Gerüchteküche

eine Spielerezension von Michael Weber - 31.10.2005
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Gerüchteküche von Adlung Spiele
Lesezeit: ca. 2 Minuten

Kaffeeklatsch ist angesagt. Dazu wird eine Kaffeeklatschkarte in die Tischmitte gelegt, danach wird eine von 60 (zehn mal sechs gleiche Gerüchtekarten) von den Tratschtanten ungesehen und verdeckt unter diese Karte gelegt. Die restlichen Karten werden unter den Spielern verteilt. Was aber ist jetzt eigentlich Sinn des Spiels? Nun, interessante Frage. Zunächst einmal geht es darum, durch Befragung der Mitspieler herauszufinden, welche Karte unter der Kaffeeklatschkarte liegt, und damit, welches Gerücht gerade betratscht wird. Allein diese Spielidee scheint etwas konstruiert. Hinzu kommt, dass die Spielanleitung mal wieder leider an ein, zwei Stellen zu wünschen übrig lässt. Zwar ist völlig klar, wie Gerüchteküche gespielt wird, doch erschließt sich der Sinn des Spiels kaum. Ach ja, gespielt. Der Spieler, der an der Reihe ist, darf einen beliebigen Spieler nach einer beliebigen Anzahl von identischen Gerüchtekarten fragen (zum Beispiel: "hast du drei Würfelsymbole für mich?"). Entweder sagt der Spieler wahrheitsgemäß "weniger" bzw. "mehr" oder er muss die richtig "erratene" Anzahl der Karten dem Frager geben. Dafür ist der Befragte aber selbst an der Reihe. Sobald ein Spieler sechs gleiche Gerüchtekarten hat, werden diese ausgelegt und bringen drei Punkte. Nach und nach wird durch "Ausschlussverfahren" klar, wer welche und wie viele Gerüchte auf der Hand hat. Wenn jemand der Meinung ist, herausgefunden zu haben, welches Gerücht unter der Kaffeeklatschkarte liegt, äußert er einen Verdacht. Alle Spieler müssen nun die entsprechenden Gerüchte auf den Tisch legen. Sind es fünf, ist der Verdacht berechtigt und der Spieler erhält zehn Punkte. Das Spiel ist beendet. Ist der Verdacht falsch, erhält der Spieler fünf Minuspunkte und es geht weiter. Ist ein ein Verdacht richtig, endet das Spiel. Nun werden die Punkte für jeden Spieler berechnet. Wer die meisten Punkte hat gewinnt. Gerüchteküche ist kein Partyknaller. Die Spielidee ist weit hergeholt und der Ablauf ist recht langweilig und unspektakulär. Warum nun verschiedene Gerüchte den Besitzer wechseln und warum keiner weiß, über welches Gerücht überhaupt getratscht wird, bleibt ein Rätsel. Mag sein, dass es bei anderen Spielrunden besser ankommt, bei uns war es ein Flop.

Spieleinfo

Verlagsangaben
Verlag: 
Spieleautor: 
Spielerzahl: 
3 - 7
Altersempfehlung (ab bzw. von/bis Jahre): 
7
Spieldauer (Minuten): 
20
Jahrgang: 
2000
Spielkategorisierung
Spielegattung: 
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