Affenzirkus

eine Spielerezension von Jürgen Strobel - 07.10.2012
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Affenzirkus von Coppenrath/Die Spiegelburg
Lesezeit: ca. 4 Minuten

Ein Zirkus voll verrückter Tiere. Und die Spieler sind mittendrin! Was für ein Spaß! Ein Pinguin balanciert ein Ei auf seinen Watschelfüßen, der Adler dreht sich um die eigene Achse und das Kängeruh hüpft in die Höhe. Mal schauen, ob die Kinder es genauso gut können. Oder vielleicht sogar besser?

Im Spiel gibt es 49 Spielkarten mit sieben verschiedenen Tieren. Die Karten werden gemischt und die obersten drei Karten werden  offen nebeneinander aufgedeckt. Der kleinste Spieler darf anfangen. Er sucht sich eine der drei Spielkarten heraus und führt die vorgegebene Aktion aus. Hat man die Aktion erfolgreich durchgeführt, dann darf man die Karte behalten und der nächste Spieler ist an der Reihe. Hatte man jedoch Pech und die Aktion nicht erfolgreich ausgeführt, so legt man die Karte auf den Ablagestabel und zieht eine Neue nach. Danach kommt der nächste Spieler dran. Da Spiel endet, wenn man sieben Siegpunkte gesammelt hat oder fünf verschiedene Aktionen erfolgreich durchgeführt hat. Ist der Nachziehstapel schon vorher leer, gewinnt der Spieler mit den meisten Siegpunkte. Aber welches Tier führt welche Aktion aus?

Herbert das Schwein: Man mischt den Kartenstapel und zieht danach zwei Karten. Zeigt eine Karte Herbert das Schwein, so darf der Spieler diese Karte behalten. Die Schweinekarte, die er aus der Mitte genommen hat, darft er ebenfalls behalten.

Kikki der Affe: Der Spieler Du nimmt die Affenkarte und legt die Hand mit der Karte vorne auf seinem Kopf ab. Die andere Hand hält er geöffnet vor seinen Bauch. Jetzt läßt er die Karte los und versucht, sie mit der anderen Hand zu fangen. Wenn es geklappt hat, darf er die Karte behalten.

Martin der Elefant: Man fasst sich mit der linken Hand an die Nase und steckt dann seinen rechten Arm durch den entastanden Kreis, sodass ein Elefantenrüssel daraus wird. Anschließend darf der Spieler mit seiner rechten Hand eine Karte von dem Siegpunkt-Stapel seines linken Nachbarn nehmen und sie an die Stelle der Elefantenkarte legen. Die Elefantenkarte darf er behalten.

Fridolin der Pinguin: Der Spieler stellt sich hin und legt auf jeden seiner Füße eine Spielkarte vom Nachziestapel. Nun muss er fünf Schritte gehen, ohne dass eine Karte auf den Boden fällt. Dabei muss er aber die Füße richtig anheben. Wenn nach fünf Schritten die Karten immer noch oben auf seinen Füßen liegen, so darf er die Pinguinkarte aus der Mitte nehmen. Die anderen Karten werden wieder in den Nachziestapel eingemischt.

Horst der Adler: Der Spieler steht auf und legt je eine Karte vom Nachziehstapel auf seine Handrücken. Danach streckt er die Arme aus und macht Flugbewegungen mit ihnen. Dabei dreht er sich um die eigene Achse. Wenn nach einer kompletten Drehung immer noch beide Karten auf den Handrücken liegen, darf er die Adlerkarte aus der Mitte nehmen. Die anderen werden wieder in den Nachziestapel gemischt.

Kalle das Kängeruh: Man nimmt die Karte aus der Mitte und legt sie auf den Kopf. Danach hüpft man dreimal in die Höhe. Dabei müssen die Füße beim Sprung vom Boden abheben. Liegt die Karte drei Sekunden nach dem letzten Sprung immer noch auf dem Kopf, so darf man die Karte behalten.

Georg das Nashorn: Man nimmt den leeren Schuber und stellt ihn eine Schuberlänge von der Tischkante entfernt hochkant auf. Anschließend wird die Karte so vor den Schuber gelegt, dass sie halb auf dem Tisch und halb über den Tisch hinausragt. Danach schlägt man mit der Handfläche unter die Karte und versucht so, den Schuber umzuwerfen. Man hat dabei zwei Versuche. Schafft man es, so darf man die Karte behalten.

Affenzirkus rockt und wie! Ein Wort umschreibt das Spielgefühl "Action". Dieses Spiel ist für alle Zappelphilipps, Kinder mit Hummeln im Popo und Energiebündel. Denn bei Affenzirkus, da wird sich bewegt, kein Kind kann stillsitzen ohne lauthals loszubrüllen, wenn einem anderen Kind wieder nicht die Drehung geglückt ist oder er es einfach nicht schafft fünf Schritte zu gehen, ohne dass einem die Karte von den Füßen rutscht. Bei Affenzirkus gibt es keine Pause und wenn es vorbei ist, dann wird gleich noch mal eine Runde gespielt. Es ist einfach schön, was 49 Spielkarten den Kinder für einen Spaß bereiten können. Eine echte Perle hat da die Spiegelburg hervorgebracht. Affenzirkus kann ich allen Zappelphilippe nur empfehlen! 

Spieleinfo

Verlagsangaben
Spieletitel: 
Spieleautor: 
Spielerzahl: 
2 - 4
Altersempfehlung (ab bzw. von/bis Jahre): 
5
Spieldauer (Minuten): 
15
Jahrgang: 
2012
Spielkategorisierung
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