Vienna

eine Spielerezension von Olaf Bormann - 08.10.2015
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Vienna - Foto von Schmidt Spiele
Lesezeit: ca. 2 Minute

Vienna von Johannes Schmidauer-König (Schmidt Spiele) ist ein Brettspiel für drei bis fünf Spieler ab zehn Jahre. Eine Kutschfahrt durch das Wien des 19. Jahrhunderts bildet den thematischen Hintergrund.

Wie wird Vienna gespielt?

Auf den 24 Stationen kann ausgestiegen werden, um die dortigen Aktionsmöglichkeiten zu nutzen. Die Spielfelder sind mit Werten von Eins bis Zwölf aufsteigend versehen. Jeder Spieler hat fünf Würfel (abhängig von der Spielerzahl) und besetzt abwechselnd die Felder, um sich damit die Aktion zu sichern. Diese bewirken Siegpunkte, Geld, Personenkarten oder Wanderpokale. Anschließend ist ein folgendes Feld anzusteuern. Eine Umkehr zurück auf der Strecke ist möglich, kostet aber Geld. Dieses ist knapp und wird lieber gern für die Felder mit den Siegpunkten benutzt.

Die Personenkarten sind mit Symbolen dreierlei Art versehen. Sie führen zu Siegpunkten, falls auf den Feldern fast am Schluss im direkten Vergleich mit den Nachbarspielern Mehrheiten vorhanden sind. Die Wanderpokale verbleiben bei einem Spieler, bis sie ein anderer Spieler in späteren Runden einfordert. Diese verändern die Zugreihenfolge, geben einen zusätzlichen Würfel und andere Boni. Wer 25 Punkte erringt, läutet das Ende der Partie ein. Es gewinnt, wer die meisten Siegpunkte hat.

Wie gut ist Vienna?

Vienna ist "leichte Kost" und kann rasch los gespielt werden. Es lebt von dem klassischen Element eines Wettlaufspieles, bei welchem jeder gern die vermeintlich attraktiven Felder vor den anderen besetzen will. Es ist und bleibt ein schmaler Grat, wenn ein Spiel mit wenigen Regeln die Spieler fesseln soll. Diese, die nur gelegentlich dieses Medium nutzen, um mit anderen Menschen eine unterhaltsame Zeit zu verbringen, kommen durchaus auf ihre Kosten. Sie sind auch die Zielgruppe von Vienna. Die Gruppen von Spielern, welche anspruchsvolle und komplexe Spiele mögen, fanden es durchweg als zu spannungsarm und wenig fordernd.

Bei drei Spielern ist die angegebene Spielzeit von 30 Minuten gut erreichbar, bei fünf sieht es leider anders aus. Hier gerät das Spiel als Ganzes an seine Grenzen. Es dauert einfach real und gefühlt viel zu lange. Vienna ist dann kaum noch planbar und Spieler, die als letzte starten, haben eingeschränkte Chancen, den Anschluss zu behalten.

Das Material ist hübsch gestaltet von Meister Menzel. Leider bietet die Spielplanrückseite neben einer ansprechenden Nachtversion des Parcours keine Variante der Spielfelder an, schade.

Video: 

Spieleinfo

Verlagsangaben
Spieletitel: 
Spielerzahl: 
3-5
Altersempfehlung (ab bzw. von/bis Jahre): 
10
Spieldauer (Minuten): 
30
Jahrgang: 
2015
Spielkategorisierung
Spielethema: 
Spielegattung: 
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