Äußeren des Spiels nicht abschrecken lassen und Spiele wie Dame und Mühle lieben.

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