Last Word

Die letzte Antwort gilt

eine Spielerezension von Armando Schmidt - 09.09.2012
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Last Word von Piatnik
Lesezeit: ca. 3 Minuten

Das nächste Partyspiel aus der Stadt-Land-Fluss-Familie. Also gut, schnell zwei Batterien in den elektronischen Timer eingelegt, je eine Kategoriekarte und ein Jokerplättchen an die Spieler ausgeteilt, die Spielfiguren auf die Zählleiste und schon kann es losgehen.

Eine zufällig gezogene Buchstabenkarte wird aufgedeckt. Nun versuchen die Spieler, einen passenden Begriff zu finden, welcher mit dem gerade aufgedeckten Buchstaben beginnt und zu der Kategoriekarte auf ihrer Hand passt. Sobald ein Spieler einen Begriff gefunden hat, legt er seine Handkarte offen aus, liest die entsprechende Kategorie vor und nennt den dazu passenden Begriff. Gleich danach startet er den elektronischen Timer. Dieser ist zufallsgesteuert und variiert in seiner Laufzeit. Während dieser unbestimmten Zeitspanne können alle Spieler immer wieder weitere passende Begriffe zu der ausliegenden Buchstaben- und Kategoriekarte nennen. So bleibt es spannend, weil man nie genau weiß, wie lange man Zeit für die Antworten hat. Eben – Last World – Die letzte Antwort gilt! So darf derjenige Spieler, der als letztes vor Ablauf der Zeit ein passendes Wort genannt hat, mit seiner Figur auf der Zählleiste weiterziehen. Wer auf dieser als erstes das Zielfeld erreicht, gewinnt das Spiel. Im Spielverlauf ist die Kombination aus Kategoriekarte und Buchstabenkarte oft so unglücklich, dass den Spielern keine passende Lösung einfällt. Hier sorgen Jokerplättchen und die Spielvariante “Jump-Start“ für neue Kartenkombinationen bzw. für einen flüssigen Spielverlauf.

Die Spielanleitung beschreibt mit wenigen Worten die Spielregeln, wobei laut dieser die Spieler etwaige Unklarheiten durch Mehrheitsentscheid klären sollen – OK!? Das ganze Spielmaterial wirkt in sich auch recht spartanisch, als ob es direkt per Zeitsprung aus den 70er gekommen ist. Jedoch weiß der kleine elektronische Timer zu gefallen und verrichtet seine Arbeit auch beanstandungslos.

Last World spielt sich schnell, einfach und stellt auch keine hohen Ansprüche an die Spielgruppen. Die Altersempfehlung ab 15 kann man getrost vergessen bzw. auch Spielgruppen mit Zehnjährigen können ihre Freude an Last Word haben – eben ganz nach dem Stadt-Land-Fluss-Prinzip. Zu zweit und zu dritt funktioniert das Spiel auch am besten. Bei größeren Spielrunden kommt es immer wieder zu lauten Diskussionen und zeitweise auch zu etwas chaotischen Spielabläufen. Wer hat zuerst eine passende Kategorie abgelegt? Stimmt die Antwort überhaupt? Nein! Hey, das hab ich doch schon gesagt – oft geht es drunter und drüber, und nicht derjenige, der am lautesten schreit, muss auch immer Recht haben. So kann es mitunter, ganz wie im wirklichen Leben, bei Last World ziemlich hoch hergehen. Darunter leidet dann auch sehr oft der eigentliche Spielspaß bzw. das ganze Regelwerk wirkt deshalb nicht immer durchdacht. So kann zum Beispiel in der Praxis die in der Anleitung beschriebene “Jump-Start“ Option nicht wirklich überzeugen. Hier empfiehlt es sich, von den Spielregeln abzuweichen und dem Auslöser dieser “Jump-Start“ Option ebenfalls Punkte zuzugestehen, sofern keinem der Mitspieler bis zum Ablauf der Zeit ein passender Begriff einfällt. Das Spiel verbindet den Klassiker mit dem Modernen, und wer schon immer gerne Spiele aus der Stadt-Land-Fluss-Familie gespielt hat, sollte sich Last World mal etwas genauer anschauen.

Spieleinfo

Verlagsangaben
Verlag: 
Spieleautor: 
Spielerzahl: 
2 - 8
Altersempfehlung (ab bzw. von/bis Jahre): 
15
Spieldauer (Minuten): 
30
Jahrgang: 
2011
Spielkategorisierung
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