Fackel + Keule

eine Spielerezension von Silke Groth - 16.09.2008
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Fackel + Keule von Reich der Spiele
Lesezeit: ca. 2 Minuten

In der Steinzeit war noch alles ganz einfach. Wenn ein Mammut des Weges kam, wurde nicht lang gefackelt, die Äxte und Speere genommen und dem Tier das Fell über die Ohren gezogen. Sollte das Vieh wider Erwarten entkommen, musste die angestaute Aggression auf andere Weise raus und es gab eine zünftige Prügelei. Tja, so war das damals und bei Fackel + Keule kann man dies nun spielerisch nachempfinden.

Drei bis fünf Spieler gehen gemeinsam auf die Jagd. Hierfür erhalten sie fünf Karten auf die Hand, die Fackeln, Äxte, Speere oder Keulen zeigen. Das Spiel geht über zwölf Runden, an denen zu Beginn jeweils die Beute in spe, eine Tierkarte, aufgedeckt wird. Um ein Tier zu erlegen, müssen bestimmte Anforderungen erfüllt werden. So mag zum Beispiel der Säbelzahntiger von zwei Fackeln und fünf Speeren zur Strecke gebracht werden. Nachdem die Tierkarte aufdeckt wurde, spielen die Spieler verdeckt ein paar ihrer Handkarten. Dann wird abgerechnet: Reicht die Anzahl aller gespielten Werkzeuge aus, um das Tier zu erlegen, wird Beute gemacht. Der Spieler, der die meisten Werkzeuge gespielt hat, darf sich zuerst Beutesteine nehmen. Das sind kleine Kunststoffchips, die Zähne, Felle und Fleisch darstellen sollen. Entwischt das Tier, kommen die Keulen ins Spiel und nun wird auf andere Art Beute gemacht. Nun erhält der Spieler, der die meisten Keulen gespielt hat, einen weißen Beutestein (sinnigerweise einen Schädel) und erbeutet zusätzlich einen belieben Stein vom schwächsten Spieler. Nachdem das letzte Tier erbeutet wurde oder fliehen konnte, kommt es zur Abrechnung. Hier zählt jeder Beutestein einen Punkt, zusätzlich gibt es Boni für Mehrheiten in den einzelnen Sorten sowie für einen komplettes Set. Der Jäger mit den meisten Punkten gewinnt.

Fackel + Keule ist ein einfaches, schnell gespieltes Kartenspiel für Zwischendurch. Das Material geht für einen Kleinverlag in Ordnung, die Karten sind von einer ordentlichen Qualität, nur die Beute (einfache Kunststoffchips) kommt etwas spärlich daher. Durch das verdeckte Ziehen der Handkarten ist es natürlich ein reines Glücksspiel, ein Taktieren ist eigentlich unmöglich, vielmehr muss so gut es eben geht versucht werden, die Mitspieler einzuschätzen und selbst ein wenig zu bluffen. Trotzdem ist es als Absacker oder ähnliches durchaus okay (und mehr will es auch gar nicht sein), aber nur Jagen und Kloppen ist auf Dauer dann doch ein wenig eintönig.

Spieleinfo

Verlagsangaben
Verlag: 
Spieleautor: 
Spielerzahl: 
3 - 5
Altersempfehlung (ab bzw. von/bis Jahre): 
8
Spieldauer (Minuten): 
25
Jahrgang: 
2007
Spielkategorisierung
Spielethema: 
Spielegattung: 
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