BONK

eine Spielerezension von Verena Segert - 07.02.2018
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Geschicklichkeitsspiel BONK - Foto von Game Factory
Lesezeit: ca. 4 Minuten

BONK! Das ist nicht nur ein Geräusch, sondern auch der Nachfolger des Geschicklichkeitsspiels Klask. Und damit hat es die Game Factory im Jahr 2017 sogar auf die Empfehlungsliste des „Spiel des Jahres“ geschafft. Nun ist mit BONK ein weiteres hölzernes Geschicklichkeitsspiel auf dem Markt, bei dem es mit bis zu vier Spielern wieder ordentlich zur Sache geht. 

BONK: Stahl trifft auf Holz

Das Spielbrett von BONK ist aus Holz gefertigt, die Mitte ist leicht erhaben. In die vier Ecken wird jeweils eine Rutsche aus Plastik gesteckt. Die zwölf kleinen Metallkugeln werden auf die Spieler aufgeteilt, die etwas größere hölzerne Kugel wird in die Mitte gelegt. Auf ein Startkommando, bei dem sich alle Spieler ein Gruppen-High-Five geben und dazu BONK rufen, geht es los. Nun heißt es, die hölzerne Kugel ins gegnerische Tor zu manövrieren. Dies gelingt mithilfe der kleinen Metallkugeln, die über die beweglichen Rutschen auf das Spielfeld gekullert werden. Um ein Tor vor dem gegnerischen Team zu erzielen und die hölzerne Kugel aus dem eigenen Tor fernzuhalten, sind vor allem Teamwork, Fingerfertigkeit und Timing gefragt. Sobald ein Team ein Tor erzielt hat, wird der Punktemarker bewegt und eine neue Runde beginnt. Es wird solange gespielt, bis ein Team mit fünf Toren diese Partie BONK für sich entscheiden konnte.

Für wen eignet sich BONK? 

BONK ist ein rasantes, kurzweiliges Spiel, bei dem es selten bei einer Partie bleibt. Es ist in wenigen Minuten aufgebaut, leicht zu erklären und lockt auch Nichtspieler an den Tisch. Denn BONK ist nicht das typische Gesellschaftsspiel, bei dem man erst lange Regeln lernen muss. Auf den ersten Blick scheint BONK ein Spiel mit hohem Glückfaktor zu sein. Doch wer erst mal mehrere Runden gespielt hat, merkt schnell, dass es nur ein bisschen Übung braucht, um gezielt nach den Metallkugeln zu greifen und mit diesen auf Torjagd zu gehen. Dann sind auch taktisches Spiel und Kunstschüsse möglich.

Die Neugier für das Spiel wird durch alle Altersgruppen hindurch schnell geweckt und es eignet sich somit hervorragend als Familienspiel. Hier können sich die Großeltern mit ihren Enkeln im Kugelschubsen messen. Bereits Kinder ab acht Jahren werden mit ein wenig Übung mit den älteren mithalten können und auch jüngere Kinder können, wenn sie ein wenig geschickt sind, im Team mit den Großen Siege erzielen.

Auch wenn der Preis mit derzeit etwa 50 bis 60 Euro im ersten Moment sehr hoch scheint, erhält man dafür ein hochwertig verarbeitetes Spiel, an welchem es nur wenig auszusetzen gibt. Einziger Kritikpunkt in unseren Testspielrunden waren die Rutschen, die im hektischen Spiel teilweise aus ihrer Halterung flogen und somit dem anderen Team den Sieg schenkten. Eine kleine Befestigung an der Unterseite des Spielbrettes hätte dieses Problem sicher verhindern können.

BONK gab es übrigens in ähnlicher Form bereits im Jahr 2014. David Harvey veröffentlichte damals das Spiel Rollet. Und bis auf den Namen und das verwendete Material (bei Rollet waren die Rutschen auch aus Holz) gibt es kaum Unterschiede.

Wer auf der Suche nach einem Spiel für die Familie oder den Freundeskreis ist, bei dem sich zwei Teams miteinander messen können, der sollte sich BONK unbedingt genauer anschauen. Die Mischung aus Geschicklichkeit und Taktik und der schnelle Verlauf einer Partie machen es für mich zu einem tollen Spieletipp. Hier können sich nacheinander mehrere Teams duellieren, denn ein Durchgang dauert selten länger als fünf bis zehn Minuten. Zu viert macht es dabei besonders viel Spaß, zu zweit ist es nur für echte BONK-Profis zu empfehlen. Zur Dynamik des Spiels trägt auch das gemeinsame Abklatschen zu Beginn jeder Runde bei. Obwohl dieses vor allem dem Verhindern eines Frühstarts dient, schenkt es den Teams einen unglaublich motivierenden Kick.

Alles in allem braucht sich BONK nicht hinter seinem Vorgänger aus dem Hause der Game Factory zu verstecken. BONK ist ebenso wie Klask ein großartiges Spiel, bei dem man selbst bei einer Niederlage nicht die Lust auf eine weitere Runde verliert.

Spieleinfo

Verlagsangaben
Spieletitel: 
Verlag: 
Spieleautor: 
Spielerzahl: 
2-4
Altersempfehlung (ab bzw. von/bis Jahre): 
8
Spieldauer (Minuten): 
10-30
Jahrgang: 
2017
Spielkategorisierung
Spielethema: 
Spielegattung: 
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