Checkpoint Charlie

eine Spielerezension von Sabine Blumberg - 06.04.2020
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Checkpoint Charlie - Ausschnitt - Foto von Piatnik
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Lesezeit: ca. 3 Minuten

60er Jahre - Kalter Krieg - Grenzübergang Berlin Ost-West. Genau dies hat José Antonio Abascal in dem Spiel Checkpoint Charlie, erschienen bei Piatnik, zum Thema gemacht. In dem Deduktionsspiel übernehmen Hunde die Rolle des Geheimdienstes und versuchen, den Katzenoberspion zu entlarven. Dies gelingt jedoch nur durch schnelles logisches Verknüpfen der Hinweise. Je schneller man Eins und Eins zusammen zählt, geht es. Und dann gewinnt die Spielrunde, wer den Oberspitzel vor allen anderen entlarvt. 

Wie wird Checkpoint Charlie gespielt

Zu Spielbeginn erhält jeder Mitspieler neben seiner Ermittlerkarte und Ermittlermarker ein Hinweisplättchen, auf dem beidseitig einer von fünf Charakteristika der gesuchten Katze abgebildet ist. Hält die Katze eine Zeitung oder nicht, trägt sie einen Trenchcoat, ist die Katze grau oder orange? Hut? Sonnenbrille? Nachdem man sich für eine Seite des Plättchens entschieden hat, wird dieses unter die eigene Ermittlerkarte gelegt und so vor fremden Blicken geschützt. Die Ausgangsposition ist somit klar.

Jeder Spieler kennt nur den Hinweis seiner eigenen Hinweiskarte und muss herausfinden, für welche Merkmale sich die Gegner entschieden haben.

Checkpoint Charlie - Material - Foto von Piatnik

Nun beginnt die Verdachtsphase und die Spieler decken reihum die Katzenkarten auf. Passt die aufgedeckte Karte zum eigenen Hinweis, wird diese offen vor dem Spieler abgelegt. Bei Nichtübereinstimmung kommt die Karte auf einen Ablegestapel. So entsteht im Verlauf des Spieles ein Bild von der gesuchten Katze.

Wer sich sicher ist und glaubt, den Katzenoberspion zu kennen, kann das Agentenplättchen auf die verdächtige Katzenkarte legen. Erst wenn alle Mitspieler bis auf einen einen Beschuldigten haben, ist die Runde zu Ende und es beginnt die Wertungsphase. Jeder Mitspieler offenbart sein Hinweisplättchen. Der Spieler, der alle fünf Merkmale gefunden hat, erhält einen goldenen Punktechip, der drei bis fünf Punkte wert ist, die Spieler mit vier Übereinstimmungen erhalten einen weißen Chip mit einem Wert von ein oder zwei Punkten. Einen schwarzen Chip erhält derjenige, der nicht mehr setzen durfte oder keinen richtigen Hinweis fand. Danach startet eine neue Runde. Am Ende hat der Spieler gewonnen, der zuerst 10 Punkte erreicht hat.

Checkpoint Charlie bietet zwei Spielvarianten an, die erste wird mit einem Stasi-Offizier ergänzt, der den Spürhunden die Ermittlungen erschwert. Variante zwei lässt das bekannte Café Adler aufleben und bietet einen Punktechip-Tausch an.

Lohnt sich Checkpoint Charlie?

Checkpoint Charlie - Schachtel - Foto von Piatnik

Checkpoint Charlie kann mit drei bis fünf Spielern gespielt werden. Es hat uns allerdings nur zu fünft richtig Spaß gemacht. Die Altersangabe mit zehn Jahren kommt gut hin. Jüngeren fällt das logische Kombinieren noch recht schwer. Die angegebene Spieldauer von 30 Minuten wurde selten überschritten. Die Spielkarten wirken auf den ersten Blick etwas monoton, für Kinder nicht ganz so ansprechend. Die Namen der Spürhunde und Katzen sind dagegen kreativ und sorgen am Spieletisch für den ein oder anderen Lacher. Der undurchsichtige Hinweisbeutel besteht aus Plastik, dieser dürfte ruhig etwas hochwertiger sein. Das Preis-Leistungs-Verhältnis ist jedoch völlig in Ordnung. Aber: Unser "Familienrat" bewertete das Spiel mittelmäßig, es wird eher selten auf dem Spieletisch landen, es fehlt  einfach das "gewisse Etwas".

Spieleinfo

Verlagsangaben
Spieletitel: 
Verlag: 
Spieleautor: 
Spielerzahl: 
3-5
Altersempfehlung (ab bzw. von/bis Jahre): 
10
Spieldauer (Minuten): 
30
Jahrgang: 
2018
Spielkategorisierung
Spielethema: 
Spielegattung: 
Fotos
Checkpoint Charlie - Material - Foto von Piatnik
Checkpoint Charlie - Schachtel - Foto von Piatnik
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