Reich der Spiele übernimmt virtuelles Spielemuseum Ludomu

Historische Gesellschaftsspiele sind online zu bestaunen

Hannover/23.08.2014 - Das Online-Magazin Reich der Spiele übernimmt das virtuelle Spielemuseum Ludomu. Nach wochenlanger Vorarbeit ist der Internetauftritt ab sofort in die Webseite von Reich der Spiele eingebettet. Unter https://www.reich-der-spiele.de/ludomu sind die einzelnen Museumsabteilungen erreichbar.

Ludomu ist ein virtuelles Spielemuseum. Vater der Ausstellung ist Roland G. Hülsmann, der im September 2001 die Idee hatte, historische Spiele online zu präsentieren und dabei sinnvoll in verschiedenen Ausstellungsabteilungen zu strukturieren. Der Spielekenner erklärt: „Als leidenschaftlicher Brettspieler und Flohmarktbesucher konnte ich bei alten Brettspielen nicht widerstehen. So habe ich einiges angesammelt. Da in den Datenbanken Spiele aus der Zeit vor dem ersten Spiel des Jahres kaum vorkamen und andere Spieler kaum Fotos zu den Spielen hatten, habe ich Ludomu als virtuelles Spielemuseum geschaffen. Später kamen noch einige Abteilungen meiner ‚Spezialgebiete‘ dazu, in erster Linie die Spiele zu Werbezwecken und Science Fiction.“

Im Laufe der Jahre entstanden so Schaukästen zu fast 200 Gesellschaftsspielen. Die meisten Spiele sind vor 1980 hergestellt worden. Der Gründer Roland G. Hülsmann nennt Gründe für den Umzug zu Reich der Spiele: „Da ich zuletzt nicht mehr die Zeit hatte, mich so mit der Pflege des Museums zu befassen und es daher eher ein wenig beachtetes Nischen-Dasein führte, erhoffe ich mir in dem Umfeld von Reich der Spiele neue Impulse. Da Ludomu zum einen nicht mehr nur auf meinen Schultern lastet und zum anderen mehr ins Licht der Spieleöffentlichkeit rückt, hoffe ich, nun auch wieder vermehrt zu seinem Wachsen beizutragen.“

Michael Weber, Herausgeber des Online-Magazins Reich der Spiele, freut sich über den neuen Bereich: „Ludomu ist ein erstklassiges Projekt, das in den letzten Jahren etwas aus dem Blickfeld der Spieleszene gerückt ist. Wir können der virtuellen Spieleausstellung mit unserem Online-Magazin zum einen neuen Schwung verleihen, zum anderen bieten wir unseren Lesern einen Mehrwert. Denn wir bekommen viele Anfragen zu alten Spielen aus der Kindheit der Leser, die wir nun direkt auf unsere Museumsschaukästen verweisen können.“

Die Übernahme des Spielemuseums war nur ein erster Schritt. Über Reich der Spiele sollen interessierte Leser die Möglichkeit bekommen, Ihre eigenen historischen Brett- und Kartenspiele zu präsentieren. Auf diese Weise soll das Spielemuseum im Umfang weiter wachsen und so einen noch besseren Überblick über die Entwicklung des Gesellschaftsspiels zeigen. Michael Weber dazu: „Ludomu ist schon jetzt eine beachtliche Ausstellung. Wir möchten aber alle ermuntern, zum Spielemuseum beizutragen. Dazu benötigen wir Fotos und Kurzbeschreibungen von ca. 150 – 250 Wörtern sowie Verlagsangaben und Spielmateriallisten von Gesellschaftsspielen, die vor 1980 entstanden sind oder in unsere Sonderausstellungen passen. Durch die kontinuierliche Fortführung und den weiteren Aufbau von Ludomu können so alle dazu beitragen, der Spieleszene und interessierten Spielern historische Gesellschaftsspiele zu präsentieren, von denen einige sogar für die Entwicklung der Spielekultur in Deutschland und anderen Ländern prägend waren.“