Das Geheimnis von Monte Cristo

eine Spielerezension von Johannes Halbig - 01.08.2011
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Das Geheimnis von Monte Cristo von Eggert Spiele
Lesezeit: ca. 4 Minuten

Mit neun Schatzsuchern macht ihr euch auf den Weg, den Schatz des geheimnisvollen Grafen von Monte Cristo zu bergen. Aber wie das bei berühmten Schätzen so ist, ihr seid nicht die einzige Gruppe, die scharf auf die unermesslichen Reichtümer ist. Während der Haupttrupp eurer Schatzsucher noch in Madrid festsitzt, haben es zwei Vorboten schon auf die Insel geschafft und können schon einmal das Terrain sondieren.

Um bei Das geheimnis von Monte Cristo erfolgreich zu sein, gilt es erst einmal sich mit dem „Action Slide“ auseinanderzusetzen. Dieser besteht aus vier Bahnen, in die Kugeln platziert werden können. Zu diesem Zweck bekommt jeder Spieler vier Kugeln in seiner Farbe, die zuerst einmal in einen Stoffbeutel wandern, um dann zufällig gezogen und auf den vier Bahnen platziert zu werden. Die vier Bahnen stehen für unterschiedliche Aktionen. Der aktive Spieler für jede Aktion ist jeweils der Spieler, dessen Kugel in der jeweiligen Bahn ganz unten ist. Bei der Auswertung der ersten Bahn gibt der aktive Spieler jedem Spieler eine Versorgungskarte, wobei er natürlich zuerst einmal eine für sich auswählt. Anschließend versetzt er seine Kugel an das obere Ende einer der drei anderen Bahnen. Die Versorgungskarten zeigen eine Anzahl Schatzsucher und eine Anzahl Transporttaschen in einer bestimmten Farbe. Jeder Spieler nimmt nun so viele Schatzsucher, wie seine Versorgungskarte zeigt, aus dem allgemeinen Vorrat und stellt sie vor sich hin. Der aktive Spieler der zweiten Reihe darf bis zu drei Schatzsucher auf den Spielplan bringen, die übrigen Spieler nur einen. Der aktive Spieler kann seine Schatzsucher in ein Verlies stellen oder er kann gleichzeitig in mehreren Verliesen suchen lassen. Einen Schatzsucher kann er auch in einem der vier Bonusbereiche platzieren. Während in den Bonusbereichen (dazu später mehr) die Reihenfolge egal ist, ist es natürlich im Verlies von Bedeutung, wer zuerst mit der Suche beginnt. Der aktive Spieler der dritten Spalte darf drei neue Schatzplättchen in drei verschiedenen Verliesen unterbringen. In der vierten Spalte hat der aktive Spieler zwei Möglichkeiten: Entweder bewegt er eine seiner Kugeln in einer Bahn um ein oder zwei Felder nach unten oder er bewegt im Markt einen Schatzmarker um ein oder zwei Felder nach oben und erhöht damit den Wert der entsprechenden Schatzfarbe.

Nun noch zu den vuier Bonusbereichen bei Das geheimnis von Monte Cristo: Auf einem Feld gibt es eine Jokertasche, die für eine Tasche in einer beliebigen Farbe einmalig eingesetzt werden kann. Auf einem anderen Feld kann man sich drei seiner Schatzsucher aus dem allgemeinen Vorrat nehmen. Auf einem weiteren Feld hat man die Möglichkeit bis zu zwei Schatzsucher in ein oder zwei Verliesen zu platzieren. Auf dem vierten Feld gibt es einfach zwei Siegpunkte.

Schätze können nur dann geborgen werden, wenn sich in mindestens einem Verlies vier Schatzplättchen befinden. Die Schatzkammern werden dann der Reihe nach von A bis F gewertet. Wer die Mehrheit im Verlies hat und die Transporttaschen in den richtigen Farben, der darf jetzt fleißig Schätze einsammeln. Dabei sollte man natürlich sein Augenmerk hauptsächlich auf Schätze mit hohem Marktwert richten, denn die bringen am meisten Siegpunkte. Das Abtransportieren von Schätzen ist kein „Muss“. Man kann auch seinen Schatzsucher stehen lassen und auf mehr Glück in der nächsten Runde hoffen. Die fröhliche Schatzsuche endet, sobald der ein Spieler die 40 Punktemarke auf der Siegpunktleiste erreicht hat.

Das Geheimnis von Monte Cristo ist schnell erklärt und spielt sich auch recht flott. Der „Action Slide“ ist eine witzige Idee. Schade allerdings, dass die Aktionsreihenfolge nur von einer Seite einsehbar ist. Im Gegensatz zu den „gewichtigen“ Kugeln bestehen die Schätze nur aus einfachen Pappplättchen. In unseren Spielrunden war die Punktedifferenz zwischen den einzelnen Spielern immer recht gering, was vielleicht an dem doch recht hohen Glücksanteil liegt. Das geheimnis von Monte Cristo bietet für die Länge der Spieldauer letztendlich doch zu wenig Abwechslung, sodass in unseren Runden die anfängliche Begeisterung im Laufe des Spieles doch merklich abgeklungen ist.
 

Spieleinfo

Verlagsangaben
Verlag: 
Spielerzahl: 
2 - 4
Altersempfehlung (ab bzw. von/bis Jahre): 
10
Spieldauer (Minuten): 
60
Jahrgang: 
2011
Spielkategorisierung
Spielethema: 
Spielegattung: 
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