Dreams

eine Spielerezension von Mario Sandor - 23.03.2017
  Spiel kaufen kommentieren
Gesellschaftsspiel Dreams - Foto von Zoch
Lesezeit: ca. 4 Minute

Ein Deduktionsspiel in der Tradition von Dixit. Klingt spannend und kurzweilig. Ich kann Gott oder Mensch sein, muss Sternbilder legen und am Ende entweder den Sterblichen entlarven oder als Mensch tippen, welches Sternbild die Götter gelegt haben. Erfüllt das Spiel Dreams von Olivier Gregoire (Zoch Verlag) meine Erwartungen?

Wie wird Dreams gespielt?

Zu Beginn jedes Spiels sortieren wir die Göttermarker gemäß ihrer Nummer und bilden Stapel mit jeweils einem Marker weniger als Spieler. In jeden Stapel mischen wir dann einen der vier Marker der Sterblichen. Das Firmament (Matte) und die Zählleisten werden in die Tischmitte gelegt, daneben offen vier vom Nachziehstapel verdeckt gezogene Traumkarten, die wir mit den Nummern eins bis vier versehen. Jeder von uns erhält drei Sterne (klar, grau und schwarz). Die Positionen der Stapel mit den Göttermarkern werden von einem Spieler verändern (alle anderen haben die Augen geschlossen), dann schließt dieser die Augen und die anderen verändern nochmals die Positionen. Der erste Spieler (der auch Startspieler ist) wiederum wählt dann einen Stapel aus und verteilt verdeckt die Marker an alle. Jetzt wissen wir alle, wer wir sind - Gott oder Mensch. Sind wir ein Gott, wissen wir, welches Sternbild wir mit unseren Sternen legen sollen. Der Startspieler legt als erster einen seiner Sterne auf das Firmament, dabei darf er die Art des Sterns und die Position frei wählen. Haben wir einmal einen Stern gelegt, dürfen wir diesen weder entfernen noch seine Position verändern. Reihum legen wir alle unsere Sterne auf das Firmament. Als Gott versuche ich natürlich, möglichst gut das Sternbild zu legen, als Mensch muss ich meine Sterne so legen, dass sie nicht völig falsch zu irgendeinem der vier Sternbilder liegen, um den Verdacht nicht auf mich zu lenken. Sind alle Sterne gelegt, tippen wir mit den Wahlscheiben - als Gott auf die Spielerfarbe des Sterblichen, als Mensch auf die Nummer des Sternbilds, welches die Götter legen solten. Dann lösen wir auf und bekommen entsprechend unsere Punkte zugeteilt. Anschließend spielen wir die nächste Runde mit vier neuen Karten. Dreams endet, sobald einer von uns eine bestimmte Anzahl an Punkten erreicht hat.

Wie gut ist das Gesellschaftsspiel Dreams?

Hat mich Dreams überzeugt? Meine Gefühle sind gespalten. Die Idee ist toll, die Bilder auf den großen Karten sind fantastisch gestaltet. Aber schon bei den Wahlscheiben fängt mein ungutes Gefühl an: Die einzelnen Komponenten kleben wir mit einer Art beidseitig klebendes Moosgummi zusammen. Das Ganze wirkt auf mich nicht stabil und eher lummelig. Ich zweifel, dass sie dauerhaft halten werden.

Dann kommt das Mischen der Göttermarkerstapel: Augen zu, Augen auf ... Sicherlich ist es wichtig, dass die Stapel gemischt werden, aber so richtig toll kam das in keiner Runde an. Abhilfe haben vier kleine Säckchen gebracht, in die wir die Göttermarker gegeben haben. Die vier kleinen Säckchen haben wir dann in einen größeren Sack gegeben. So konnten wir schnell mischen, ein kleines Säckchen ziehen und dann jeder sich aus dem kleineren Säckchen einen Göttermarker ziehen. Geht schneller und es kommt zu keinem Bruch durch Augen schließen und öffnen ... (so haben es immer wieder Spieler empfunden).

Die ersten Partien Dreams wurden immer mit Begeisterung gestartet, aber schon im Laufe der zweiten/dritten Runde kam eine Art routiniertes bzw. mechanisches "Runterspielen" auf, es fehlte gefühlt die Auswahlmöglichkeit, wie ich sie beispielsweise bei Dixit habe, wo ich mich immer wieder neu für eine meiner Karten entscheiden muss. Und was ist nach der ersten Partie? Trotz der recht kurzen Spielzeit von knapp einer halben Stunde hatte niemand so recht Lust auf eine weitere Partie. Und so lautet mein Fazit: In unseren Spielerunden wird Dreams leider keinen Platz auf dem Tisch finden. Auch wenn die Illustrationen wirklich eindrucksvoll gestaltet sind, ein atmösphärisches Spielgefühl kam nicht auf, zu sehr wirkt das Spiel an sich zu monton. Schade, denn die Idee als solches ist spannend und neu. Aber gegen Dixit wird Dreams bei uns leider immer verlieren.

Spieleinfo

Verlagsangaben
Spieletitel: 
Verlag: 
Spieleautor: 
Spielerzahl: 
3-6
Altersempfehlung (ab bzw. von/bis Jahre): 
10
Spieldauer (Minuten): 
30
Jahrgang: 
2016
Spielkategorisierung
Spielegattung: 
Mehr zum Spiel

Anzeige
kaufen Dreams kaufen bei:
Amazon
Spiele-Offensive