Rüsselbande

eine Spielerezension von Cornelia Simon - 31.10.2005
  Spiel kaufen kommentieren
Rüsselbande von Drei Magier Verlag
Lesezeit: ca. 3 Minuten

Alex Randolphs Spiel hat es auf die Auswahlliste Spiel des Jahres 2001, Abteilung Kinderspiele geschafft. Und tatsächlich handelt es sich um ein einfaches, sehr schönes und variantenreiches Laufspiel. Zwei bis sieben Spieler versuchen durch geschicktes Würfeln ihr jeweiliges Schwein auf einem einfachen Legeplan als erster zum Ende des Weges zu bewegen. Bis hierhin hört sich das Spiel sehr gediegen an. Also, schauen wir mal auf die Details: Der Plan besteht aus einfachen Plättchen, die ein kleines Wegstück (Geraden oder Kurven) abbilden. Reihum werden diese Plättchen (die übrigens sehr groß und damit besonders gut für Kinderhände geeignet sind) ausgelegt, so dass die einzelnen Wegstücke aneinander anschließen. Auf dem Weg befinden sich kleinen Markierungspunkte, die die Setzfelder darstellen. Die Spielfiguren sind Holzschweine, die jeweils eine knallige Farbe haben. Diese Schweine wollen vom "Besitzer" nun über den Weg gescheucht werden. Dazu muss man würfeln. Ach ja, der Würfel: Dieser hat nur vier Zahlen (Eins bis Vier und eine weitere Eins und Drei). Es geht also nur langsam voran. Wer eine schwarze Eins würfelt, darf noch einmal würfeln, wer eine schwarze Drei würfelt, darf ebenfalls noch einmal würfeln, aber nur, wenn das Schwein gerade an letzter Stelle steht. Gezogen wird den Zahlen entsprechend. Rausschmeißen gibt es nicht. Stattdessen sind die Schweine so hergestellt, dass sie übereinander stapelbar sind. Also stellt man sein Schwein nicht neben ein anderes, wenn es auf ein bereits besetztes Feld zieht - man stapelt es auf das (oder die) bereits dort stehenden. Das hat ja auch durchaus einen ganz großen Vorteil. Ist ein Schwein am Zug, auf dem noch weitere Schweine stehen, muss dieses die anderen mitnehmen. Huckepack geht es auch für die anderen voran. Das spart Zeit und Würfeln. Es empfiehlt sich also immer, auf ein anderes "armes Schwein" zu treffen, dass zum Träger mutiert. Ein Mal während des Spiels darf man den Plan verlängern, indem man den ersten Spielplanteil nimmt und ihn ans Ende des Weges anlegt, den man dadurch verlängert. Dadurch können die Gewinnchancen steigen. Zusätzlich gibt es eine Variante für zwei bis drei Spieler, bei der jeder Spieler zwei Schweine hat, was größere taktische Möglichkeiten bedeutet. Für Kinder ist das Spiel aufgrund seiner Ausstattung und einfachen Regeln zu empfehlen. Ob sie dabei immer die Möglichkeiten der schwarzen Eins und Drei (noch einmal würfeln) verstehen und behalten, ist vom Alter abhängig, dürfte aber bei den meisten Kindern kein Problem darstellen. Auch Erwachsene können aber mit dem Spiel Spaß haben - wenn nicht, sollten sie sich mal an den auf der Spielregel gezeigten Stapelmöglichkeiten der Schweine versuchen: eine ruhige Hand und viel Fingerspitzengefühl ist unbedingt notwendig, will man den Nachbau schaffen.

Spieleinfo

Verlagsangaben
Spieleautor: 
Spielerzahl: 
2 - 7
Altersempfehlung (ab bzw. von/bis Jahre): 
4
Spieldauer (Minuten): 
25
Jahrgang: 
2001
Spielkategorisierung
Spielethema: 
Spielegattung: 
Mehr zum Spiel