Agent Undercover

eine Spielerezension von Thorsten Herrmann - 15.08.2016
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Agent Undercover - Foto von Piatnik
Lesezeit: ca. 3 Minuten

Ein ahnungsloser Agent wird von bis zu sieben Spielern gejagt. Hört sich an wie Scotland Yard? Ist es aber nicht. Agent Undercover von Alexander Ushan aus dem Verlag Piatnik kommt zwar im Karton daher, der mit jeder Menge Karten gefüllt ist. Ein Kartenspiel ist es aber nicht, sondern ein Kommunikationsspiel, das am besten mit so vielen Spielern ab zwölf Jahren wie möglich gespielt werden sollte. Mindestens drei benötigt man zum spielen, maximal acht.

Wie wird Agent undercover gespielt?

Die Karten bestehen aus 25 Decks die jeweils wieder in acht Karten aufgeteilt sind. Jedes Deck zeigt einen Ort wie z. B. eine Raumstation, eine Schule, eine Dampflokomotive usw. Alle Decks sind in Tütchen verpackt und werden zu Beginn wild gemischt, sodass niemand sieht, welcher Ort gezogen wird. Eine Tüte wird ausgewählt und jeder Spieler erhält eine Karte aus dieser. Der Rest wird wieder in die Schachtel zurück gelegt. In jedem Deck ist eine Agenten-Karte. Der Spieler, der diese Karte bekommt, weiß nicht an welchem Ort sich das Geschehen nun abspielen wird. Die anderen Spieler hingegen wissen nicht, wer der Agent ist.

In den nächsten acht Minuten werden nun gegenseitig Fragen gestellt. Der Agent muss versuchen, herauszubekommen an welchem Ort die Runde sich befindet, ohne dass er auffällt. Die restlichen Spieler müssen den Agenten indentifizieren.

Findet der Agent heraus, wo er ist, hat er gewonnen. Die Spieler wiederum gewinnen, sobald sie den Agenten gefunden haben.

Wie gut ist das Brettspiel Agent Undercover?

Agent Undercover ist ein Brettspiel, in dem sehr viel kommuniziert wird. Hat man hier die richtige Spielrunde zusammen und ist erst einmal warm geworden mit dem Spiel, dann macht es in großer Runde sehr viel Spaß. Anfänglich hat sich der Agent in unseren Runden durch unüberlegte Antworten oft zu schnell verraten. Es ist extrem unvorteilhaft, wenn man auf die Frage nach dem Wetter mit "sehr schön, wir haben knapp 25 Grad" antwortet, obwohl die Runde gerade auf einer Polarstation spielt.

Auch ist es anfänglich sehr schwer, alle Orte im Kopf zu haben, da es 25 verschiedene Lokationen gibt. Die Fragen der anderen Spieler bringen einem auch oft nicht sofort auf eine Idee, wo man sein könnte. Das Spiel hat für diesen Fall eine Übersichtskarte beiliegen, allerdings ist es sehr aufällig, wenn man als Agent zu oft darauf schauen muss. Nach ein paar Runden hat man den Dreh dann allerdings raus.

Für Große Runden die gerne kommunizieren und auch für Familien mit Kindern ab 12 ist das Spiel sehr gut geeignet. Es sollten mindesten vier oder mehr Spieler an den Runden teilnehmen, dann macht es richtig Spaß. Wir haben sehr viel gelacht. Vor allem bei den teilweise seltsamen Antworten, die man zu hören bekommt.

Spieleinfo

Verlagsangaben
Spieletitel: 
Verlag: 
Spieleautor: 
Spielerzahl: 
3-8
Altersempfehlung (ab bzw. von/bis Jahre): 
12
Spieldauer (Minuten): 
8
Jahrgang: 
2015
Spielkategorisierung
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