The Mind Extreme

eine Spielerezension von Verena Segert - 06.08.2020
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The Mind Extreme - Auschnitt - Foto von NSV
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Lesezeit: ca. 3 Minuten

Da liegt es wieder in der Luft, dieses Knistern. Die Spannung steigt, Mitspieler schauen sich tief in die Augen und vergessen alles um sich herum. Denn wer bei The Mind Extreme vorankommen will, muss vor allem eins: sich konzentrieren. Dieser jüngste Ableger des gehypten Kartenspiels vom Nürnberger Spielkartenverlag (NSV) richtet sich an Profi-Telepathen. An die, für die das Grundspiel schon lange keine Herausforderung mehr ist. An alle, die sich in andere Sphären begeben und mit ihren Mitspielern eins werden wollen.

Was ist neu an The Mind Extreme?

The Mind Extreme von Wolfgang Warsch ist ein eigenständiges Kartenspiel, zu dem das Grundspiel aus dem Jahr 2018 nicht benötigt wird. In der handlichen Schachtel sind, wie auch schon beim Original, 100 Zahlenkarten enthalten. Diesmal jedoch nicht mit den Zahlenwerten von 1-100, sondern jeweils 50 weiße und 50 rote Zahlen mit den Werten 1-50. Und genau darin liegt der Unterschied. In der Tischmitte entsteht nun nicht nur ein Stapel, sondern gleich zwei. Die Karten mit den weißen Zahlen müssen in aufsteigender Reihenfolge gespielt werden, die Karten mit den roten Zahlen hingegen in absteigender Reihenfolge. Je nach Level werden die Karten offen oder auch verdeckt abgelegt. Die Mitspieler müssen sich dabei ganz auf ihr Gespür verlassen und miteinander eine Ebene finden. Mitzählen, wie manch einer es vielleicht beim Grundspiel versuchte, ist hier nicht mehr möglich. Mit zwei Stapeln in entgegengesetzte Richtungen kann man froh sein, wenn man die eigenen Karten im Blick behält. Von Level zu Level gibt es mehr Karten auf die Hand und so wird auch von Level zu Level die Herausforderung größer. Sollte es einem Team aber tatsächlich gelingen, alle zwölf Runden erfolgreich zu meistern, kann es wahrlich stolz auf sich sein und gemeinsam den Sieg und die Verschmelzung von Geist und Materie feiern.

Wer braucht The Mind Extreme?

Für Gedankenleser, Hellseher und Telephaten wird The Mind Extreme vermutlich ein Leichtes sein, für alle anderen eine große Herausforderung. Trotz des simplen Aufbaus scheint das Spiel unmachbar. Selbst die offenen Level sind mit den zwei Stapeln einiges aufregender als das Original. Ganz zu schweigen von den Runden, in denen einer oder beide Stapel blind bespielt werden müssen. Umso verrückter, wenn es dann doch funktioniert. Wenn die Mitspieler eins werden und die Karten in der richtigen Reihenfolge ablegen, als würde irgendjemand sie steuern. Wenn es einfach flutscht, sich niemand so richtig erklären kann, wie das geklappt hat und Überraschung, Freude und Stolz zu neuen Höchstleistungen animieren.

The Mind Extreme - Material - Foto von NSV

Wer bereits durch The Mind zu diesem Endorphinrausch gekommen ist, der kann sich auch mit The Mind Extreme außergewöhnliche Spielerlebnisse ins Haus holen. Wer das Original jedoch noch nie gespielt hat, sollte vielleicht lieber damit beginnen oder aber bei The Mind Extreme in den ersten Runden nur mit einer Farbe spielen. Ansonsten könnte der Frustfaktor ziemlich schnell steigen und die Lust an diesem faszinierenden Kartenspiel verloren gehen. Wem allerdings The Mind schon nicht lag, der wird sich auch auf The Mind Extreme nicht einlassen können. Um mit seinen Mitspielern auf einer Wellenlänge zu ticken, müssen alle am Tisch bereit sein, sich auf die anderen einzustellen. Nur dann ist es möglich, das Unmögliche zu schaffen und gemeinsam eine neue Dimension zu betreten. Dann ist The Mind Extreme für Körper und Geist eine unglaubliche Erfahrung, die ein wunderbares Wir-Gefühl hervorbringen kann.

Spieleinfo

Verlagsangaben
Spieletitel: 
Spieleautor: 
Spielerzahl: 
2-4
Altersempfehlung (ab bzw. von/bis Jahre): 
8
Spieldauer (Minuten): 
20
Jahrgang: 
2019
Spielkategorisierung
Fotos
The Mind Extreme - Material - Foto von NSV
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