Panic Tower!

eine Spielerezension von Claudia Grothe - 01.08.2010
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Panic Tower von Goliath

Ob Jenga oder Villa Paletti - Kinder lieben Spiele, bei denen man bauen kann und Fehler durch ein lautes "Rumms" der zusammenfallenden Türme angekündigt wird. Und genau so ein Spiel ist Panic Tower. Das Spiel besteht aus einem Spielbrett, mit neun Feldern in unterschiedlichen Farben, einem Haufen Bauklötze in drei unterschiedlichen Größen und einem großen Stapel  Aufgabenkarten.

Als erstes wird auf jedes Feld nach dem Zufallsprinzip ein Bauklotz gestellt, sodass von jeder Größe drei Bauklötze auf dem Spielplan stehen (drei kleine, drei mittlere und drei große). Die Aufgabenkarten werden gemischt und neben den Spielplan gelegt und schon kann es losgehen.

Der Spieler am Zug nimmt sich eine Aufgabenkarte und führt die dort angegebene Aktion aus. Hat er das geschafft ist der nächste Spieler dran. Hierbei gibt es ganz unterschiedliche Aufgaben. Meist muss man zwei bis drei Bauklötze auf das Feld der angezeigten Farbe(n) setzen. Dadurch wachsen die Türme auf den entsprechenden Feldern immer weiter in die Höhe. Es gibt aber auch schwierigere Aufgaben, bei denen man drei Bauklötze auf den höchsten Turm setzen, oder gar den ganzen Turm eines Feldes  auf oder unter den Turm eines anderen setzen muss. Dabei können die Türme schwindelerregende Höhen erreichen. Da kann eine Richtungswechselkarte oder eine Relaxkarte doch echt für Erleichterung sorgen, denn dann darf man erst einmal aussetzen und die Anderen machen lassen. Noch besser ist natürlich die Opferkarte. Bei der darf man sich nämlich den Mitspieler (das Opfer) aussuchen, der als nächstes weiterbauen muss. Bleibt nur zu hoffen, dass bei einem anderen Spieler irgendein Turm einstürzt, denn wer einen Einsturz verursacht bekommt eine Strafmünze und muss die eingestürzten Turmteile vom Spielfeld räumen. Die unbeschädigten Türme bleiben stehen und weiter geht’s. Da die Türme recht nah beieinander stehen, werden meist mehrere Türme in Mitleidenschaft gezogen, so dass es nach einem Einsturz meist wieder recht übersichtlich auf dem Spielplan aussieht. Sobald ein Spieler drei Strafmünzen hat, ist das Spiel beendet.

Panik Tower ist ein ideales Spiel um seine Kinder zu beschäftigen, ohne daneben stehen und aufpassen zu müssen. Das Spielmaterial ist einfach gestaltet, aber sehr robust und vor allem gibt es von allem genug, sodass man nicht fünfmal im Spiel die Karten mischen muss.  Die Spielregeln sind kurz und einfach, trotzdem bleibt das Spiel durch die unterschiedlichen Aufgaben abwechslungsreich und spannend. Denn wenn der eh schon viel zu hohe Turm des blauen Feldes auf den noch viel höheren Turm vom gelben transportiert werden muss, dann hilft auch alle Geschicklichkeit nicht mehr, und die  großen Geschwister, die sonst eine so ruhige Hand haben, bekommen auch mal eine Strafmünze.  Schön ist auch, dass bis zu acht Kinder mitspielen können. Dadurch ist es auch ideal für Kindergeburtstage geeignet. Was aber das allerwichtigste ist: Die Kleinen haben einen mordsmäßigen Spaß an dem Spiel, sogar die Brettspielmuffel unter den Kleinen waren begeistert, den guten alten Bauklötzen sei Dank. Man sollte allerdings für genügend Beleuchtung im Kinderzimmer sorgen, da Pink und Rot auf den Aufgabenkarten recht schwer zu unterscheiden sind.

Spieleinfo

Verlagsangaben
Spieletitel: 
Verlag: 
Spielerzahl: 
2 - 8
Altersempfehlung (ab bzw. von/bis Jahre): 
6
Spieldauer (Minuten): 
20
Jahrgang: 
2009
Spielkategorisierung
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