SOS Wildwasser

eine Spielerezension von Claudia Grothe - 28.04.2011
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SOS Wildwasser von Reich der Spiele
Lesezeit: ca. 3 Minuten

Die Tiere machen eine Raftingtour und jedes Tier möchte als erstes im Boot sein. Da dauert es nicht lange, bis die ersten über Bord gehen.

Das Schlauchboot der Tiere ist eine Art Wippe, die für alle gut erreichbar auf den Tisch gestellt wird. In einem Stoffbeutel befinden sich runde Holzsteine, auf denen die verschiedenen Tiere abgebildet sind. Vor Beginn des Spiels werden drei Steine gezogen. Der Startspieler wählt eins der Tiere aus und legt es auf das Schlauchboot. Gelingt es ihm, so erhält er einen Chip mit dem entsprechenden Tier. Nachdem er ein neues Tier aus dem Beutel gezogen hat, ist der nächste Spieler an der Reihe. Die nachfolgenden Spieler müssen nun darauf achten, dass gleiche Tiere selbstverständlich nebeneinander sitzen wollen. Die Steine müssen sich also berühren. Zur Not muss man eben andere Tiere zur Seite schieben. Doch Vorsicht! Fallen dabei Tiere vom Boot, bekommt man natürlich keinen Chip und muss zusätzlich auch noch die herunter gefallenen Tiere zu sich nehmen. Das Ganze geht so lange, bis sich niemand mehr traut ein weiteres Tier ins Boot zu setzen oder es keine weiteren Tiere mehr gibt. Letzteres ist in unseren Spielrunden allerdings nie vorgekommen. Der Spieler, dem die meisten Tiere heruntergefallen sind, muss zur Strafe einen Tierchip abgeben. Anschließend kann sich jeder seine gewonnenen Chips noch einmal genau ansehen, bevor sie umgedreht werden und eine neue Runde beginnt. Dabei sollte man sich besonders die Tierarten merken, von denen man eine ungerade Anzahlt besitzt, denn am Ende der insgesamt drei Runden, bekommt man nur für Tierpärchen Punkte. Wer nach drei Durchgängen die meisten Tierpärchen gesammelt hat gewinnt das Spiel.

SOS Wildwasser ist eine Kombination aus Geschicklichkeitsspiel und Memory. Die Wippenform des Bootes stellt kaum eine Herausforderung dar. Unter Umständen neigt sich das Boot etwas zur Seite, wenn es  einseitig besetzt wird, jedoch nicht so sehr, dass die Steine dadurch herunter fallen. Die Tiere so zu ihren Artgenossen zu schieben, dass dabei kein anderes herunter fällt, ist schon etwas schwerer. Die größte Schwierigkeit ist jedoch, sich zu merken, welche Tiere man noch braucht, um ein Pärchen zu bekommen. Einige Kinder wissen in der zweiten Runde vielleicht noch, dass ihnen eine Schildkröte und ein Biber fehlen. Aber spätestens in der dritten Runde wenn man entscheiden muss, ob man jetzt genug Biber hat oder eventuell noch einen braucht, um ein zweites Pärchen zu bekommen und ob man in der zweiten Runde ein oder zwei Frösche bekommen hat, verlieren auch die letzten den Überblick. Schließlich muss man sich nebenbei ja auch noch darauf konzentrieren, die Tiere aufs Boot zu bekommen. Und nicht immer liegt das benötigte Tier auch bereit. Und so sind die Kleinen bei der Auswertung manchmal etwas überrascht, wenn derjenige mit den meisten Tierchips am Ende doch der Verlierer ist, weil er nur einzelne Tiere sammeln konnte.

SOS Wildwasser ist ein nettes kleines Spiel für zwischendurch, dass trotz drei Durchgängen nicht all zu lange dauert. Das Material ist sehr robust und schön gestaltet. Durch den Memoryteil ist es zwar für ältere Kinder durchaus noch reizvoll, aber es ist hauptsächlich für Kinder im Vorschulalter ausgelegt. Je kleiner die Kinder sind, desto mehr wird die Endauswertung zu einer Art Lotterie um die meisten Pärchen. Und da die Anzahl der ergatterten Chips gerade bei den Jüngsten nicht unbedingt aussagekräftig ist, bleibt der Ausgang des Spiels bis zum Schluss ungewiss. Selbst weniger geschickte Spieler können durch gute Merkfähigkeit oder einfach durch Glück das eine Pärchen ergattern, welches ihnen den Sieg bringt.

Spieleinfo

Verlagsangaben
Spieletitel: 
Verlag: 
Spieleautor: 
Spielerzahl: 
2 - 4
Altersempfehlung (ab bzw. von/bis Jahre): 
5 - 99
Spieldauer (Minuten): 
20
Jahrgang: 
2010
Spielkategorisierung
Spielethema: 
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