Gho... Gho... Ghosty

eine Spielerezension von Arno van Mark - 31.10.2017
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Gho Gho Ghosty - Foto von Piatnik
Lesezeit: ca. 3 Minuten

Achtung! Skelett von links, gefräßiges Monster von rechts! Arrrggghhh, und da kommt auch noch ein Gespenst … Okay, wer vor Schreck jetzt nicht weiterlesen möchte, sei beruhigt: Gho... Gho... Ghosty von Leo Colovini sowie  Teodoro Mitidieri und Francesco Sciacqua (Piatnik) ist schon für Kinder ab 7 Jahren geeignet und entführt uns „nur“ in die Welt der Kirmes-Geisterbahnen.

Wie wird Gho... Gho... Ghosty gespielt?

Bei Gho... Gho... Ghosty schlüpfen zwei bis vier Mitspieler in die Rolle eines Geisterbahn-Chefs, der möglichst lange Bahnen mit vielen Besuchern bauen möchte. In der Tischmitte liegen sieben Waggons von bis zu fünf verschiedenen Geisterbahnen aus. Ein Spieler darf sich aus dieser Auslage zwei Karten für seine persönliche Auslage aussuchen, mit dem Ziel möglichst lange Züge in einer Farbe zusammenzustellen. Bevor er allerdings zugreift, tippen die Mitspieler gleichzeitig und verdeckt, welche Farbe der Spieler an der Reihe nimmt. Tippen sie richtig, dürfen sie zur Belohnung ebenfalls eine Karte aus der Auslage nehmen.

Jetzt wird geschaut, wer den längsten Zug in der jeweiligen Farbe hat. Sollte ein Spieler mehr als drei Waggons einer Farbe haben, erhält er die dazugehörige Lok. Bei Gleichstand werden die Fahrgäste gezählt und der Spieler mit den meisten erhält die Lokkarte.

Das Spiel endet sofort, wenn die Auslage nicht mehr mit sieben Karten gefüllt werden kann.  Dann werden die Punkte gezählt. Je nach Länge des Zuges gibt es Punkte; Züge mit Lok dürfen pro Passagier noch einen Punkt dazuzählen.

Wie gut ist Gho... Gho... Ghosty als Familienspiel?

Aus der Spielbeschreibung wird schon ersichtlich, dass es sich um ein relativ einfaches Sammelspiel handelt, dass für Grundschulkinder sowie nicht spielerfahrene Erwachsene einfach zu meistern ist. Die Spielregel lässt hierbei keine Frage offen, sodass schnell losgespielt werden kann.

Die Interaktion bei Gho... Gho... Ghosty ist ebenfalls hoch, denn bei jedem Zug sind alle Mitspieler involviert. Jeder muss abschätzen, welche Farbe aus der Auslage nimmt sich der Spieler. Und der Spieler an der Reihe, muss sich genau überlegen, welche Karten er nimmt. Einerseits möchte er seine Waggonreihe verlängern, andererseits möchte er seinen Mitspielern keine Karten gönnen, sollten diese richtig tippen. Dieses Dilemma ist spielmechanisch schön ausgedacht, aber in der Praxis zeigte sich, dass es für den Spieler am Zug, häufig eine bzw. zwei optimale Karten gibt. Meist sind es die Karten, in denen Passagiere sitzen. Häufig fühlte es sich daher so an, dass man etwas „vom Spiel gespielt wird“. Hinzu kommt noch der hohe Glücksfaktor beim Nachziehen der Karten, der diesen Eindruck verstärkt.

Neben dem Glücksfaktor hängt der Spielspaß auch stark von der Spielerzahl ab. Zu zweit dauert das Spiel etwas zu lange. Da fast alle Karten durchgespielt werden, schafft es zudem jeder Spieler, einen langen Zug zu bauen. Zu dritt ist es besser, die ideale Spielerzahl ist aber die Vollbesetzung mit vier Spielern. Dann muss nämlich viel genauer geschaut werden, welcher Zug Punkte einbringt und welche Karte man nimmt oder seinen Gegnern überlässt. Gho... Gho... Ghosty kann ich also nur dann empfehlen, wenn man (am besten zu viert) ein interaktives und schnelles Spiel mit einem gewissen Glücksfaktor spielen möchte.

Spieleinfo

Verlagsangaben
Spieletitel: 
Verlag: 
Spielerzahl: 
2-4
Altersempfehlung (ab bzw. von/bis Jahre): 
7
Spieldauer (Minuten): 
20
Jahrgang: 
2017
Spielkategorisierung
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