Bibi Blocksberg und das Geheimnis der blauen Eulen

eine Spielerezension von Mareike Schöbel - 31.10.2005
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Bibi Blocksberg und das Geheimnis der blauen Eulen von Reich der Spiele
Lesezeit: ca. 4 Minuten

Bibi muss aufgrund ihrer schlechten Noten die Ferien im Internat Schloss Altenberg verbringen. Dort erfährt sie von der Sage der blauen Eulen. Bibi macht sich auf den Weg das Geheimnis zu lüften und alle Spieler helfen ihr. Wäre da nur nicht die Hexe Rabia ….

Nachdem das Spiel aufgebaut wurde erhält jeder Spieler eine farbige Spielfigur und eine Hexenkarte und los geht’s. Der Weg beginnt im Internat. Jeder Spieler würfelt, setzt seine Spielfigur entsprechend vor und darf am Ende des Zuges noch eine Handkarte ausspielen. Wem das Würfelergebnis nicht gefällt, darf noch ein zweites Mal würfeln. Die Bewegungsrichtung der Spielfigur ist nicht vorgegeben und kann selbst bestimmt werden, was spätestens im Labyrinth sehr hilfreich ist.

Zuerst erreicht Bibi die Bibliothek. Hier muss sie erst das Buch finden, dessen Farbe mit ihrem Feld, auf dem sie steht, übereinstimmt, bevor sie weiter ziehen darf. Jeder Spieler, der sein passendes Buch gefunden hat, zieht in das Labyrinth. Ab hier wird weiter gewürfelt. Auf dem Würfel ist neben den Zahlen von eins bis fünf ein Pentagramm abgebildet. Spannend wird es, wenn ein Pentagramm gewürfelt wird, denn der Spieler kann nun auswählen, ob er seine Figur ein bis fünf Felder vorzieht oder eine Sonderaktion ausführen möchte. Es stehen drei Aktionen zur Auswahl. Man nimmt eine Hexenkarte auf die Hand, man bewegt das Labyrinthkärtchen, man nimmt eine Eule, sieht sich verdeckt die Zahl auf der Unterseite an und stellt sie an eine andere Stelle im Pentagramm. Diese Sonderaktionen werden auch ausgeführt, wenn man auf ein entsprechendes Sonderfeld gelangt oder eine Handkarte ausspielt. Das Feld der Hexe Rabia darf nicht betreten werden. Um im Labyrinth weitergehen zu können, muss man zunächst einen Verbindungsweg herstellen. Dies kann man durch Betreten der Sonderaktionsfelder "Labyrinthkärtchen bewegen" oder durch Ausspielen einer Handkarte tun.

Haben die Spieler das Labyrinth durchquert, führt sie der Weg über die gefährliche Hängebrücke. Auf den elf Bohlen liegen Brückenplättchen auf deren Unterseite verschiedene Symbole abgebildet sind. Bleibt man auf einer Bohle stehen deckt man das Symbol auf. Jetzt ist es Zeit für eine Portion Glück und bestenfalls eine gesammelte Bernhardkarte. Denn je nach Symbol fällt die Figur in den Abgrund. Helfen kann da nur noch eine passende Karte und hat man diese nicht selbst, kann man sie ja vielleicht mit der Karte Maribor bei einem Mitspieler stehlen. Hat man die Brücke unbeschadet überstanden, was wirklich gar nicht so leicht ist, befindet man sich auf direktem Weg zum Eulensaal. Im Eulensaal werden nun die Eulen sortiert. Auf dem Pentagramm gibt es die Felder eins bis fünf.

Man nimmt zuerst eine beliebige Figur und sieht sich die Zahl an. Ist es die Eule mit der Nummer eins, stellt man diese auf das entsprechende Feld. Man bleibt am Zug und versucht nun die Eulen mit der Nummer zwei bis fünf zu sortieren. Erwischt man eine Zahl, die nicht der Reihenfolge entspricht, endet der Zug und Bibi muss das Pentagramm wieder verlassen. Wichtig ist also, dass man im Laufe des Spiels schon unter die Eulen gesehen und sich die Zahlen und Plätze gemerkt hat, um sie am Ende sortieren zu können.

Der nächste Spieler ist an der Reihe und Bibi wartet auf dem blauen Spielfeld zwischen Brücke und Saal. Der Spieler, der zuerst die letzte Eule auf das äußere Pentagrammfeld mit der Nummer fünf stellt, gewinnt das Spiel.

Bibi Blocksberg und das Geheimnis der blauen Eulen ist ein Spiel um eine typische Bibi-Geschichte. Es erinnert vom Spielaufbau an ein Leiterspiel, das man aus jeder Spiele-Sammlung kennt. Allerdings wurde Bibis Spiel um einiges erweitert.

Zu Beginn ist das Spiel sehr spannend und turbulent, durch die Aktionen, die in der Bibliothek und im Labyrinth passieren, und man nicht einfach nur immer weiterwürfelt. Anspruchsvoll wird das Spiel dadurch, dass sich die Spieler im Spielverlauf bereits die Eulen ansehen und sich die Zahlen und Plätze merken sollten, um an Ende schneller zu sein. Die zunächst höchste Spannungskurve haben wir dann wohl auf der Brücke, wo schließlich nur die entsprechende Handkarte oder etwas Glück vorm Abgrund rettet. Leider wird in der Anleitung nicht deutlich, was mit der Figur im Abgrund geschieht, da es aber ein entsprechendes Abgrundfeld auf dem Spielplan gibt, ist es sinnvoll, von da aus weiterzuziehen (also erneut über die Brücke). Die Brücke ist nicht einfach zu überqueren, weil es recht viele Felder gibt, an dem man direkt in den Abgrund fällt und bei elf Feldern schafft man es nicht in zwei Zügen hinüberzugehen. So dass man spätestens beim zweiten oder dritten Brückenfeld kapitulieren muss. Steht man nun mehrmals mit seine Figur im Abgrund, schwindet die Motivation, zum Eulensaal zu gehen, und wahrscheinlich siegt am Ende eben nur der echte Bibi-Fan.

Spieleinfo

Verlagsangaben
Spieleautor: 
Spielerzahl: 
2 - 5
Altersempfehlung (ab bzw. von/bis Jahre): 
7
Jahrgang: 
2004
Spielkategorisierung
Spielethema: 
Spielegattung: 
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