Silencio

eine Spielerezension von Armando Schmidt - 23.01.2021
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Silencio - Ausschnitt - Foto von Zoch Verlag
Lesezeit: ca. 3 Minuten

Silencio! Der Titel dieses kooperativen Spiels von César Gómez Bernadino (Zoch Verlag) kommt aus dem Spanischen und bedeutet so viel wie Stille. Und genau darum geht es bei Silencio – alle Spieler bilden zusammen ein Team, dürfen jedoch während der Spielrunde kein Wort miteinander wechseln. Da werden Erinnerungen an ähnliche “Schweige-Spiele“ wach. Wie bei The Game oder The Mind gilt es, ohne Kommunikation gemeinsam gegen das Spiel zu gewinnen. Bei Silencio beginnt das schon bei der Wahl des Startspielers - wie steht es so treffend in der Anleitung: “Schafft ihr es nicht, euch stumm auf einen Startspieler zu einigen, habt ich bereits gemeinsam verloren“. Aha!

Wie funktioniert Silencio?

Silencio - Karten - Foto von Zoch Verlag

Dabei ist das eigentliche Spielprinzip ganz einfach. Es gibt je eine blaue, gelbe, grüne und rote Farbreihe, an welche man die farblich passenden Zahlenkarten abwechselnd und immer aufsteigend anlegen muss. Dabei muss man so spielen, dass die Mitspieler ihre Karten auch wieder entsprechend anlegen können. Kleines Beispiel gefällig? Liegt eine grüne Zwei offen aus, ist es nicht sinnvoll, daran eine grüne Acht anzulegen, da sonst die Mitspieler gegebenenfalls ihre grünen Zahlenkarten mit den Werten Drei bis Sieben nicht mehr anlegen können.

Neben den Zahlenwerten hat jede der Karten auch immer noch zwei verschieden Effekte. Wann immer eine Karte direkt aufeinanderfolgend angelegt wird, tritt ein dunkler, meist negativer und nicht Spiel fördernder Effekt in Kraft. Wenn man andererseits eine Karte nicht genau aufsteigend anlegt, tritt der helle und somit meist positive Effekt in Kraft. Das kann dann zum Beispiel sein, dass man unpassende Handkarten auswechseln oder unpassende Karten in der Auslage wieder entfernen kann.

Silencio - Spielszene - Foto von Zoch Verlag

Das Spiel endet, wenn kein Spieler mehr Karten auf der Hand hat oder nachdem alle gepasst haben, da sie keine passenden Karten mehr ablegen können. Je nachdem, wie flott die Spieler ihre Karten spielen, kann die Runde bereits nach zehn Minuten zu Ende sein. Dann wird geschaut ob bzw. wie viele Handkarten noch vorhanden sind und in einer Tabelle kann nachgeprüft werden, wie erfolgreich die Spieler gemeinsam waren.

Wie gut ist das Kartenspiel Silencio?

Als Fazit: Silencio gefällt mir durchaus. Bis auf die sehr dünnen Übersichtsblätter ist das Material von guter Qualität. Besonders das Artwork ist stimmig und wirklich sehr schön anzusehen. Es ist ein nettes Kartenspiel, das schnell erklärt und genauso schnell gespielt ist. Wer möchte, findet beim Verlag ein recht gutes Regelvideo, welches den Spielablauf ebenfalls sehr gut beschreibt. Verschiedene weitere Spielvarianten runden alles ab. Gut ist auch, dass es zu zweit genauso gut wie zu dritt oder zu viert funktioniert.

Silencio - Schachtel - Foto von Zoch Verlag

Gerade dass man sich mit den Mitspielern nicht absprechen darf, macht das Spiel interessant. Dabei hebt sich Silencio durch die hellen und dunklen Effekte auf den Karten durchaus von den oben genannten, ähnlichen “Schweige-Spielen“ ab.

Diejenigen, die solche Art von Spielen mögen, können hier bedenkenlos zugreifen. Für alle anderen kann die große Stille am Spieletisch doch recht ungewohnt sein. Da bei Silencio die Spieldauer jedoch recht überschaubar ist, könnte das hier auferlegte Schweigen für diejenigen durchaus mal eine ganz neue Erfahrung sein.

Spieleinfo

Verlagsangaben
Spieletitel: 
Verlag: 
Spielerzahl: 
2-4
Altersempfehlung (ab bzw. von/bis Jahre): 
10
Spieldauer (Minuten): 
15
Jahrgang: 
2020
Spielkategorisierung
Fotos
Silencio - Karten - Foto von Zoch Verlag
Silencio - Spielszene - Foto von Zoch Verlag
Silencio - Schachtel - Foto von Zoch Verlag
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