Reich der Spiele

Split

Split - Kartenspiel - Ausschnitt - Foto von Jumbo

Nichts gegen einfache, kleine Spiele, sie können in passenden Runden und bei ebensolchen Gelegenheiten durchaus großen Spaß machen. Wir haben jedenfalls bei uns verschiedene solche Titel, die gerne immer wieder auf den Tisch kommen und wertvolle Beiträge zum guten Gelingen eines Spielabends oder -nachmittags liefern. Voraussetzung dafür ist allerdings, dass sie selbst auch tatsächlich gut und interessant sind. Und das ist leider längst nicht bei allen einfachen, kleinen Spielen der Fall.

Split, das kleine, einfache Kartenspiel

Split von Kim Vandenbroucke (Jumbo Spiele) ist selbstredend ein solches einfaches, kleines Spiel. Es enthält 101 Karten mit den Werten 0 bis 100, dauert rund 15 Minuten und basiert auf einem überaus schlanken Regelwerk mit klaren Hinweisen und Anleitungen.

Alle Mitwirkenden erhalten zufällig sieben Zahlenkarten ausgeteilt, der Kartengeber nimmt zwei zusätzliche auf die Hand und legt dann die höchste und niedrigste seiner Standardkarten offen in die Tischmitte. Standardkarten sind alle Zahlenwerte ohne die 0, 1, 99, 100 sowie Karten mit Zahlen, die mit einer 0 enden. Diese stellen Joker dar, dürfen beliebig ausgespielt werden und wechseln die Spielrichtung.

Split: Karten richtig ablegen

Alle übrigen (Standard-) Karten dürfen dagegen nur abgelegt werden, wenn ihr Wert zwischen die beiden offen ausliegenden Karten in der Tischmitte passt. Das gelingt am Anfang fast immer, wenn die Spannweite der beiden Zahlenkarten noch gross ist, wird im späteren Verlauf der Partie aber immer schwieriger. Wer nämlich am Zug ist, schiebt zuerst eine der zwei ausliegenden Karten links oder rechts auf die dort befindliche, verkleinert damit den Zahlenraum der Auslage und platziert dann eine eigene passende Handkarte in die Lücke zwischen den beiden offen ausliegenden Zahlenkarten.

Split - Spielszene - Foto von Jumbo

Wer das nicht tun kann und auch keinen Joker auf der Hand hat, muss das Spiel zurücksetzen, indem er die Tischmitte leert, drei neue Karten aufnimmt und dann gleich wie zu Beginn der Partie die höchste und niedrigste der eigenen Standardkarten offen auslegt. Der Unglückliche ist so letztlich nicht nur keine Handkarte losgeworden, sondern hat sogar eine zusätzliche erhalten, was ungünstig ist, geht es im Spiel doch darum, möglichst als Erster alle eigenen Handkarten abzulegen, wobei die Partie nicht mit einem Joker beendet werden darf.

Split und der Spielspaß

Das ist schon alles. Split enthält zwar noch eine kooperative Variante, bei der man einander gegenseitig unterstützt, ohne aber konkrete Zahlenangaben machen oder das Spiel zurücksetzen zu dürfen. Allerdings gibt es auch hier nicht viel zu beeinflussen, sodass das Ganze eher unnötig und fast schon ein Witz ist.

Dabei war auf der Website des Verlags von Wahlmöglichkeiten die Rede und von einer Erhöhung des Einsatzes. Andere schreiben von einem schnellen, lustigen, originellen, spannenden Kartenspiel für Spieleabende, Geburtstage und Partys und von Quality-Time mit Familie und Freunden und vielen Stunden gemeinsamen Spielspaßes (?!). Auch das kann meines Erachtens eher nicht Ernst genommen werden.

Split - Schachtel - Foto von Jumbo

Wir haben jedenfalls nichts dergleichen erlebt. Stattdessen entpuppt sich Split als sehr limitiertes Kartenablegespiel, bei dem alle hoffen, dass vor dem eigenen Zug der Nachbar das Spiel zurücksetzen musste, damit der Zahlenraum anschließend wieder groß genug ist für eine eigene Handkarte. Ganz am Ende entscheidet das letztlich auch den Ausgang der Partie, je nachdem ob ich selber noch ablegen kann oder aber das Spiel für den Nachbarn zurücksetzen muss, worauf dann er den Sieg einfahren kann.

Das alles ist dann selbst für ein einfaches, kleines Spiel deutlich zu wenig und macht auch niemandem Spaß.

Schon gar nicht an Geburtstagen oder Partys oder als Quality-Time mit den Liebsten und Nächsten, von denen andere geschrieben haben. Und Beiträge zum Gelingen eines Spielabends oder -nachmittags wird Split bei uns ebenfalls nicht mehr liefern können, sondern höchstens noch als Ersatzausgabe für The Game oder The Mind zum Einsatz kommen, wenn man auf Ferienreisen die Karten des Originalspiels schonen will.

Infos zu Split

  • Titel: Split
  • Verlag: Jumbo
  • Autor: Kim Vandenbroucke
  • Spieleranzahl (von bis): 2-5
  • Alter (ab oder von bis in Jahren): 8
  • Dauer in Minuten: 15
  • Jahrgang: 2022

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