Wilde Wikinger

eine Spielerezension von Riemi - 21.08.2008
  Spiel kaufen kommentieren
Wilde Wikinger von Reich der Spiele
Lesezeit: ca. 2 Minuten

Das doch große Gewicht von diesem Mitbringspiel, entsteht durch die vierzig goldene "Glasmuggel". Diese lösen bei Kindern so einen Habenreflex aus, dass man nach einem Spiel fast eine Inventur durchführen muss. Eigentlich eine perfekte Umsetzung der Spielidee - Beute machen.

Drei Wikingerschiffe (Ablagetafeln) mit verschieden farbigen Segel sind hintereinander auf ihrem Weg nach Hause zu ihrem Dorf. Einen golden Stein als Beute kann jedes Schiff schon vorweisen, es kommt aber jede Menge dazu. Die Spieler erhalten zu Spielbeginn sechs Karten, auf denen einzelne Mannschaftsmitglieder der Schiffe mit ihrem farbigen Wappen zu sehen sind. Wer am Zug ist, würfelt. Fällt eine der Wikingerfarben, wird auf das entsprechende Schiff ein Stein abgelegt. Es gibt auch einen Joker. Beim Kartensymbol zieht jeder eine Karte nach. Das gewürfelte Dorf – jetzt wird es spannend: Dieses Symbol verheißt Edelsteine für unsere Wikingerspieler. Beginnend mit dem Würfler können beliebig viele Karten in der Farbe des Schiffes abgelegt, das direkt vor dem Dorf liegt. Nachfolgende Spieler können passen oder beliebig erhöhen. Anschließend bekommt das höchste Gebot sämtliche auf dem Schiff liegende Steine. Während die anderen Spieler ihren Karteneinsatz wieder auf die Hand nehmen dürfen, kommt der Einsatz des Schatzgewinners auf den Ablagestapel. Leeres Schiff ab nach hinten in die Schlange und weiter geht es. Das Spielende kommt, wenn nach dem Würfeln kein Nachschub mehr zur Verfügung steht. Wer die meisten Edelsteine gesammelt hat, gewinnt.

Bei der Regelerklärung gab es kein Schwierigkeiten. Jedes Kind versteht sofort das Prinzip von Wilde Wikinger. Problematisch hingegen wird es, wenn um die Steine gezockt wird. Jüngere Spieler pfeifen auf taktisches Geplänkel und geben selbst für einen Stein sämtliche Karten in der geforderten Farbe aus der Hand. Zocken will eben gelernt sein. Das müssen die Kleinen ab sechs Jahren erst mal verinnerlichen. Die Älteren Spieler ab acht können schon abschätzen, wie viele Karten sie einsetzen, und spielen entsprechend verhaltener. Schönes Spiel in gelungener Umsetzung für Kinder, die schon über etwas Spielerfahrung verfügen.   

Spieleinfo

Verlagsangaben
Verlag: 
Spieleautor: 
Spielerzahl: 
2 - 5
Altersempfehlung (ab bzw. von/bis Jahre): 
6
Spieldauer (Minuten): 
15
Jahrgang: 
2008
Spielkategorisierung
Spielefamilie: 
Spielethema: 
Spielegattung: 
Mehr zum Spiel