Das Rennen

Die wilden Fußballkerle

eine Spielerezension von Armando Schmidt - 31.01.2007
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Das Rennen von Kosmos
Lesezeit: ca. 2 Minuten

Bei den Wilden Kerlen ist der Teufel los – die Unbesiegbaren fordern zum Fahrradduell! Runde um Runde rasen die Bikes um den Teufelstopf, den Bolzplatz der Wilden Kerle. Soweit die Einleitung des Herstellers, und was sich auf dem Papier ganz wunderbar liest, ist im eigentlichen Spiel ein eher zähes Unterfangen. Es werden zwei Mannschaften gebildet und der Sinn und Zweck ist es, mit seinen Spielfiguren immer im Kreis herum zu fahren, gegnerische Figuren zu rammen und somit aus dem Rennen zu werfen. Dies ist immer dann der Fall, wenn beim Rammen der aufgedruckte Wert der eigenen Figur höher ist als der Wert der gegnerischen. Bei gleich hohem Wert fliegen beide Figuren aus dem Spiel. Beide Spieler haben noch zehn so genannte Trickkarten mit den Werten eins bis zehn zur Verfügung. Falls beim Rammversuch der Wert der gegnerischen Figur höher ist, können beide Spieler noch jeweils eine ihrer Trickkarten einsetzen um somit den Wert der eigenen Spielfigur erhöhen. Die Trickkarten sollten aber mit Bedacht eingesetzt werden, da nur diese zehn zur Verfügung stehen und jede nur einmal pro Spiel eingesetzt werden kann. Man spielt nun solange, bis von einer Mannschaft keine Spielfiguren mehr im Rennen sind. Das ist im Prinzip schon alles, und spielt im Gegensatz zu der Produkt-Beschreibung des Herstellers alles andere als aufregend.

Erschwerend kommt hinzu, dass das Bewegen der Spielfiguren mittels eines beiliegenden Streckenmessers eine ziemlich mühsame Angelegenheit ist. Stilistisch stellt dieser Streckenmesser eine Vorderradgabel mit Reifen da. Man schiebt ihn nun immer eine Radumdrehung über das Spielfeld und darf nun mit der Spielfigur die Streckenlänge der Radumdrehung weit ziehen. Ärgerlich nur, wenn der Reifen sich aufgrund der glatten Oberfläche des Spielplanes gar nicht drehen möchte, sondern nur darüber hinwegrutscht. Drückt man leicht auf, bewegt sich das Rad nicht, drückt man fester, bewegt sich das Rad immer noch nicht, dafür fliegen die wackligen Spielfiguren um. Dadurch ist eine genaue Definition der zu ziehenden Wegstrecke kaum möglich und der ganze Ablauf verkommt leider zu etwas, was den Wilden Kerlen wirklich nicht gerecht wird. So ist das Spiel leider kaum vernünftig spielbar und eines der schwächeren Produkte aus der Spielereihe der Wilden Kerle.

Spieleinfo

Verlagsangaben
Verlag: 
Spielerzahl: 
2 - 4
Altersempfehlung (ab bzw. von/bis Jahre): 
8
Spieldauer (Minuten): 
45
Spielkategorisierung
Spielefamilie: 
Spielegattung: 
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