Das Börsenspiel

Erfolgreich auf dem Konjunkturparkett

eine Spielerezension von Matthias Hörr - 17.10.2010
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Das Börsenspiel von Huch and friends
Lesezeit: ca. 2 Minuten

Das Börsenspiel ist keine Wiederauflage des Klassikers von Ravensburger. Titel und Thema sind jedoch identisch und auch beim Spielablauf gibt es themenbedingt keine Riesenunterschiede zwischen dem Klassiker und der Auflage von Huch and friends, die gemeinsam mit dem Nachrichtenmagazin n-tv erneut auf den Markt gebracht worden ist.

Auch beim neuen Das Börsenspiele sind vier Unternehmen an der Börse notiert, die von den beteiligten Spekulanten durch geschicktes Taktieren, Glück und gekonntes Bluffen in ihren Kursen beeinflusst werden können. Dann kommen aber ein paar Unterschiede. Zu Beginn des Spiels erhält jeder Spieler Aktionschips, über die er in jeder einzelnen der zu spielenden zehn Runden seinen Auftritt an der Börse bestimmen kann. Hinzu kommt Startkapital, mit dem die ersten Deals getätigt werden können. Die Zahlenwerte der Aktionschips sind quasi „Startnummern“, und geben Auskunft darüber, in welcher Reihenfolge die Börsianer ihre Aktionen ausführen können. Die Taktik, ob mit einer niedrigen Zahl früh oder mit einer hohen Zahl spät in den Handel eingegriffen wird, legt jeder Spieler dabei frei fest.

Wie sieht es aus, wollen Sie mit einer niedrigen „Startnummer“ bei günstigen Kurse einkaufen und den Preis pro Aktie für die folgenden MitspielerInnen in die Höhe treiben? Oder spekulieren Sie mit einer hohen „Startnummer“ darauf, dass Ihre Kontrahenten ihre Aktien verkaufen, um am Ende zu günstigen Preisen einsteigen zu können? Und wann wollen Sie Ihre Aktien verkaufen? Na, ist der Kurs in der nächsten Runde noch besser oder zocken Sie noch eine Runde, bis Sie verkaufen?

So weit so gut, doch Achtung! Was, wenn Ihre Kontrahenten nicht so handeln, wie Sie es gerne hätten, der Wurf der vier Aktionswürfel am Ende einer Runde sich gegen Sie entscheidet und anstatt einer satten Dividende einen Totalverlust beschert oder gar eine feindliche Übernahme erfolgt? Dann stehen Sie am Ende mit leeren Händen da und müssen für Ihre nächsten Aktionen Schuldscheine aufnehmen, die sich am Ende erheblich auf Sieg oder Niederlage auswirken werden.

Das Börsenspiel ist schnell erklärt und aufgebaut, lädt für ein kurzweiliges Zocken um Geld, Gier und Glück ein und bestätigt die oft geäußerte These, dass an der Börse nicht unbedingt derjenige gewinnt, der den tieferen Sinn der Börse verstanden hat, wenn es diesen denn je gegeben haben sollte.

Spieleinfo

Verlagsangaben
Spieletitel: 
Verlag: 
Spieleautor: 
Spielerzahl: 
2 - 4
Altersempfehlung (ab bzw. von/bis Jahre): 
10
Spieldauer (Minuten): 
60
Jahrgang: 
2010
Spielkategorisierung
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