Jerusalem

eine Spielerezension von Johannes Halbig - 12.03.2011
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Jerusalem von Reich der Spiele

 Jerusalem mit seinen verschiedenen Machtzentren steht im Mittelpunkt dieses Spiels. Die Spieler befinden sich spielerisch im 12. Jahrhundert. Als Kreuzritterbaron ziehen sie mit ihren Knappen durch die Stadt und versuchen, die Kontrolle über die wichtigsten Machtzentren zu erlangen.

Das Spiel geht über fünf Runden, jede Runde besteht aus vier Phasen. Dabei ist die Phase drei nochmals in vier Abschnitte unterteilt, während die Phase vier nur in der zweiten, dritten und vierten Runde gespielt wird. Zu Beginn wählt sich jeder Spieler einen Sichtschirm, hinter dem er seinen persönlichen Vorrat an Knappen und Geldstücken ablegt.

In der ersten Phase ersteigert sich jeder Spieler ein Amt. Dazu werden so viele Ämterkarten ausgelegt, wie Spieler am Spiel teilnehmen. Reihum wird gesteigert, bis alle Spieler gepasst haben. Der Spieler mit dem höchsten Gebot bekommt dann die Ämterkarte. Wer ein Amt hat, steigert nicht mehr weiter mit. Auf diese Weise bekommt der Spieler, der als letzter übrig bleibt, die letzte Ämterkarte kostenlos.

In der zweiten Phase setzt jeder Spieler Knappen in verschiedene Gebiete der Stadt, um dort die Kontrolle zu erlangen. Jerusalem ist in fünf Machtzentren unterteilt, die jeweils aus einem großen und zwei kleinen Gebieten bestehen. Außerdem gibt es den Davidsturm, der aus einem Gebiet besteht. Der Hauptmann beginnt, er kann bis zu sieben Knappen einsetzen. Der Schatzmeister kommt als zweiter, er kann bis zu sechs Knappen einsetzen usw. Während seines Zuges hat ein Spieler die Möglichkeit, für jeweils drei Silberstücke weitere Knappen anzuwerben. In dieser Phase hat der Spieler die Möglichkeit, auch noch einen Baron zu entsenden. Mit ihm kann er ein Gebiet auf dem Spielplan blockieren. Der Baron darf allerdings nur in Gebiete entsendet werden, in dem der Spieler mindestens drei Knappen eingesetzt hat. Wichtig zu wissen: Die platzierten Knappen werden am Ende der Spielrunde nicht entfernt.

In der dritten Phase bekommen die Spieler Einkommen für kontrollierte Gebiete. Neben Geld gibt es auch Knappen und Prestige zu gewinnen. Diese Phase wird in vier Schritten abgehandelt. Zuerst bekommt der Spieler, der die Kontrolle über den Davidsturm hat ein Silberstück. Außerdem darf er einen seiner Knappen aus dem Davidsturm in ein anderes Stadtgebiet versetzen. Im zweiten Schritt werden Privilegien an diejenigen verteilt, die ein Machtzentrum kontrollieren. Um im dritten Schritt das Einkommen festzulegen, wird der Reihe nach überprüft, wer in welchem Machtzentrum die Kontrolle hat. Dieser Spieler erhält dann das in diesem Machtzentrum angezeigte Einkommen. Im vierten Schritt müssen die Spieler ihre Prestigepunkte verbrauchen, um einen Turm zu bauen. Anschließend folgt die Ereignisphase, die jedoch nur in den Runden zwei, drei und vier stattfindet. Die Anweisungen der Ereigniskarte werden befolgt und weiter geht es mit der nächsten Spielrunde. Nach der fünften Runde gewinnt der Spieler mit dem höchsten Festungsturm.

Jerusalem spielt sich nach meiner Erfahrung am besten in der vollen Besetzung mit vier Spielern, da nur da auch alle Ämterkarten im Spiel sind und in dieser Besetzung der Versteigerungsmechanismus am besten funktioniert. Vom Spiel zu zweit kann ich eigentlich nur abraten. Der Versteigerungsmechanismus ist öde, es gibt nur zwei Ämterkarten und es wird nur um drei Machtzentren gespielt. Im Spiel zu viert bietet Jerusalem ein interessantes Mehrheitenspiel. Freunden von Mehrheitenspielen kann ich Jerusalem in einer Viererrunde auf jeden Fall empfehlen.

 

Spieleinfo

Verlagsangaben
Spieletitel: 
Spieleautor: 
Spielerzahl: 
2 - 4
Altersempfehlung (ab bzw. von/bis Jahre): 
12
Spieldauer (Minuten): 
90
Jahrgang: 
2010
Spielkategorisierung
Spielegattung: 
Fotos
Jerusalem von Abacusspiele
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