Feeling Lucky!

eine Spielerezension von Johannes Halbig - 31.05.2007
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Feeling Lucky! von Reich der Spiele
Lesezeit: ca. 3 Minuten

Mit Feeling Lucky! bekommt der Spieler eine schwergewichtige Schachtel (1,7 Kilogramm laut meiner Küchenwaage) in die Hand. Kein Wunder, denn schließlich werden einem auf dem Schachteldeckel sechs verschiedene Würfel- und Kartenspiele versprochen. Den Namen eines Autors sucht man auf der Schachtel vergebens, aber auch das ist kein Wunder, handelt es sich doch bei den sechs Spielen im Prinzip um eine Sammlung von traditionellen Spielen rund um das Thema Kasino. Wer von der allgemeinen Pokerwelle, die zur Zeit durch die Spielelandschaft schwappt, noch nicht genug hat, kann sich damit an den Spieltisch setzen. Nebenbei sei noch bemerkt, dass die Altersangabe "ab 18" wohl mehr gesetzlichen Bestimmung entspricht, mit Sicherheit aber nicht auf die Komplexität der vorliegenden Spielesammlung hinweist.

Nun aber zu den Spielen. Der Reigen wird mit Baccara eröffnet.Bei Baccara geht es darum, mit seinen Karten möglichst nahe an die Neun beziehungsweise am Besten genau neun Punkte zu bekommen. Schießt man mit seinen Kartenwerten über die Neun hinaus, so ist damit erst einmal noch nichts verloren, da immer nur die letzte Stelle der addierten Werte gezählt wird (15 entspricht also zum Beispiel fünf Punkten). Allerdings erlaubt des Baccarafeld höchstens sieben Karten und dann ist Schluss.

Auch das zweite Spiel, Michigan, wird mit Karten gespielt. Bei Michigan kommt es darauf an, als erster seine Karten loszuwerden. Dazu legt der erste Spieler seine niedrigste Karte vor sich aus. Hat ein Spieler die nächste Karte in dieser Farbe, legt er sie vor sich hin und so weiter. Hat kein Spieler die nächste Karte in der Farbreihe oder spielt ein Spieler das As aus dieser Reihe und beendet sie damit, darf der letzte Spieler eine neue Reihe eröffnen, indem er die niedrigste Karte einer anderen Farbe vor sich auslegt.

Cassino, das dritte Spiel in der Reihe, wird ebenfalls mit Karten gespielt. Bei diesem Spiel geht es darum, mithilfe der Handkarten möglichst viele Karten vom Spielbrett zu holen. Dazu bekommt jeder Spieler zu Beginn vier Karten und weitere vier Karten kommen offen auf das Spielbrett. Wer an der Reihe ist, spielt eine Karte auf das Spielbrett, um sich Karten zu schnappen (geschnappt werden können gleiche Sorte oder Summen; zum Beispiel eine Zweier- und eine Dreier-Karte können mit einer Fünfer-Karte geschnappt werden). Sind die Handkarten verbraucht, werden vier neue Karten ausgeteilt, solange bis alle Karten ausgeteilt sind. Am Ende gibt es dann Geld für die meisten Karten, die meisten Pikkarten, für jedes As, für die Karo-Zehn und für die Pik-Zwei. Nach drei Runden siegt der Spieler mit dem meisten Geld.

Für die anderen drei Spiele kommen die Würfel zum Einsatz. Das erste Spiel in dieser Reihe ist Black Jack. Hier wird versucht, sich so nahe wie möglich an 21 Punkte heran zu würfeln. Wer allerdings mehr als 21 Punkte erwürfelt, hat automatisch verloren. Eine Runde gewinnt damit der Spieler, der am nächsten an 21 Punkte oder exakt 21 Punkte würfelt.

Beim einfachen Würfelpoker kommt es darauf an, die beste Kombination zu erwürfeln. Je besser diese sind, desto mehr Punkte gibt es. Der Spieler mit den meisten Punkten gewinnt die Einsätze.

Das letzte Spiel in der Sammlung ist Craps. Bei diesem Spiel wird auf dem Spielbrett sozusagen auf Würfelergebnisse gewettet. Je nachdem wie die Würfel fallen, gewinnt man, verliert man oder muss seinen Einsatz für den nächsten Wurf liegen lassen. Nach einer vorher vereinbarten Rundenzahl hat der reichst Spieler gewonnen.

Regelmäßige Casinogänger werden die meisten Spiele aus dieser Sammlung kennen. Spielerisch gesehen sind keine Neuheiten darunter. Da es nur um Plastikchips und nicht um echtes Geld geht, kommt auch kein wirkliches Casino-Feeling auf.Ganz witzig ist die Idee mit der ausziehbaren Spielschachtel, die ein gutes Würfelfeld abgibt.

Spieleinfo

Verlagsangaben
Verlag: 
Spielerzahl: 
2 - 4
Altersempfehlung (ab bzw. von/bis Jahre): 
18
Spielkategorisierung
Spielegattung: 
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